Veitshöchheim

Fastnacht in Franken 2017 - Söder sicher: Homer Simpson würde CSU wählen

Homer Simpson, die Freiheitsstatue, böse Hexen: Zur Fastnacht in Veitshöchheim verkleideten sich die Politiker aufwendig - und vertraten teils krude Thesen.
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Auch zur Fastnacht in Franken in Veitshöchheim kam ein Homer Simpson. Wer wohl hinter der Maske steckt? Foto: Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat/dpa
Auch zur Fastnacht in Franken in Veitshöchheim kam ein Homer Simpson. Wer wohl hinter der Maske steckt? Foto: Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat/dpa
Zahlreiche Politiker haben in meist farbenfrohen Kostümen am Freitag die Faschings-Kultsendung "Fastnacht in Franken" im unterfränkischen Veitshöchheim besucht.

Markus Rinderspacher, Fraktionsvorsitzender der Bayern-SPD im Landtag, zog dabei die Blicke auf sich, weil er aufwändig als Freiheitsstatue kostümiert kam.

Ähnlich aufwändig war auch das Kostüm von Finanzminister Markus Söder (CSU): Er kam mit hoher quietschgelber Glatze als Comicfigur Homer Simpson. "Homer Simpson würde CSU wählen", hatte er schon im Vorfeld der Deutschen Presse-Agentur gesagt.
"Die Simpsons sind Kult und stellen den klassischen Wähler der Mitte dar - Familie, hart arbeitend, aber man hat es nicht immer leicht. Diese Wähler entscheiden die nächsten Wahlen", sagte Söder.

Seine Frau Karin kam passend dazu mit gigantischer blauer Turmfrisur als Homers Ehefrau Marge Simpson. Für ihren großen Auftritt bei der Prunksitzung nehmen beide viel Zeit in der Maske auf sich: Knapp drei Stunden dauert es, bis am Freitag aus den beiden Franken die berühmten Springfielder werden. Söders Kinder finden die Verkleidung "sensationell".

In den vergangenen Jahren hatte Söder etwa als Edmund Stoiber, Comic-Figur Shreck, als Punk oder als Marilyn Monroe für viel Aufsehen an Fastnacht gesorgt. "Dieses mal soll es bewusst kein Held oder Star sein. Ist mal was anderes und trotzdem Kult", sagte Söder.
Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) präsentierte sich dem Publikum dagegen als böse Hexe. Mit furchterregenden Kontaktlinsen blickte sie in die Runde - einen passenden Reisigbesen hatte sie ebenfalls dabei.

Auch ein "böses" Kostüm trug Dorothee Bär (CSU), Staatssekretärin im Berliner Verkehrsministerium: Sie kam als böse Zeichentrickfee "Maleficent". "Es gibt zu wenig Frauen in der Politik - da müssen die verbleibenden Frauen mächtiger sein", sagte sie dazu. Justizminister Winfried Bausback (CSU) wollte hingegen "kämpfen für das Gute", sagte er: Er kam mit Laserschwert als Jedi-Ritter.

Zwei Kostüme waren bereits vor Beginn des roten Teppichs in Veitshöchheim klar: Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) kam - wie jedes Jahr - unkostümiert, nur mit Glitzerfliege im dunklen Anzug. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ging - ebenfalls wie jedes Jahr - als Sheriff.


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