Erlenbach am Main
Kriminalität

Erlenbach: Mann betrügt Senioren um Goldmünzen im Wert von 100.000 Euro

Ein Betrüger hat von einer 80-Jährigen aus Erlenbach eine wertvolle Münzsammlung erbeutet. Seit Montag sitzt ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft.
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Symbolfoto: dpa
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Ein zunächst unbekannter Täter hat bereits im September eine Seniorin aus Erlenbach um Goldmünzen im Gesamtwert von mindestens 100.000 Euro betrogen. Im Zuge der Ermittlungen hat sich ein 30-Jähriger als Tatverdächtiger herauskristallisiert. Er befindet sich seit Montag in Untersuchungshaft, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg.


Betrüger erschlich sich das Vertrauen

Am 22. September wurde eine 80-Jährige vor ihrem Haus in Erlenbach von einem zunächst Unbekannten angesprochen. In einem folgenden Gespräch erschlich sich der Mann offenbar geschickt das Vertrauen der Seniorin, um an Informationen über Vermögenswerten der älteren Dame zu gelangen. Der Betrüger gelangte unter einem Vorwand auch in die Wohnung der Rentnerin, wo er sich ihre Münzsammlung zeigen ließ.

Der Täter gaukelte in der Folge vor, den Wert der Münzen von einem Sachverständigen schätzen lassen zu wollen. In den folgenden Tagen übergab die 80-Jährige dem Mann ihre gesamte Münzsammlung, in der Hoffnung, diese auch wieder zurück zu bekommen. Nachdem dies nicht der Fall war und der Kontakt zu dem bis dato Unbekannten abbrach, hatte die Seniorin selbst das Gefühl, einem Betrüger aufgesessen zu sein. Am 29. September meldete sie den Vorfall bei der für ihren Wohnort zuständigen Polizeiinspektion Obernburg am Main.


30-Jähriger aus Hessen unter Tatverdacht

Im Zuge umfangreicher Ermittlungen, die von der Kriminalpolizei Aschaffenburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg geführt werden, kristallisierte sich schließlich ein 30-Jähriger aus dem hessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg als Tatverdächtiger heraus. Nach dem Erlass eines richterlichen Durchsuchungsbeschlusses wurde die Wohnung des Tatverdächtigen am 13. Oktober von Kräften der Regionalen Kriminalinspektion Bad Hersfeld durchsucht. Dabei stellten die Beamten zahlreiche Münzen sicher, die inzwischen der Sammlung der 80-Jährigen zweifelsfrei zugeordnet werden konnten.

Nachdem sich der Tatverdacht gegen den 30-Jährigen erhärtet hatte, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Betruges erlassen. Am vergangenen Montag wurde der Tatverdächtige in Bad Hersfeld verhaftet. Nach der Eröffnung des Haftbefehls durch den Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Bad Hersfeld wurde der 30-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.


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