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Würzburg
Versuchstiere

Einigung im Streit um 17.000 Würzburger Versuchstiere

Nach langer Verhandlung haben sich Universität und Stadt Würzburg im Streit um neue Auflagen zur Versuchstierhaltung beigelegt.
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Etwa 17.000 Versuchstiere, darunter Mäuse, Schweine und Kaninchen, werden am Zentrum für Experimentelle Molekulare Medizin (ZEMM) gehalten. Foto: Jan-Peter Kasper, dpa
Etwa 17.000 Versuchstiere, darunter Mäuse, Schweine und Kaninchen, werden am Zentrum für Experimentelle Molekulare Medizin (ZEMM) gehalten. Foto: Jan-Peter Kasper, dpa
Etwa 17.000 Versuchstiere werden allein am Zentrum für Experimentelle Molekulare Medizin (ZEMM) der Uni Würzburg gehalten. Lang haben sich Universität und Stadt Würzburg über die Bedingungen zum Züchten und Halten von Versuchstieren gestritten. Kurz vor einem Richterspruch kam es nun zur Einigung.


Stellvertreter für Verantwortliche, dafür noch mehr Versuchstiere

Wie von der Stadt gefordert, verpflichtete sich die Julius-Maximilians-Universität am Donnerstag, einen oder mehrere Stellvertreter für die Frau zu benennen, die für die etwa 17.000 Tiere (unter anderem Mäuse, Kaninchen und Schweine) im Zentrum für Experimentelle Molekulare Medizin (ZEMM) verantwortlich ist.
Die Stadt hob parallel dazu die Zahl der Tiere an, die pro ungelerntem Mitarbeiter zusätzlich betreut werden dürfen.

Die Universität hatte im vergangenen Herbst Klage eingereicht, weil sie die Forderung nach einem Stellvertreter und die Betreuungsquoten ablehnte. Das Verwaltungsgericht Würzburg machte deutlich, dass die Benennung eines konkreten Verantwortlichen für das ZEMM zu jeder Zeit zwingend nötig sei. Die Beteiligten einigten sich daraufhin auf eine leicht veränderte Auflage, die der Uni mehr Flexibilität bei der Organisation einräumt. 
Damit endet ein zweieinhalbjähriger Streit. Nach einer Änderung des Tierschutzgesetzes hatte die Universität die Erlaubnis zum Züchten und Halten von Versuchstieren im Jahr 2013 neu beantragen müssen - seitdem liefen die Verhandlungen über die neuen Auflagen.


Reinigungskräfte entlasten die

Tierpfleger
Die Betreuungsquoten bleiben nun erhalten. Sie werden im Interesse der Universität allerdings so angepasst, dass Reinigungskräfte künftig mehr Gewicht haben. Diese könnten die Tierpfleger entlasten und ihnen so mehr Zeit für die Betreuung der Versuchstiere verschaffen, argumentierte der Tierschutzbeauftragte der Universität, Wolfgang Geise.

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