Karlstein am Main
Wasserport

Diebe stehlen acht Motoren von Sportbooten

Die Polizei in Unterfranken weist im Fall der gestohlenen Bootsmotoren auf eine Aktion hin, bei dem Bootsbesitzer ihr Equipment mit Individualnummern versehen können.
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Symbolbild Foto: Ralf Hirschberger/dpa
Symbolbild Foto: Ralf Hirschberger/dpa
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sind in der Marina Karlstein in Unterfranken von mehreren Sportbooten insgesamt acht Außenbordmotoren entwendet worden. Vermutlich war ein tatorteigenes Schlauchboot zum Abtransport des Diebesgutes verwendet worden. Die Wasserschutzpolizei Aschaffenburg, die die Ermittlungen aufgenommen hat, weist in diesem Zusammenhang auf Aktionen zur individuellen Kennzeichnung von Bootsmotoren hin.

In der Seligenstädter Straße in Großwelzheim war es unbekannten Tätern offensichtlich gelungen, ein Eingangstor zum Hafengelände auszuheben und auf das Areal zu gelangen. Mit einem vorgefundenen Schlauchboot montierten die Unbekannten dann die nur von der Wasserseite zugänglichen Motoren ab und verluden sie offenbar außerhalb des Geländes auf ein Fahrzeug. Der Gesamtschaden, der bei dem Diebstahl entstand, dürfte bei einigen Tausend Euro liegen.

Wer Hinweise zu dem Diebstahl der Bootsmotoren geben kann, wird gebeten, sich bei der Wasserschutzpolizei Aschaffenburg unter der Tel.-Nr. 06021/857-2681 zu melden.

Auch diesen Vorfall nehmen die Wasserschutzpolizeidienststellen im Bereich Unterfranken zum Anlass, auf eine Diebstahlspräventionsaktion der Polizei hinzuweisen. Durch eine Gravieraktion von Bootsmotoren und nautischem Equipment im Juni/Juli wird den Bootseignern die Gelegenheit gegeben, ihr Eigentum gegen die ständig steigende Anzahl an Diebstählen abzusichern.

Alljährlich werden 1000 bis 1300 Außenbordmotoren entwendet. Diese werden von Dieben gerne ins Visier genommen, die die leicht befestigten Motoren abschrauben und auf Nimmerwiedersehen verschwinden lassen. Das große Sicherheitsmanko ist, dass die Seriennummern der Motoren in der Regel nur aufgeklebt sind. Die Diebe haben somit kein Problem, die Identität des Diebesgutes unkenntlich zu machen. Sie müssen nur den Aufkleber entfernen. Eine Fahndung sowie ein Eigentumsnachweis sind somit fast unmöglich. Eine eingravierte Nummer soll im Fall des Abhandenkommens die Fahndung nach dem Diebesgut erleichtern. Mit dem Aufkleber "Vorsicht! Registrierter Motor!" wird bereits im Vorfeld versucht, die Täter abzuschrecken.

Daher bietet die Wasserschutzpolizei in Zusammenarbeit mit den Versicherungen an, die Außenbordmotoren mit einer eingravierten Individualnummer zu versehen. Ähnlich einer Fahrgestellnummer eines Kraftfahrzeuges kann diese Nummer nun nicht mehr entfernt werden. Zusätzlich wird der gravierte Gegenstand mit einem auffälligen Aufkleber versehen, um Diebe abzuschrecken. In einem Bootspass wird die eingravierte Nummer registriert, mittels derer eine Fahndung und Eigentumsnachweis geführt werden kann. Diesen Bootspass erhält dann der Eigentümer und kann ihn im Fall der Fälle vorzeigen.

Sonstige nautische Gegenstände können im Rahmen dieser Aktion ebenfalls mit einer Individualnummer versehen werden. Diese kann dann ebenfalls in den Bootspass eingetragen werden.

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