Aschaffenburg
Trickanrufe Betrugsmasche

Aschaffenburg: Serie von Trickanrufen - Polizei rät zur Vorsicht

In Aschaffenburg hat am Mittwoch ein Unbekannter vermehrt versucht, ältere Menschen um ihr Geld zu bringen. Dazu ruft er seine Opfer an und gibt sich als Sohn aus, der dringend Geld braucht. Die Polizei rät deshalb zu verschiedenen Vorsichtsmaßnahmen.
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Symbolfoto: Hänseler
Symbolfoto: Hänseler
In den vergangenen Tagen ist es bereits in Schweinfurt und Würzburg zu zahlreichen Fälle sogenannter Schock- oder Trickanrufe gekommen. Am Mittwochmorgen hat jetzt ein Unbekannter auch in Aschaffenburg versucht, ältere Menschen um ihr Geld zu bringen.
In einem Fall hatte der Täter Erfolg: Eine Rentnerin hatte gegen 9:30 Uhr zunächst einen Anruf erhalten. Der Mann am Telefon gab sich als ihr Sohn aus und erzählte von einem schlimmen Unfall, den er gehabt hätte. Nun bräuchte er dringend die Hilfe seiner Mutter und vor allem Bargeld. Die geschockte Frau fiel aus Sorge um ihren Sohn auf den Schwindel herein. Als ein angeblicher Polizeibeamter wenig später wie vereinbart an der Türe klingelte, übergab sie dem Unbekannten ihre EC-Karte samt dem PIN-Code und war der Meinung, sie würde ihrem Sohn so aus einer Notlage helfen.
Der Betrüger fackelte nicht lange und noch bevor die Karte gesperrt werden konnte, hatte er bereits 1000 Euro vom Konto der 67-Jährigen abgehoben.

Eine 71-Jährige ließ sich wiederum nicht beirren und beendete das Gespräch, bevor es zu Geldforderungen kam:
Um etwa 9:20 Uhr hatte sich eine männliche Stimme am Telefon einer 71-Jährigen gemeldet. "Weißt du wer ich bin?", fragte er die ältere Dame. Die ließ sich auf kein Gespräch ein und legte den Hörer auf. Der Anrufer klingelte noch mehrfach durch und behauptete nun, ihr Sohn zu sein. Auch darauf ging die Frau nicht ein. Ein Rundruf bei ihren Söhnen brachte ihr die Gewissheit: Allen ginge es gut und keiner hätte bei der Mutter angerufen.

Die Polizei rät zur Vorsicht

Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt erneut vor Trickbetrügern am Telefon, die in diesen Tagen im Raum Unterfranken aktiv sind. Lassen Sie sich nicht durch Schilderungen von schlimmen Unfällen unter Druck setzen. Seien Sie misstrauisch - auch wenn ein Anrufer sich als Polizist ausgibt und Geld von Ihnen fordert.
Bedenken Sie, dass Polizeibeamte niemanden dazu drängen würden, Bargeld zu übergeben. Auch nicht, wenn derjenige einen Unfall verursacht oder eine Straftat begangen hat.

Weiterhin haben wir folgende Tipps:
• Lehnen Sie Geldforderungen am Telefon rigoros ab!
• Wenn sich jemand als Verwandter ausgibt, stellen Sie Fragen, die nur die echte Person beantworten kann und prüfen Sie, ob es sich tatsächlich um den Ihnen bekannten Menschen handelt
• Holen Sie sich im Zweifelsfall Rat bei einem Vertrauten, ihrem Nachbarn oder rufen Sie bei der Polizei an.

Für eine Beratung steht Ihnen das Polizeipräsidium Unterfranken gerne zur Verfügung:
Polizeipräsidium Unterfranken
Frankfurter Straße 79
97082 Würzburg
Telefon: 0931/457-0

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