Gelchsheim
Entsorgung

Osthausen: 2000 tote Schweine entsorgt - Stallungen werden desinfiziert

Im April wurden in einer Stallung bei Würzburg etwa 2000 tote Schweine gefunden. Die Kadaver liegen dort wohl schon seit November des vergangenen Jahres. Nun wurden die Kadaver endlich entsorgt.
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Tierskandal bei Osthausen: In diesem Stall sind zahlreiche Tiere verendet- und verwesen dort seit November 2017. Archivfoto: NEWS5/Häufig
Tierskandal bei Osthausen: In diesem Stall sind zahlreiche Tiere verendet- und verwesen dort seit November 2017. Archivfoto: NEWS5/Häufig
Die Räumung der Mastschweineställe durch die vom Landratsamt beauftragte Fachfirma konnte am Donnerstagnachmittag, 17. Mai, abgeschlossen werden. Die Tierkörper wurden in den Verarbeitungsbetrieb Tierischer Nebenprodukte nach Walsdorf gebracht.

Um Tierkrankheiten und Tierseuchen zu vermeiden, ist es erforderlich, dass Tierkörper, tierische Nebenprodukte und Schlachtabfälle ordnungsgemäß entsorgt werden. In Nordbayern verwertet die Tierkörperbeseitigungsanlage Walsdorf die anfallenden Tierkörper und einen großen Teil der Schlachtabfälle und Speisereste. Das Veterinäramt ist für die Überprüfung der entsprechenden Fachrechtsvorschriften zuständig.


Nachdem die Kadaver entfernt wurden: Desinfektion der Stallungen


Unmittelbar im Anschluss an die Räumung hat die Fachfirma mit der Reinigung und Desinfektion der Stallungen begonnen. Nach aktueller Schätzung können die Arbeiten Mitte nächster Woche durch das Landratsamt abgenommen werden.

Das Dutzend Mitarbeiter arbeitete laut Landratsamt Würzburg in beiden Ställe parallel. Die Vorbereitungen, die für die Räumung der Stallungen, in denen Anfang April 2000 verendete Schweine gefunden worden waren, liefen seit Freitag. Die eigentliche Räumung begann überraschenderweise bereits am Montagnachmittag, nachdem die Vorbereitungsarbeiten schneller verrichtet waren als erwartet. Die Kosten für die Entsorgung werden den Betreibern anschließend in Rechnung gestellt.

Anfang April waren die Kadaver von rund 2000 Schweinen in einem Stall im Gelchsheimer Ortsteil Osthausen entdeckt worden. Die toten Tiere lagen möglicherweise bereits seit November vergangenen Jahres dort. Zunächst war der verantwortliche Landwirt vom Veterinäramt aufgefordert worden, eine Fachfirma mit der gefahrlosen Belüftung des Stalls und der Beseitigung der bereits stark verwesten Kadaver zu beauftragen. Anfang Mai hatte der Bauer jedoch über seinen Anwalt erklären lassen, dass er dazu nicht in der Lage sei.

Daraufhin hatte das Landratsamt Würzburg die nötigen Schritte zur Räumung eingeleitet. Am Montag nun begann die Entsorgung. Um die Stallgebäude hatten zwei Mitarbeiter der Gemeinde Gelchsheim Zäune aufgestellt und Planen als Sichtschutz darüber gehängt. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Osthausen hatten zuvor mit Schläuchen eine Wasserversorgung zu den Ställen verlegt.


2000 tote Scheine seit November in den Stallungen



Mehrere Arbeiter waren zu sehen, mit der Schaufel eines Frontladers wurden die Tierkadaver auf die Ladefläche eines großen Lkw gekippt. Zeitweise war auch eine Polizeistreife vor Ort.
Melanie Jäger
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