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Gunzenhausen
Untersuchungen

Mysteriöses Fischsterben in Franken: Was steckt dahinter?

In Mittelfranken wurden in den vergangenen Wochen mehrere Tonnen toter Fisch entdeckt. Die Suche nach der Ursache läuft.
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Tonnenweise tote Fische wurden bislang gesammelt. Symbolfoto: unsplash.com

Im mittelfränkischen Gunzenhausen stehen die Behörden vor einem Rätsel. Seit Mitte April wurden im Altmühlüberleiter, zwischen dem Altmühlsee und dem Stollen vermehrt tote Fische gefunden. 

"Betroffen sind davon hauptsächlich kleine Weißfische", heißt es von Seiten des "Wasserwirtschaftsamtes Ansbach". Insgesamt 4,5 Tonnen tote Fische wurden bislang entdeckt.

Gunzenhausen: Was steckt hinter dem massenhaften Fischsterben?

Nun wird das Wasser untersucht. Proben wurden bereits an das "Landesamt für Umwelt" geschickt. Erste Ergebnisse zeigen keine Auffälligkeiten, wie zum Beispiel im Bereich Sauerstoff. Das Landesamt untersucht auch die toten Tiere: Hierzu liegt allerdings noch kein Ergebnis vor.

Thomas Keller, Leiter des "Wasserwirtschaftsamtes", sagte dem Bayerischen Rundfunk zur möglichen Ursache des massenhaften Fischsterbens, dass die Proben auf einen Pilzbefall hindeuten. Kellers Vermutung ist, dass viele Jungfische zu schwach aus dem Winter 2019 in das neue Jahr gestartet seien. Durch enges Zusammenstehen habe sich schließlich die Schuppenschicht aufgeraut und Krankheitserreger konnten in den Körper der Fische eindringen. Seine Theorie hat das "Landesamt für Umwelt" allerdings bisher nicht kommentiert. 

Auffällig ist hingegen, dass vor allem kleine Weißfische betroffen sind. "Alle anderen Fischarten wie Barsch und Zander sind völlig gesund", so Keller zum BR. Die Suche nach der Ursache des massenhaften Fischsterbens geht in den kommenden Wochen weiter. 

tu

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