Weißenburg in Bayern
Familie

Leihgroßeltern dringend gesucht: Projekt in Mittelfranken will Familien unterstützen

Das Projekt "Leihoma - Leihopa" im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen sucht nach ehrenamtlichen Wunschgroßeltern. Sie sollen - und wollen - Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder unterstützen.
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Viele Kinder und Eltern würden sich über eine Leihoma oder einen Leihopa freuen. Symbolfoto: dassel/pixabay.com
Viele Kinder und Eltern würden sich über eine Leihoma oder einen Leihopa freuen. Symbolfoto: dassel/pixabay.com

Immer weniger Kinder haben das Glück, ihre Großeltern in der Nähe zu haben. Somit sind viele Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder auf sich allein gestellt. Gleichzeitig gibt es aber auch ältere Menschen, die selbst keine Enkel (vor Ort) haben, aber gerne aktiv bleiben und Zeit mit Kindern verbringen möchten. Denn soziale Kontakte und ein Familienleben halten jung und geben ihnen das Gefühl, gebraucht zu werden.

Bereits an 40 Familien konnten Leihomas und Leihopas vermittelt werden

In Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen wurde 2014 daher das Projekt "Leihoma-Leihopa" ins Leben gerufen. Hier sollen die beiden Seiten zusammengeführt werden. An mehr als 40 Familien konnten bereits "Wunschomis" oder "Wunschopis" vermittelt werden - teilt das Landratsamt in einer Pressemittelung mit. Viele weitere Familien der Region sind aber immer noch auf der Suche nach netten Leihgroßeltern für ihre Zöglinge.

"Es wäre schön, wenn wir hier im Umkreis eine nette Omi finden würden, die einmal in der Woche den Kindern Zeit schenkt. Sie könnte auf den Spielplatz gehen, gemeinsam basteln oder auch Geschichten vorlesen. So ein Oma-Tag wäre schon eine tolle Sache für die ganze Familie", so Mama Mareike aus Treuchtlingen.Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen arbeitet zurzeit daran, sein Netzwerk an Leihomas und -opas zu vergrößern.

Die Familien helfen im Gegenzug den Leihgroßeltern

Die Wunschgroßeltern können selbst bestimmen, wie viel Zeit sie konkret einbringen möchten. Die meisten Ehrenamtlichen sind einmal pro Woche für zwei Stunden in "ihrer" Familie aktiv. Im Gegenzug sind die Familien natürlich bereit, bei Bedarf auch die Leihgroßeltern zu unterstützen.

Für Interessierte werden Schulungen, wie zum Beispiel Erste-Hilfe Kurse für Kindernotfälle, angeboten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich regelmäßig im "Großelterncafe´" mit anderen Leihgroßeltern zu treffen und auszutauschen.

Neugierig geworden?

Wer neugierig geworden ist und sich eine ehrenamtliche Tätigkeit als Leihoma oder Leihopa vorstellen kann, erhält Informationen unter leihoma-leihopa@altmuehlfranken.de oder bei der Projektkoordinatorin Vanessa Hüttinger unter der Telefonnummer 09141 902 412.

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