Gunzenhausen
Rettungseinsatz

Mann nach Suchaktion tot geborgen: Er brach durchs Eis im Altmühlsee bei Gunzenhausen

Ein 75-Jähriger ist im Altmühlsee bei Gunzenhausen durch die Eisdecke gebrochen. Nach stundenlanger Suchaktion wurde seine Leiche am nächsten Tag geborgen.
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Auf dem Altmühlsee nahe Gunzenhausen in Mittelfranken ist ein Mann  ins Eis eingebrochen und unter der Eisdecke verschwunden. Zahlreiche Rettungskräfte suchten nach dem Vermissten. Gestern Nachmittag wurde der 75-Jährige tot geborgen. Foto: NEWS5 / Goppelt
Auf dem Altmühlsee nahe Gunzenhausen in Mittelfranken ist ein Mann ins Eis eingebrochen und unter der Eisdecke verschwunden. Zahlreiche Rettungskräfte suchten nach dem Vermissten. Gestern Nachmittag wurde der 75-Jährige tot geborgen. Foto: NEWS5 / Goppelt
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Stundenlange Suche auf dem Altmühlsee bei Gunzenhausen: Ein 75-jähriger Mann brach am Samstag durch die Eisdecke. Er geriet unter das Eis und ertrank - seine Leiche konnte erst am Sonntag geborgen werden: Am Samstagmittag ist eine Person, die auf dem eisbedeckten Altmühlsee nahe Gunzenhausen (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) unterwegs war, eingebrochen und unter der Eisfläche verschwunden. Am Sonntagnachmittag konnte nach intensiver Suche die Leiche des 75-Jährigen geborgen und identifiziert werden.

 


Leiche des Vermissten mit Sonaraufnahmen geortet
 

Mit Hilfe der nachträglichen Auswertung von Sonaraufnahmen, die während der gestrigen Suche auf dem Altmühlsee gefertigt worden waren, gelang es den Einsatzkräften, einen Körper - eine mutmaßliche Leiche - im Wasser zu orten. Im Rahmen der gestern Nachmittag ab 13:00 Uhr fortgesetzten Suche konnte die Leiche des Vermissten mithilfe dieser Aufnahmen unweit der Unglücksstelle durch Taucher aus dem Wasser geborgen werden.

 

 


Ertrunkener: 75-jähriger Urlauber aus Nordrhein-Westfalen
 

Es handelt sich bei dem Verstorbenen um einen 75-jährigen Mann aus Nordrhein-Westfalen, der auf einem nahegelegenen Campingplatz zu Gast war. Nach Bergung der Leiche übernahmen Beamte des Kriminaldauerdienstes Mittelfranken die weiteren Todesfallermittlungen. Nach den derzeitigen Erkenntnissen und vorliegenden Zeugenaussagen, geht die Polizei davon aus, dass es sich um einen Unglücksfall handelt.

 

 


Ursprüngliche Meldung: Am Altmühlsee ins Eis eingebrochen - Suche am Abend abgebrochen

Seit Samstag wird eine Person vermisst, die auf dem Altmühlsee bei Gunzenhausen durchs Eis gebrochen ist. Den ganzen Nachmittag suchten die Rettungskräfte nach dem Vermissten - leider ohne Erfolg. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde die Suche abgebrochen. Aufgrund der bereits verstrichenen Zeit seit dem Einbruch ins Eis ging die Polizei mittlerweile nicht mehr davon aus, den Mensch lebend bergen zu können. Die Identität des Verunglückten ist nicht bekannt.

 

 


Gegen 15 Uhr hatte ein Passant die Rettungsleitstelle verständigt, weil er auf Höhe der Ortschaft Wald Hilfeschreie aus Richtung des Sees gehört hatte. Als kurz darauf Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Wald an der Unglücksstelle eintrafen, mussten sie feststellen, dass eine männliche Person etwa 100 Meter vom Ufer entfernt in Richtung de Vogelinsel in das Wasser eingebrochen war.

 

 


Hubschrauber, Boote und Taucher im Einsatz

Schnell rückte ein Großaufgebot an Einsatzkräften an, um den Mann, der sich vermutlich immer noch im Wasser unter der Eisschicht befindet, zur Hilfe zu eilen.

 

 


Feuerwehrmann bricht bei Rettungsversuch ebenfalls durch Eisdecke

Bei dem Versuch, den Mann zu erreichen, brach auch ein 20-jähriger Feuerwehrmann durch die Eisdecke und zog sich hierdurch eine Unterkühlung zu. Er musste zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Da die Unglücksstelle vom Ufer aus nicht zu erreichen war, waren neben einem Rettungshubschrauber auch ein Polizeihubschrauber und mehrere Rettungstaucher vor Ort, um den Mann möglichst schnell aus dem Wasser zu retten. Die Suchmaßnahmen von Wasserwacht, Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) und Polizei dauerten mehrere Stunden an. Doch bis zum Samstagabend fehlte von der Person jede Spur.
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Einsatzkräfte von DLRG und Wasserwacht Gunzenhausen suchten mit Booten nach dem Vermissten. Die Einsatzkräfte wurden dabei von einem Polizeihubschrauber unterstützt. Bei den eisigen Temperaturen im Wasser schwindet mit jeder Minute die Hoffnung, den Mann noch lebend aus dem Altmühlsee zu retten. "Die Boote sind noch draußen. Solange wir noch etwas sehen können, läuft der Einsatz weiter", sagte ein Polizeisprecher am Samstag Abend, "doch nach menschlichem Ermessen sieht es schlecht aus".

 

 

 

 

 


Suche wird am Sonntag fortgesetzt

Am Sonntag wurde die Suche mit Booten fortgesetzt. Die Rettungskräfte hofften, anhand der Wasserströmung den Körper ausfindig machen zu können. Auch Taucher waren weiter im Einsatz. Diese konnten allerdings kaum die eigenen Hände vor den Augen in dem trüben Gewässer sehen. Erst am Nachmittag konnte die Leiche geborgen werden.

 

 

 

 



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