Gunzenhausen
Warnung

Eis auf zugefrorenen Seen ist zu dünn - Mehrere Verletzte, ein Toter

Die zugefrorenen Seen verlocken viele zu einem Rundgang auf dem Eis. Das ist aber gefährlich - in Franken gab es bereits einen Toten.
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Die zugefrorenen Seen verlocken viele zu einem Rundgang auf dem Eis. Das ist aber gefährlich - in Bayern gab es bereits Verletzte und einen Toten. Foto: NEWS5 / Goppelt
Die zugefrorenen Seen verlocken viele zu einem Rundgang auf dem Eis. Das ist aber gefährlich - in Bayern gab es bereits Verletzte und einen Toten. Foto: NEWS5 / Goppelt
Dramatische Szenen spielten sich am Samstag am Altmühlsee bei Gunzenhausen (Mittelfranken) ab: Ein 75-Jähriger bricht beim Eislaufen auf dem See ins Eis ein. Die Feuerwehr versucht noch ihn zu retten, dabei bricht ein junger Feuerwehrmann aber selbst ein. Der 75-Jährige ertrinkt - und es dauert noch bis zum darauffolgenden Tag, bis seine Leiche geborgen werden kann.

Er ist nicht der einzige, der sich auf das zu dünne Eis gewagt hat: Auch in München ist eine ganze vierköpfige Familie eingebrochen, als sie im englischen Garten einen Spaziergang auf dem See macht. Sie kamen aber glücklicherweise mit dem Leben davon.


Wasserwacht warnt: Das Eis ist zu dünn

Die Einsatzkräfte warnen eindringlich: Beim aktuellen Tauwetter in Franken ist das Betreten von zugefrorenen Seen viel zu gefährlich. Selbst die anhaltenden Minusgrade der letzten Wochen haben nicht gereicht, um eine ausreichend dicke Eisschicht gefrieren zu lassen.



Im Nachgang des tödlichen Unglücks auf dem Altmühlsee sagt Helmut Köhler, Versitzender der Wasserwacht Südfranken: "15 Zentimeter sollten es durchgehend mindestes sein." Bei der letzten Messung vor einer Woche sei die Eisschicht auf dem Altmühlsee gerade einmal 11 Zentimeter dick gewesen, das reiche bei Weitem nicht aus. Auch woanders ist das Eis einfach nicht tragfähig genug - laut Köhler sind alle Seen im fränkischen Seenland nicht freigegeben.

Auch die Stadt Nürnberg, die in der vergangen Woche einige Seen im Stadtgebiet zum Eislaufen freigegeben hatte, hat diese Einschätzung wieder revidiert. Auf der Homepage der Stadt Nürnberg sind alle Seen nun wieder als "gesperrt" ausgezeichnet. (ls)





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