Franken
WhatsApp

WhatsApp: Was ändert sich 2019?

Weltweit nutzen mehr als eine Milliarde Menschen den Messengerdienst WhatsApp. Durch Änderungen in der App müssen sich viele Nutzer umstellen. Diese Änderungen gibt es 2019 bei WhatsApp.
Artikel drucken Artikel einbetten
WhatsApp wurde am 24. Februar 2009 in den USA gegründet. 2019 wurde das Unternehmen zehn Jahre alt. Symbolbild: Sara Kurfeß/unsplash.com
WhatsApp wurde am 24. Februar 2009 in den USA gegründet. 2019 wurde das Unternehmen zehn Jahre alt. Symbolbild: Sara Kurfeß/unsplash.com

WhatsApp wird zehn Jahre alt - was sich bereits geändert hat und sich 2019 noch ändern soll: Der Messengerdienst WhatsApp wurde am 24. Februar 2009 auf einem Pizzaabend der russischsprachigen Gemeinschaft im Silicon Valley, im Süden San Franciscos gegründet. Jan Koum und Brian Acton erkannten die Lücke, in der WhatsApp zum Marktführer wurde. Der Messengerdienst hat sich seit 2009 massiv verändert, auch 2019 werden zahlreiche Veränderungen bei WhatsApp erwartet.

WhatsApp wird 10: Das ist alles passiert

Beispielsweise implementierte WhatsApp bereits zehn Monate nach der Gründung, die Funktion Fotos verschicken zu können. Zudem war es zu Beginn der App lediglich möglich WhatsApp mit einem iPhone zu nutzen. Im August 2010 schlug schließlich die Geburtsstunde des Messengerdienstes für Android-Endgeräte. Im Jahr 2013 erreichten die Nutzerzahlen erstmals die historische Marke von 200.000. Bis 2016 fielen immer wieder Kosten für Nutzer an - damit war im Juli endgültig Schluss.

Erst kürzlich kursierte ein Kettenbrief auf WhatsApp der behauptete, dass der Messengerdienst bald wieder Geld kostet. Was ist dran am Gerücht?

2017 knackte das Unternehmen schließlich die historische Marke von einer Milliarde Nutzern - ein Meilenstein in der Geschichte von WhatsApp. Auch 2019 hat sich bereits einiges getan: Seit Januar ist es zum Beispiel nicht mehr möglich wahllos Nachrichten in unzählige Gruppen weiterzuleiten. Die Funktion wurde auf fünf Chats begrenzt. Neu ist beispielsweise auch, dass Nutzer nicht mehr ungefragt zu Gruppenchats hinzugefügt werden dürfen. Seit Anfang Februar funktionieren zudem auf iOS-Geräten "Touch ID" und "Face ID" auch außerhalb der App. Dies ist vor allem wichtig, um Inhalte per Gesichtserkennung und Fingerabdruck zu sichern. WhatsApp hat diese Änderung auch für Android-Geräte angekündigt.

Verzahnung mit Facebook und Instagram: Zuckerberg plant neue Struktur

Im Januar berichtete die New York Times über die Planungen von Mark Zuckerberg, Facebook, Instagram und WhatsApp zu verschmelzen. Demnach soll das Projekt Ende 2019 beziehungsweise Anfang 2020 abgeschlossen werden. Die Apps sollen trotz der Verschmelzung sogenannte "Stand Alone"-Produkte werden und sich lediglich gegenseitig ergänzen. Zuckerberg ändert damit seine Firmenpolitik. In der Vergangenheit hatte er immer wieder betont, dass WhatsApp, Instagram sowie Facebook autonom bleiben würden.

Werbung auf WhatsApp: Das ändert sich 2019

2014 sicherte Facebook bei der Übername von WhatsApp zu fünf Jahre keinen Gewinn mit WhatsApp zu erwirtschaften, also auch keine Werbung zu schalten. Diese Frist endet 2019. Somit ändert sich Grundlegendes im Messengerdienst. Wie im Januar 2019 durch Recherchen des Technik-Portals WABetaInfo bekannt wurde, gibt es bereits seit Oktober 2018 die Grundlagen für Werbeanzeigen im Code von WhatsApp. Das Werbemodell von Instagram scheint als Vorbild für die künftige Werbung bei WhatsApp zu gelten. Bei Instagram wird Werbung zwischen Nutzerposts ausgespielt und gliedert sich somit in den News-Feed der Plattform ein.

Dark Mode bei WhatsApp: Neue Funktion geplant

Ebenfalls im Herbst 2018 wurde bekannt, dass WhatsApp an einer "Dark Mode"-Version arbeitet. Diese hat den großen Vorteil, dass sie schonender für die Augen ist. Dessen Einsatz könnte somit in der Nacht sinnvoll werden. Ein weiterer Vorteil davon ist, dass das Smartphone im "Dark Mode" weniger Strom verbraucht. Zusätzlich wird durch das dunklere Theme, der Blauanteil auf dem Display reduziert. Dieser Anteil kann Schlafrhythmusstörungen verursachen. Wann genau der "Dark Mode" aktiviert wird, ist derzeit noch unklar.

Per WhatsApp bezahlen: Bald auch in Deutschland?

Was auf dem asiatischen Markt schon länger Realität ist, könnte auch bald in Deutschland Wirklichkeit werden: Facebook-CEO Mark Zuckerberg kündigte im Januar 2019 an, dass das Bezahlsystem via WhatsApp auf "in ein paar weiteren Ländern" eingeführt werden soll. Im Juli 2017 wurde das mobile Geldtransaktionssystem in Indien eingeführt.

Ob es das Payment-System bereits 2019 nach Europa schafft, können Experten derzeit noch nicht bestätigen. Wie schwierig der weg eines Bezahlsystems sein kann, zeigt der Fall "Apple Pay": Im Dezember 2019 ging das Dienst in Deutschland an den Start und bietet eine Alternative bei der digitalen Bezahlung. Jedoch beteiligen sich nicht alle Banken und Dienstleister an "Apple Pay", sodass der Bezahldienst für viele noch keine Vorteile bietet.

Nachrichten aus Franken und der Welt?Dann sind Sie beim WhatsApp-Channel von inFranken.de genau richtig.

Lesen Sie zusätzlich auf inFranken.de: 2018 kursierten auf WhatsApp zahlreiche Kettenbriefe. Unter anderem wurde vor "Ute Lehr" gewarnt, ein Weihnachtsmann-Kettenbrief trieb sein Unwesen und es gab Morddrohungen des neunjährigen Nico.