Bamberg
WhatsApp-Kettenbrief

Kettenbrief bei WhatsApp: Kostet der Messenger bald wieder Geld?

Aktuell kursiert erneut ein fraglicher Kettenbrief auf dem Messenger-Dienst WhatsApp. Laut dem Inhalt der Nachricht soll der Service demnächst Geld kosten. Was steckt dahinter und welche Kettenbrief gibt es noch?
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Zur Zeit kursiert ein Kettenbrief, der WhatsApp-Nutzer verunsichert. Foto: Screenshot/inFranken.de
Zur Zeit kursiert ein Kettenbrief, der WhatsApp-Nutzer verunsichert. Foto: Screenshot/inFranken.de

Kettenbrief auf Facebook und WhatsApp aufgetaucht. - "Kosten für WhatApp": Müssen User bald zahlen?

Nach dem Weihnachtsmann-Kettenbrief und der Warnung auf WhatsApp vor "Ute Lehr" macht nun ein neuer Kettenbrief im Messenger-Dienst die Runde. Der Kettenbrief trägt den Titel "Kosten für WhatsApp". Ob etwas dran ist, wie lange es den Kettenbrief bereits gibt und was dahinter steckt, erfahren Sie auf inFranken.de.

WhatsApp-Kettenbrief warnt vor Kosten: Müssen Nutzer bald bezahlen?

Nutzer fragen sich zur Zeit, ob der Messenger-Dienst "WhatsApp" bald etwas kostet. 2013 tauchte der Kettenbrief das erste Mal auf. Schon damals wunderten sich zahlreiche Nutzer, ob WhatsApp wirklich kostenpflichtig wird und was an der Warnung dran sei.

Der Kettenbrief ist nun sechs Jahre im Umlauf. Absender: "Das Facebook Team". Neben der Aufforderung die Nachricht zu teilen beziehungsweise weiterzuleiten, beinhaltet der digitale Brief die Drohung, dass - falls dies nicht geschehe - WhatsApp bald das jeweilige Konto abschalte. Die Gebühr für die Reaktivierung liege anschließend bei 25 Euro.

Der Kettenbrief im Wortlaut:

"Liebe Whatsapp-user!

Wir, (Das Facebook-team) haben (wie ihr sicherlich schon bemerkt habt) Den kostenlosen Messenger "whatsapp" für Insgesamt 16 Milliarden Dollar gekauft.

Da wir nun Whatsapp besitzen, wollen wir nur die User haben die Whatsapp auch wirklich nutzen.

Deswegen, möchten wir alle die DIESE Nachricht erhalten haben darum bitten, sie an alle Kontakte weiter zu leiten. Geschieht die"s nicht, nehmen wir Das als Bestätigung Das dieser User Whatsapp nicht mehr nutzt, und somit wird sein Konto entfernt.

Das Facebook Team

hat sich alle Nummern rauskopiert (gestern von ca. 11:30 bis 23:30)

Sodass wir alles kontrollieren können ob ihr die Nachricht weitersendet oder nicht.

Sendet ihr, die User aber die Nachricht TATSÄCHLICH an 10 Kontakte weiter, bleibt der Messenger für die User die es gemacht haben, weiterhin kostenlos.

Liebe Grüße

Das Facebook-team.

Habe ich eben erhalten bitte durchlesen - man kann es auch unter www.whatsapp.com in den FAQs nachlesen... Gruß

Nachricht von Jim Balsamico (CEO der WhatsApp) Wir haben zu viele Nutzer auf WhatsApp. Wir bitten alle Nutzer, diese Botschaft an die gesamte Kontaktliste weiterzuleiten. Wenn Sie nicht weitergeleitet wird, betrachten wir Ihr Konto als ungültig und es wird innerhalb der nächsten 48 Stunden gelöscht. Bitte diese Meldung NICHT ignorieren, sonst wird WhatsApp die Aktivierung ihres Kontos nicht mehr erkennen. Wenn Sie ihr Konto wieder aktivieren wollen nachdem es gelöscht wurde, wird eine Gebühr von 25,00 auf Ihre monatliche Rechnung hinzugefügt.

Diesmal stimmts..

? Wichtige Meldung ?

Dein geliebtes App WhatsApp wird in nächster Zeit kostenpflichtig, sprich es werden monatliche Kosten anfallen!

Um dies zu umgehen, hat die WhatsApp Gemeinde beschlossen, diesen Kettenbrief zu schreiben.

Damit diese Warnung Anklang findet, soll sie so oft wie möglich weitergesendet werden.

Dies ist auch der. Weg, um sich von den zukünftigen Kosten zu befreien. Somit kannst du von Glück sprechen, wenn du überhaupt diese Nachricht lesen konntest.

Nachdem du diese Nachricht erfolgreich (Doppelhaken) an 10 weitere Freunde versendet hast, wird dein WhatsApp Logo in roter Farbe aufleuchten.

Mit freundlichen Grüßen

Deine WhatsApp Gemeinde

!!!Steht sogar auf der homepage!!!

"Bitte macht bei der Aktion mit, damit wir weiterhin kostenlos miteinander schreiben können"

Lieber Whats App Kunde!

Ab heute ist das Programm Whats App kostenpflichtig und kostet nur 1,23€. Außer du schickst die SMS an 10 Kontakte weiter dann leuchtet das Symbol grün auf"

Kosten-Drohung auf WhatsApp: Das steckt hinter dem Kettenbrief

Damals wie heute steckt hinter der Drohung nichts außer heiße Luft. Wie das Online-Portal onlinewarnungen.de berichtet, handelt es sich dabei um Spam, der auf ominöse Weise erneut sein Unwesen im Internet treibt. Der Messenger-Dienst WhatsApp wird keine Gebühr von seinen Nutzern verlangen, auch unter der Federführung Facebooks. Stattdessen finanziert sich WhatsApp seit 2019 über Werbeanzeigen.

  • Hinter dem WhatsApp-Kettenbrief steckt, nicht wie in anderen Fälle eine fiese Betrugsmasche, sondern lediglich um einen schlechten Scherz.
  • Der CEO von "WhatsApp" beziehungsweise "Facebook" heißt nicht Jim Balsamico, wie im Kettenbrief behauptet. Dies ist schlichtweg falsch.
  • Der Kettenbrief enttarnt sich als unseriös und unglaubwürdig, indem im Text zahlreiche Rechtsschreib- und Kommasetzungsfehler vorhanden sind.

 

Deshalb: WhatsApp bleibt weiterhin kostenfrei. Befolgen Sie nicht die Aufforderung den Inhalt weiterzuverbreiten. Denn sonst schwirrt der Spam-Kettenbrief weiterhin im Netz umher. Eine mögliche Erklärung, warum der Kettenbrief wieder auf Facebook aufgetaucht ist, könnte die Erinnerungsfunktion des sozialen Netzwerkes sein. Durch das erneute Erscheinen des Beitrags im News-Feed von Nutzern, könnten dieser erneut geteilt worden sein.

Allerdings: In den Anfangstagen des Messenger-Dienstes kostete die App für Android-Nutzer eine jährliche Gebühr von 89 Cent bezahlen. Später wurde die Gebühr erst nach einem Jahr Nutzung fällig. iPhone-Nutzer musste die 89 Cent einmalig bezahlen, sobald man sich die App heruntergeladen hat. 2016 gab "WhatsApp" schließlich bekannt, dass die Nutzergebühren komplett abgeschafft werden.

 

Im Vergleich zu weiteren Kettenbriefen ist diese Variante relativ harmlos, da sie bis auf eine Falschmeldung keinen weiteren Schaden anrichtet. Ganz im Gegenteil zum Weihnachtsmann-Kettenbrief auf WhatsApp. Ein Anwalt warnt davor, den Anweisungen des Kettenbriefs Folge zu leisten.