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Bezahlsysteme

Vom Bargeld zum Bitcoin: Online-Bezahlsysteme kurz erklärt

Geldautomaten waren vor 50 Jahren eine technische Revolution - heute gibt's online ganz andere Bezahlmöglichkeiten und sogar eine eigene Internetwährung.
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Schauspieler Reg Varney war 1967 der erste Mensch, der an einem Bankautomaten Geld abhob.  Foto: Barclays/dpa
Schauspieler Reg Varney war 1967 der erste Mensch, der an einem Bankautomaten Geld abhob. Foto: Barclays/dpa
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Damals war es eine technische Revolution: Vor 50 Jahren wurde in Großbritannien der erste Geldautomat aufgestellt. Noch ist das Bargeld für viele nicht wegzudenken. Während es sich schleichend auch beim Einkaufen verabschiedet, sind im Internet ganz andere Bezahlsysteme und sogar eigene Währungen ein Thema.

1.Was sind die Voraussetzungen fürs digitale Bezahlen?
Zunächst braucht es, wie auch in der analogen Welt, ein Bankkonto. Dieses kann dann mit Bezahlsystem verknüpft werden. Manche Onlinehändler machen es den Kunden noch sehr einfach und erlauben die Bezahlung per Rechnung oder Lastschrift. Dann sind keine weiteren Dienste nötig.

2.Welche Bezahlsysteme gibt es?
Neben den schon erwähnten Möglichkeiten Rechnung und Lastschrift setzen Onlineshops gerne auf die Kreditkarte. In den meisten Fällen reicht dann zum Bezahlen die Eingabe von Kreditkartennummer, Kartenbesitzer und dreistelligem Sicherheitscode, zu finden auf der Rückseite der Karte. Ebenfalls ohne besondere Registrierung kommt die Sofortüberweisung aus, die von vielen Shops angeboten wird. Nach Eingabe von Kontonummer und PIN des eigenen Onlinebankings erfolgt die Überweisung des Rechnungsbetrags an den Händler. Ein ähnliches Prinzip verfolgt Giropay, ein Angebot von Sparkassen, Postbank sowie Volks- und Raiffeisenbanken.

3.Was ist eigentlich PayPal?
Der wohl bekannteste Zahlungsdienstleister im Internet ist PayPal. Das einst als Bestandteil des Auktionshauses eBay gestartete Unternehmen ist nun schon über 15 Jahre alt. Angelegt wird hier, geschützt durch einen Benutzernamen (E-Mail-Adresse) und ein Passwort, ein virtuelles Konto. Auf dieses kann dann Geld eingezahlt, genauso kann abgebucht werden. Dazu ist es nötig, PayPal mit einem Bankkonto oder einer Kreditkarte zu verknüpfen. Großer Vorteil: PayPal wird von einem Großteil der Onlineshops unterstützt und bietet auch einen Käuferschutz, falls die Ware nicht geliefert wird. Außerdem ist es möglich, mit PayPal nicht nur zu bezahlen, sondern den Dienst für Geldtransfers zu nutzen, etwa an Freunde. Innerhalb der EU ist dies bei privaten Geldsendungen kostenfrei. Nötig dafür ist nur die E-Mail-Adresse des Empfängers, der ebenfalls bei PayPal registriert sein muss.

4.Welche Bezahlsysteme sollte ich nicht nutzen?
Manchmal mag es sinnvoll sein, Waren per Nachnahme zu zahlen. Dafür fallen allerdings hohe Gebühren an. Abstand nehmen sollten Sie von der Vorabüberweisung. Denn oft sind schon Fälle aufgetaucht, gerade bei Shops aus dem Ausland, bei denen die Bestellung anschließend nie ankam.

5.Was sind Bitcoins?
Mit Bitcoin, englisch sinngemäß "digitale Münze", hat das Internet sogar eine eigene Währung. Ihr Wert wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt, Kursschwankungen locken auch Spekulanten an. Bitcoins können über Onlineplattformen erworben werden, dafür fällt eine Handelsgebühr an. In regulären Onlineshops kann mit ihnen nicht gezahlt werden - was den Bitcoins oft den Vorwurf einbringt, vor allem für illegale Zwecke, etwa im Darknet, zum Einsatz zu kommen. Dieses "Dunkle Netz", der anonyme Bereich des Internets, bietet auch Kriminellen einen Marktplatz.
 

 

 

 

 

 

 

 


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