Franken
WhatsApp

App-Store: WhatsApp als Nummer 1 abgelöst - durch Abofalle

Sie ist die vielleicht beliebteste App weltweit, und trotzdem wurde sie vorübergehend abgelöst: WhatsApp wurde kurze Zeit durch eine Dating-App verdrängt. Allerdings handelte es sich bei der Applikation um eine Abofalle.
Artikel drucken Artikel einbetten
WhatsApp stand lange Zeit an der Spitze der Downloadcharts. Dies änderte sich kurzfristig, als eine Dating-App, mit Hilfe einer Abofalle, den Messenger verdrängt. Foto: Alex heinl, dpa
WhatsApp stand lange Zeit an der Spitze der Downloadcharts. Dies änderte sich kurzfristig, als eine Dating-App, mit Hilfe einer Abofalle, den Messenger verdrängt. Foto: Alex heinl, dpa

Mehr als 1,1 Millionen Bewertungen hat "WhatsApp Messenger" im App-Store. Damit ist WhatsApp die meistbewertete App im iOS-App Store und ist mit einem Rating von durchschnittliche 4,6 von 5 Sternen noch überdurchschnittlich stark. Doch zwischenzeitlich wurde die Applikation vom Thron der beliebtesten Anwendungen gestoßen. Die Dating-App "Erotikspiele Dating und Chat" verdrängte den Messenger vorübergehend, aber nicht auf normalem Wege - eine Abofalle half aus.

WhatsApp: Der App-Gigant

Mit insgesamt 1,5 Milliarden Usern ist WhatsApp der unumstrittene König der Apps. 58 Prozent aller Nutzer verwenden den Messenger mehr als einem täglich und somit kommt es zu 100 Millionen Sprachanrufen und 65 Milliarden verschickten Nachrichten am Tag. Man hat festgestellt, dass knapp 98 Prozent aller Jugendlichen und Erwachsenen in Deutschland, im Alter von 14 bis 29 Jahren, WhatsApp verwenden. Wenn man all diese Zahlen sieht, fällt es schon schwer, dass dieser App-Gigant von der Spitze verdrängt werden kann.

Durch Abofalle an die Spitze der Download-Charts

Doch neben all den Größen, wie "WhatsApp", "YouTube", "facebook" und "Spotify" gelingt es ab und an auch unseriösen Apps auf sich aufmerksam zu machen, und sich in die Charts zu schleichen. So auch der Dating-App "Erotikspiele Dating und Chat", wie chip.de berichtet. Hinter der App verbirgt sich eine russische Datingseite. Diese nennt sich "loveplanet.ru" und verwendet ihre Dienste, um sich die Daten und GPS-Standorte ihrer Nutzer zu sicher.

Sie suchen noch nach einem Partner? Verlieben Sie sich in Franken!

Nebenbei müssen die Benutzer ein Abo abschließen, um den Datingdienst in vollem Umfang nutzen zu können. Sie werden durch eine kostenlose Probewoche angelockt, welche sich aber im Anschluss automatisch verlängert und dann über 30 Euro im Monat kostet. Wer das Probeabo nicht mindestens 24 Stunden vor dessen Ende kündigt, hat keine Chance mehr und muss den vollen nächsten Monat zahlen. Wenn man das Abo nicht abschließt, ist die App kaum benutzbar. Nachrichten lassen sich beispielsweise nur als Premium-Nutzer verschicken. Außerdem gibt es kaum deutschsprachige Mitglieder bei "Erotikspiele Dating und Chat".

Ohne die Nutzung der sieben Tage Probe-Phase kostet die App nur 14 Euro monatlich. Das steht in der Beschreibung der App im App Store.

Dieses Konzept der Abofalle ist altbekannt, doch leider fallen immer wieder leichtgläubige und unerfahrene Internetnutzer darauf hinein. Doch Apple versucht seien Kunden zu schützen. Die Seite des Hersteller ist momentan nicht mehr aufrufbar und auch aus den Charts ist die App verschwunden. Eventuell geht der Megakonzern mit rechtlichen Schritten gegen die russischen Anbieter vor.

Die richtige Alternative

Wer wirklich online auf Partnersuche gehen möchte, der sollte sich nicht hinters Licht führen lassen. Es gibt einige seriöse und kostenlose Datinganbieter, welche es nicht auf den Betrug ihrer Nutzer abgesehen haben. Zwei Beispiele, der wohl bekanntesten Apps wären "Tinder" oder "LOVOO".

Das könnte Sie auch interessieren: WhatsApp gehackt: Facebook warnt Nutzer - das können Sie tun