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Anzeichen eines Herzinfarkts: Wie Alexa in Zukunft ihr Leben retten könnte

Schon in naher Zukunft könnte Alexa Ihr Leben retten. Das verspricht zumindest der Entwickler eines neuen Warnsystems für Herzstillstände. Dieses soll mithilfe eines intelligenten Mikrofons Warnzeichen für einen Herzinfarkt schon vorzeitig erkennen.
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Ein Forscherteam aus Amerika hat ein Warnsystem für Herzinfarkte entwickelt, welches bald auch für viele Smartdevices, wie beispielsweise Alexa erhältlich sein könnte. Symbolbild: unsplash/Rahul Chakraborty
Ein Forscherteam aus Amerika hat ein Warnsystem für Herzinfarkte entwickelt, welches bald auch für viele Smartdevices, wie beispielsweise Alexa erhältlich sein könnte. Symbolbild: unsplash/Rahul Chakraborty

Ein Herzinfarkt geht meisten tödlich aus: Wirft man einen Blick auf die amerikanischen Zahlen des letzten Jahres, so sieht man, dass nur rund sechs Prozent der von einem Herzinfarkt betroffenen Personen auch überlebten. Dieser Wert vervierfachte sich bei den Betroffenen, welche direkte ärztliche Hilfe bekamen.

Dieser Zusammenhang veranlasste einige Forscher der Univeristy of Washington dazu, ein neues Warnsystem zu entwickeln, welches die Anzeichen eines potenziellen Herzinfarktes erkennen und den Betroffenen warnen beziehungsweise einen Notruf absetzen soll.

Mikrofon zu Erkennung der Warnzeichen für einen Herzinfarkt

Mithilfe von Mikrofonen aus Smartphones oder Smartspeakern wie Amazons Echo Dot mit Alexa oder Google Home wollen die Forscher akustische Warnsignale eines bevorstehenden Herzinfarktes erkennen. Ein typisches Anzeichen ist die sogenannte Schnappatmung, welche einsetzt, sobald die Betroffenen keine Luft mehr bekommen. Den Entwicklern zufolge geht mehr als jedem zweiten Herzinfarkt dieses Warnsignal voraus.

Damit das System die Schnappatmung zuverlässig als Akustiksignal erkennt, wurden mehr als 83 Stunden Aufnahmematerial analysiert. In den Audioaufnahmen waren aufgezeichnete Notrufe zu hören, bei denen die Anrufer unter Atembeschwerden beziehungsweise Schnappatmung litten. Um das Programm weiter zu optimieren, lernte es außerdem, störende Nebengeräusche, wie Schnarchen oder harmloses Röcheln, herauszufiltern. Laut den Forschern konnte das System in seinen Testläufen 97 Prozent aller Fälle von Schnappatmung korrekt identifizieren.

Entwicklung bald für Alexa, Smartphone und Co. erhältlich?

Das System wird momentan noch optimiert und ist für den freien Markt noch nicht realisierbar. Allerdings könnten sich die Forscher gut vorstellen, ihre Idee zu kommerzialisieren. Bereits in den Testläufen wurden die Audiosignale mit Smartdevices, wie sie jeder zuhause hat, aufgenommen. Unter anderem wurden verwendet: Amazons Alexa, ein iPhone 5s und ein Samsung Galaxy S4. Möglicherweise wird es in naher Zukunft das Programm als App geben, welche direkt auf dem Handy installiert werden kann.

Bistum Essen setzt Alexa für Seelsorge ein

Ebenfalls ein interessanter Ansatz: Das Bistum Essen geht bei der Seelsorge unkonventionelle Wege. Der Sprachassistent Alexa unterstützt die Kirche bei der Arbeit.

Wie sich Amazons Alexa im Alltag schlägt, haben wir übrigens für Sie getestet: Unser Autor hat sich Amazons Echo Dot 3 mit Alexa bestellt und den intelligenten Lautsprecher ausprobiert. Er war überrascht.


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