Wasserlosen
Überwachung

Verdächtiger älterer Mann filmt Kinder: Aufregung, Anzeigen - und eine Überraschung

Ein älterer Mann sorgte für Aufsehen, weil er Grundschüler filmte. Bei der Polizei gingen mehrere Anzeigen ein. Doch der Rentner hatte seine Gründe.
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Ein verdächtiger älterer Herr löste Aufregung in den sozialen Netzen und mehrere Anrufe bei der Polizei aus. Er hatte Grundschüler gefilmt. Doch der Rentner hatte einen Auftrag. Symbolfoto: Matthias Beetz
Ein verdächtiger älterer Herr löste Aufregung in den sozialen Netzen und mehrere Anrufe bei der Polizei aus. Er hatte Grundschüler gefilmt. Doch der Rentner hatte einen Auftrag. Symbolfoto: Matthias Beetz
Was sich zu Beginn des gestrigen Mittwochnachmittags an der Grundschule in Wasserlosen zunächst als verdächtiges Annähern und Filmen von Kindern dargestellt hat und der Polizei in Schweinfurt eine Vielzahl von Anrufen einbrachte, entpuppte sich bei den anschließenden Ermittlungen als weit weniger kriminell als anfangs gedacht.


Gegen 14 Uhr gingen mehrere Anrufe bei der Polizei ein, wonach sich an der Bushaltestelle an der Grundschule ein verdächtiger älterer Mann herumgetrieben haben soll. Er sei aus einem schwarzen SUV ausgestiegen und habe die Kinder mit seinem Handy gefilmt.

Daraufhin konnte zunächst der Busfahrer ausfindig gemacht werden. Dieser bestätigte die Angaben. Der Unbekannte habe nicht nur an Grundschule ein derartig auffälliges Verhalten an den Tag gelegt, sondern sei dem Bus sogar nachgefahren und habe sich bei der nächsten Haltestelle in Greßthal ähnlich verdächtig verhalten.


Polizei leitet Einsatz ein - und bläst ihn wieder ab

Während die Polizei die bei derartigen Fällen üblichen taktischen Einsatzmaßnahmen ins Rollen brachte, musste kurze Zeit später der ganze Einsatz wieder abgeblasen werden: Die Mutter eines der Kinder meldete sich bei der Polizei und teilte mit, dass der Sachverhalt in den sozialen Medien und Netzwerken bereits für Aufruhr sorge und hohe Wellen schlage. Dadurch habe sie selbst auch Wind von der Sache bekommen. Nun konnte sie zur vollständigen Aufklärung beitragen.


Übereifrige Überwachungsmaßnahme

Ihr kleiner Sohn muss mit dem betreffenden Bus zum Kindergarten fahren. Weil sie sich wegen des reibungslosen Ablaufs Sorgen machte, wurde der Opa des Kindes in die Sache eingebunden. Er sollte hinterherfahren und sicherstellen, dass alles glatt geht. Im Übereifer hatte sich der "Spion" jedoch dazu hinreißen lassen, im Rahmen seiner Überwachungstätigkeit nicht nur "wörtliche", sondern auch "filmische" Beweise zu sichern. Dabei habe er sich über die möglichen Folgen seiner Handlungsweise keinerlei Gedanken gemacht.

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