Niederwerrn

Verabredung nimmt unerwartete Wendung - "Scherz" unter Arbeitskollegen löst Polizeieinsatz aus

In Unterfranken hat eine offenbar als Spaß gedachte Aktion eines 18-Jährigen zu einem Polizeieinsatz geführt. Der Mann hatte maskiert seinem 16-jährigen Arbeitskollegen aufgelauert und ihn mit einem Messer bedroht.
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Überfall entpuppt sich als "Spaß": Die Polizei prüft nun, ob dem  "Scherzbold" die Kosten für den Einsatz auferlegt werden. Symbolfoto: Andrey Burmakin / Adobe Stock
Überfall entpuppt sich als "Spaß": Die Polizei prüft nun, ob dem "Scherzbold" die Kosten für den Einsatz auferlegt werden. Symbolfoto: Andrey Burmakin / Adobe Stock

Nachdem ein 16-Jähriger sich über ein soziales Netzwerk mit einem Mädchen verabredet hatte, trat ihm am Treffpunkt ein vermummter Mann mit einem Messer entgegen und bedrohte ihn. Wie sich herausstellte, handelte es sich hierbei um den "Scherz" eines Arbeitskollegen. Die Schweinfurter Polizei prüft nun, ob der Mann die Einsatzkosten tragen muss.

Wie die Polizei mitteilte, wurde der 16-Jährige am Freitag (7. Februar 2020) über ein soziales Netzwerk von einem Mädchen kontaktiert, mit dem er sich in der Folge in der Schweinfurter Straße in Niederwerrn verabredete. Am vereinbarten Treffpunkt trat dem Jugendlichen um 19 Uhr plötzlich ein mit einer Skimaske vermummter Mann entgegen, der zudem ein Messer in der Hand hielt. Er bedrohte den 16-Jährigen verbal, woraufhin dieser in ein nahe gelegenes Lokal flüchtete.

Mehrere Streifen halten nach vermeintlichem Täter Ausschau

Anschließend verständigte er die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken. Mehrere Streifen der Schweinfurter Polizei begaben sich in der Folge an den mutmaßlichen Tatort und suchten nach dem vermeintlichen Bedroher. Nach kurzer Zeit konnte eine Streife den Mann entdecken und einer Kontrolle unterziehen.

Der 18-Jährige räumte umgehend ein, dass es sich bei der Aktion um einen "Scherz" gehandelt habe, mit dem er seinen Arbeitskollegen ärgern wollte. Er habe einen "Fake-Account" angelegt, den 16-Jährigen kontaktiert und das Treffen arrangiert.

Polizei prüft Kostenübernahme für Einsatz

Die Beamten der Polizeiinspektion Schweinfurt hatten für diesen "Spaß" gleichwohl keinerlei Verständnis. Es wird nun geprüft, ob dem 18-Jährigen die Kosten für den Einsatz auferlegt werden.

Die unterfränkische Polizei bittet dringend darum, bei "Scherzen" eine gewisse Sensibilität an den Tag zu legen und vor allem nicht mit Waffen in der Öffentlichkeit zu hantieren.

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