Schweinfurt
Verkehrsunfall

Unterfranken: Mehrere Verletzte nach mutmaßlichem Autorennen - Unbeteiligter schwer verletzt

Bei einem mutmaßlichen Autorennen in Schweinfurt sind mehrere Menschen verletzt worden. Ein Unbeteiligter Verkehrsteilnehmer erlitt schwere Verletzungen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bei einem mutmaßlichen Autorennen sind in Schweinfurt mehrere Personen verletzt worden. Ein Verkehrsteilnehmer erlitt schwere Verletzungen. Symbolbild: Frank Rumpenhorst/dpa
Bei einem mutmaßlichen Autorennen sind in Schweinfurt mehrere Personen verletzt worden. Ein Verkehrsteilnehmer erlitt schwere Verletzungen. Symbolbild: Frank Rumpenhorst/dpa

Nach Angaben der Polizei verursachte möglicherweise ein verbotenes Autorennen zwischen zwei BMW-Fahrern am Donnerstagnachmittag in der Niederwerrner Straße in Schweinfurt einen Verkehrsunfall. Dabei ist ein Mensch schwer verletzt worden. Es entstand erheblicher Blechschaden. Gegen den Unfallverursacher wird jetzt unter anderem wegen der Teilnahme an einem verbotenen Straßenrennen und einer Straßenverkehrsgefährdung ermittelt.

In diesem Zusammenhang sucht die Polizei jetzt nach einem weiteren BMW-Fahrer, der vermutlich mit einer dunkelfarbenen BMW-Limousine zur Tatzeit ebenfalls am Unfallort unterwegs gewesen sein soll.

Weitere Zeugen des Verkehrsunfalls, die sich bisher noch nicht bei der Polizei gemeldet haben, sollen sich bei der Polizei melden. Die Polizei weißt darauf hin, dass auch jeder noch so kleine Hinweis für die Beamten sehr hilfreich sein könnte.

Aktueller Kenntnisstand der Polizei

Bisher ist bekannt, dass gegen 14.45 Uhr der Gesuchte mit seiner - nach Polizeiangaben - größeren und eventuell "aufgemotzten" dunkelfarbenen BMW Limousine und dahinter der spätere Unfallverursacher, ein 28-Jähriger mit seinem weißen BMW X 5, die auf der Niederwerrner Straße in Richtung der Friedrich-Ebert-Straße gefahren sind.

Zeugenaussagen: "Wahnwitziges Tempo"

Laut mehreren übereinstimmenden Zeugenaussagen seien die beiden BMW dabei mit "extrem lauten Auspuff- und Motorgeräuschen" und einem "wahnwitzigen Tempo" unterwegs gewesen.

Auf Höhe des Linksabzweigs zur Friedrich-Ebert-Straße verlor der 28-Jährige dann die Kontrolle über seinen BMW X 5. Das Fahrzeug brach im Heckbereich aus, kam ins Schleudern und krachte mit voller Wucht in den Gegenverkehr. Dort stand als erstes Auto an der Lichtzeichenanlage bei "rot" ein 64-Jähriger mit seinem Audi A 4. Der Audi wurde durch die immense Aufprallwucht auf einen dahinter wartenden 68-Jährigen in seiner Mercedes-B-Klasse gedrückt.

Der BMW des Unfallverursachers schleuderte nach der ersten Karambolage mit dem Audi dann noch gegen einen VW Polo eines 48-Jährigen, welcher hinter der B-Klasse wartete.

Mehrere Verletzte bei dem Unfall in Schweinfurt

Der Unfallverursacher wurde zunächst mit Verdacht auf schwere Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Das relativierte sich jedoch in der Folgezeit und er trug leichte Verletzungen davon, so dass er das Krankenhaus wieder verlassen konnte.

Der Fahrer in dem Audi wurde eingeklemmt und musste mit schwerem Gerät von der Feuerwehr Schweinfurt, welche mit 13 Einsatzkräften an die Unfallstelle eilte, aus seinem Fahrzeug geschnitten werden. Er erlitt schwere Verletzungen und kam nach einer Erstbehandlung durch den Notarzt ebenfalls in ein Krankenhaus. Seine gleichaltrige Beifahrerin transportierte der Rettungsdienst leicht verletzt ebenfalls in eine Klinik ab.

Der Fahrer des Mercedes blieb unverletzt, seine Beifahrerin erlitt leichte Verletzungen und kam ebenfalls in ein Krankenhaus. Der Fahrer des Polo machte keine Verletzungen geltend.

Mehrere Einsatzkräfte in Schweinfurt vor Ort

Der Rettungsdienst war mit rund 15 Einsatzkräften am Unfallort anwesend.

Nach einer Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde der BMW des Unfallverursachers sichergestellt.

Am BMW und dem Audi entstand augenscheinlich wirtschaftlicher Totalschaden. Der BMW, der Audi und der Mercedes waren nicht mehr fahrbereit und mussten von Abschleppdiensten von der Unfallstelle weggebracht werden.

Nach ersten vorsichtigen Schätzungen beträgt der Gesamtschaden bei diesem Verkehrsunfall zwischen 40-, und 50.000 Euro.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.