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Schweinfurt fühlt sich im Pokal wie Schalke

Im DFB-Pokal am Freitag war der FC 05 noch Außenseiter. Jetzt mussten die "Schnüdel" gegen Aubstadt selbst liefern.
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Die Aubstädter Dominik Grader (Iinks) und Steffen Behr (rechts) trennen den Schweinfurter Nicolas Görtler vom Ball. A. Anders
Die Aubstädter Dominik Grader (Iinks) und Steffen Behr (rechts) trennen den Schweinfurter Nicolas Görtler vom Ball. A. Anders

TSV Aubstadt - FC 05 Schweinfurt 2:5 (1:2). Tore: 0:1, 0:2 Florian Trinks (8., Foulelfmeter; 17.), 1:2 Dominik Grader (42.), 1:3 Steffen Kleineheismann (52.), 2:3 Michael Kraus (54.), 2:4 Alexander Piller (73.), 2:5 Adam Jabiri (78.).

Letztlich zwar klar, aber lange Zeit sehr mühevoll setzte sich Regionalligist FC 05 Schweinfurt bei Bayernliga-Spitzenreiter TSV Aubstadt mit 5:2 (2:1) durch. Dem Toto-Pokal-Titelverteidiger reichte eine effiziente Leistung, um gegen die angriffslustigen Grabfelder in die dritte Runde einzuziehen.

"Wir haben es uns unnötig schwer gemacht", schob sich 05-Kapitän Steffen Kleineheismann die Schuld in die eigenen Schuhe. "Nach der 2:0-Führung hatten wir zu viele Ballverluste, der Gegner zu viele Standardsituationen. Heute sehen wir das eben wie Schalke am Freitag: Hauptsache weiter."

FC-05-Trainer Timo Wenzel legte den Schongang für einige seiner Spieler ein, doch was da in Aubstadt auf dem Platz stand, war keine Schweinfurter B-Elf. Und so bekam der Bayernligist gleich zu spüren: Gegen den Regionalligisten sollte man nicht viele Fehler machen. TSV-Keeper Christian Mack machte in den ersten 20 Minuten gleich zwei - und schon stand es 0:2. Erst kam er bei einer Fery-Flanke halbgar aus dem Tor, drehte sich ungeschickt in 05-Stürmer Nicolas Görtler und legte diesen elfmeterreif. Vom Punkt blieb Florian Trinks eiskalt. Dann spielte Mack den Gästen unnötig den Ball zu. Trinks passte auf, Nikola Jelisic ließ prallen und Trinks schob überlegt ins Eck.

Das hätte bei den hohen Abendtemperaturen der Entscheidung gleichkommen können - kam es aber nicht. Denn die Aubstädter mühten sich, hatten ihre Stärken im Passspiel nach vorn. Der Anschlusstreffer durch Dominik Grader war logisch: Zunächst erzwang Martin Thomann mit schönem Schuss eine Ecke, Philipp Kleinhenz servierte auf Graders Kopf - 1:2. Vier Minuten später verzog Markus Thomann aber knapp.

Klar, dass diese Wendung Wenzel nicht gefiel. Für Görtler kam Torjäger Adam Jabiri. Der hatte gleich die erste Chance: Allein vor Mack blieb Letzterer Sieger (51.). Den anschließenden Eckball verwertete Kleineheismann aber zum 1:3.

Doch wieder war das keine Entscheidung: Denn nach Markus Thomanns toller Vorarbeit über rechts drückte Michael Kraus den Ball nur noch über die Linie. Ums Haar sogar der Ausgleich: Martin Thomann zwang David Paulus zur Glanzparade. Aubstadt attackierte weit vor seinem Strafraum, spielte nach Balleroberung flink über die Außen. Nur: Die ganz großen Torchancen kamen nicht herum.

So wurden die Grabfelder wieder bestraft: Alexander Piller setzte den Ball humorlos von rechts ins linke Eck - Maßarbeit und 2:4. Diesmal war's die Entscheidung, weil Aubstadt die Kräfte schwanden und Schweinfurt sich gnadenlos effektiv zeigte. Spätestens mit Jabiris Freistoßtreffer war die Sache durch.

"Die Gegentore passen mir zwar nicht, aber phasenweise war es passabel", zog Wenzel ein halbwegs positives Fazit. Nun hätte er in Runde drei nichts gegen ein "Heimspiel gegen die Würzburger Kickers". Kleineheismann betonte zudem, dass der Pokal hohe Priorität genießt. Aubstadt: Mack - St. Schmidt, Kirsten, Grader, Feser - Behr - Markus Thomann (72. Grell), Kleinhenz, Kraus (82. Köhler), Martin Thomann - Ch. Schmidt.

Schweinfurt: Paulus - Weiß, Billick, Kleineheismann, Fritscher - Jelisic, Fery (75. Waigand) - Piller, Trinks, Maderer (80. Schorn) - Görtler (46. Jabiri).



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