Schweinfurt
Fußball Regionalliga

Pius Krätschmer: Allrounder mit Potenzial

Der Neuzugang des FC Schweinfurt 05 erwartet eine offensivstarke Aschaffenburger Viktoria.
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Aufwärmen für Aschaffenburg: Pius Krätschmer will mit dem FC 05 die Serie von zuletzt drei Regionalliga-Siegen in Folge fortsetzen.  Foto: Michael Bauer
Aufwärmen für Aschaffenburg: Pius Krätschmer will mit dem FC 05 die Serie von zuletzt drei Regionalliga-Siegen in Folge fortsetzen. Foto: Michael Bauer

FC 05 Schweinfurt - Viktoria Aschaffenburg (Samstag, 14 Uhr) Pius Krätschmer sagt, er habe einen guten Schuss. Sein Trainer Timo Wenzel wünscht sich von ihm, "das er noch öfter den Abschluss sucht". Nun, getroffen hat der Neuzugang des FC 05 Schweinfurt (2./16) bis dato einmal, per Elfmeter. Klingt also nach Luft nach oben. Und so möchte der 22-Jährige das am liebsten schon im Heimspiel gegen Viktoria Aschaffenburg (10./10) korrigieren.

Krätschmer und Wenzel kennen sich schon länger, der im Sommer aus Rosenheim gekommene Allrounder stammt aus dem Nachbarort im Raum Ulm. "Wir wollten ihn schon für letzte Saison holen", weiß der Trainer schon länger auch um die fußballerischen Qualitäten des schmächtigen Blondschopfs. Der wiederum weiß, dass es ihm "noch an Athletik fehlt". Fußballerisch sieht Krätschmer bei sich durchaus das Potenzial für die Dritte Liga. Auch, weil er variabel einsetzbar ist. In Rosenheim spielte er oft Innenverteidiger, in Schweinfurt wahlweise auf der Sechs oder Zehn.

Mitunter zu leichtsinnig

Als offensiver Spielgestalter sieht sich Krätschmer am liebsten. "Er hat uns in der Offensive verstärkt", bestärkt ihn Wenzel in dieser Annahme. "Pius ist ein sehr guter Kicker, der diese Saison noch einen Schritt nach vorn machen wird. Er ist nahe dran am kompletten Spieler. Nur zu leichtsinnig ist er manchmal." Krätschmer hat seine Stärken im Schuss aus der zweiten Reihe, kann Bälle präzise durch die Abwehrreihe stecken und hat ein Auge für Diagonalbälle. Und trotz seiner jungen Jahre kommt er auch mit Rückschlägen schon ganz gut klar. Nach der schwachen Leistung in Fürth folgte erst eine Denkpause, dann eine deutlich erkennbare Steigerung.

"Ich hätte nicht gedacht, dass wir in Schweinfurt so einen guten Teamspirit haben würden", freut sich der Mittelfeldspieler vor allem über eine intakte Mannschaft. Dass die Schweinfurter anders als letzte Saison weniger feine Auftritte dennoch siegreich abschließen, "hat genau damit zu tun. Wir machen das dann über die Mentalität." Nach dem 1:3 von Rain hat der FC 05 zuletzt in der Liga dreimal und im Pokal zweimal in Serie gewonnen.

Deswegen spricht Wenzel von großem Selbstvertrauen. Und lässt durchblicken, das auf seinem Zettel für die nächsten drei Partien drei Siege stehen. "Jetzt Aschaffenburg, dann in Garching und gegen Memmingen - das sind die Spiele, die du ziehen musst." Weil man sehr wohl die Tabelle - und nicht nur die eigenen Auftritte - im Blick habe, registriere, dass langsam aber sicher eine Lücke hinter dem Spitzentrio aufreißen kann. Zumal am Wochenende auch noch Nürnberg und Bayreuth gegeneinander spielen. Von den genannten drei Prüfungen scheint die gegen Aschaffenburg auf dem Papier die schwerste. Die Viktoria verfügt über eine starke Offensive mit den Flügelflitzern Björn Schnitzer und Clay Verkaj sowie den Stürmern Egson Gashi und Pasqual Verkamp, die zusammen neun der elf Treffer erzielt haben. Zuletzt blieb das Team vom Untermain zweimal ohne Gegentor in der Liga.

"Wir müssen höllisch auf Konter aufpassen", warnt Wenzel vor dem schnellen Spiel der Gäste, gleichwohl er Schwächen in deren Umschaltspiel ausgemacht hat. "Wir haben eine Siegesserie im Rücken, müssen Selbstbewusstsein auf den Platz bringen und einfach geduldig sein", erwartet er einen souveränen Auftritt seiner Mannschaft. In der nur die Langzeitverletzten Ronny Philp und Emir Bas sicher fehlen werden. Kleine Fragezeichen stehen noch hinter Adam Jabiri, Aaron Frimpong Manu (beide Knie) und Marco Fritscher (Adduktoren). Dass es am Samstagnachmittag um die 30 Grad Hitze geben soll, interessiert Wenzel übrigens wenig. Launig zitiert er Trainerkollege Felix Magath: "Müssen die Spieler eben schneller laufen, dann wird's kalt."

Im Pokal gegen Ingolstadt

Ausgelost wurden inzwischen die Achtelfinal-Begegnungen im Totopokal auf Verbandsebene. Da haben die Schweinfurter nach dem 5:3-Erfolg beim TSV Großbardorf in der nächsten Runde (3./4. September) Heimrecht, zu Gast im Willy-Sachs-Stadion ist nämlich Zweitliga-Absteiger FC Ingolstadt.Michael Bauer

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