Schweinfurt
Fußball Regionalliga

In Schweinfurt ist positives Denken gefordert

Trainerteam und Mannschaft des FC 05 wollen gegen den SV Schalding-Heining die Lehren aus dem Illertissen-Spiel umsetzen.
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FC 05 Schweinfurt - Schalding-Heining (Freitag, 19 Uhr) Was ist los mit dem FC 05? Eine Frage, die seit dem 2:2-Unentschieden beim FV Illertissen die Fans und auch Trainer Timo Wenzel nicht mehr richtig losließ. Und so setzte der 40-Jährige vor dem Heimspiel gegen den SV Schalding-Heining vor allem auf Einzelgespräche, um herauszufinden, was seine Elf - vor allem während der letzten 20 Minuten im Illertal - hemmte. "Die Spieler haben mir gesagt, dass es zu Hause ganz anders ist als auswärts. Sie haben zu Hause das Gefühl, dass sie jeden Gegner schlagen können und dass es bei Auswärtsspielen eine Blockade gibt. Es ist sehr schwer, sich da hinein zu versetzen. Meiner Meinung nach ist das ein Problem, das wir lösen müssen", erklärte Wenzel gleich zu Beginn der Pressekonferenz vor dem Heimspiel des Dritten (32 Punkte) gegen den Passauer Stadtteil-Verein. Ein Aufatmen, weil die Mannschaft ja schon beim SVS zu Gast war, scheint angesichts der momentanen Situation ein wenig zu kurz gegriffen zu sein. Schließlich hatte nach dem Spiel am vergangenen Samstag die Kritik von Steffen Krautschneider an einigen seiner Teamkollegen für Aufsehen gesorgt. "Ich habe mit ihm geredet. Da hat er beteuert, dass es nicht so gemeint war und irgendwie auch doof rüberkam. Steffen ist ein ganz selbstkritischer Mensch.

Vielleicht hätte man es auch anders formulieren müssen. Aber: Wenn die Spieler ein Problem untereinander haben, dann können sie das auch klären. Sie sind erwachsene Menschen." Ein Problem innerhalb der Mannschaft sieht der frühere Stuttgarter indes nicht. "Jeder einzelne Spieler will natürlich spielen. Sie verstehen sich gut. Es geht auch um die Plätze im Team, da muss man professionell denken. Das muss der eine oder andere auch noch reinbekommen." Sein Team müsse auch in solchen Situationen wie der derzeitigen jederzeit positiv gestimmt bleiben. "Wenn wir dann mal ein Gegentor bekommen, dann muss die Brust raus, der Kopf nach oben - und die Spieler müssen sich sagen, dass der Ball drin war, sie nun aber keins mehr bekommen."

Mit den Resultaten der vergangenen zwei Spiele sind Wenzel und Co. natürlich nicht zufrieden. "Wir dürfen die negativen Sachen aber nicht so nah an uns ranlassen. Da sitzen das Trainerteam und die Mannschaft in einem Boot", so der Cheftrainer weiter, für den gegen den Tabellen-Siebten (26 Punkte) nur ein Sieg zählt. Doch bis dahin wird's für die Schweinfurter mit Sicherheit kein Spaziergang. Schließlich ist die Abwehr der Niederbayern (erst 21 Gegentreffer) nicht leicht zu knacken, "und die Mannschaft wartet im 5-4-1-System eigentlich nur auf Konter", erläutert der FC-Coach. Wie schon so oft in dieser Saison werden seine Mannen das Spiel machen müssen. "Wir dürfen auf gar keinen Fall blauäugig sein. Wir müssen Geduld haben - und auch, wenn die Fans mal pfeifen, müssen wir die Räume suchen und bespielen."

Ein großer Vorteil für Wenzel ist, dass außer Vincent Waigand (Kreuzbandriss) und Philip Messingschlager (Gelbsperre) voraussichtlich alle Mann an Bord sind. "So bleibt die Spannung natürlich hoch. Ich weiß aber wirklich noch nicht, wann ich den Kader bekannt gebe. In dieser Jahreszeit kann es ja immer sein, dass ein Spieler noch über Nacht krank wird."Dominik Großpietsch

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