Schweinfurt
Fußball

FC 05 vor einem Mentalitätsspiel

Der FC 05 Schweinfurt steckt in der Krise. Siege in Aschaffenburg und danach in München könnten die etwas abmildern.
Artikel drucken Artikel einbetten
Unmissverständliche Geste: FC-05-Trainer und Geburtstagskind Timo Wenzel fordert in Aschaffenburg drei Punkte. Archivfoto: Marion Wetterich
Unmissverständliche Geste: FC-05-Trainer und Geburtstagskind Timo Wenzel fordert in Aschaffenburg drei Punkte. Archivfoto: Marion Wetterich

Freitagmittag, 13 Uhr, Pressekonferenz beim FC 05 Schweinfurt: Trainer Timo Wenzel hat Geburtstag und Wünsche frei. "Gesundheit, Zufriedenheit, dass Familie und Freunde gesund bleiben." Und Punkte? "Die wünsche ich mir von der Mannschaft." Zum 41. also einen Sieg bei Viktoria Aschaffenburg, eine knapp Woche später möglichst einen beim FC Bayern München II - und die Krise wäre fürs Erste aus der Welt.

Da hat sich Wenzel für seine Wunschliste aber zwei knifflige Aufgaben auserkoren. Aschaffenburg gilt als aggressive, kampfstarke Mannschaft mit starken Individualisten wie Mittelfeldakteur Björn Schnitzer, der nicht nur sechs eigene Treffer erzielt hat, sondern noch weitere sechs vorbereitete.

Trotzdem: Der FC 05 muss gewinnen, um Kapital schlagen zu können aus möglichen Patzern der Konkurrenz. Eichstätt dürfte es in Schalding-Heining nämlich ebenso schwer haben, wie Burghausen in Bayreuth, Memmingen in Buchbach und München in Illertissen.

"Das wird ein Mentalitätsspiel", orakelt Wenzel angesichts dieser Konstellation und der Bissigkeit der Aschaffenburger. "Das ist eine Mannschaft, die alles reinhauen wird, um uns in deren letzten Heimspiel vor der Winterpause ein Bein zu stellen. Da müssen wir von der ersten Minute dagegenhalten und endlich unsere spielerischen Möglichkeiten über die vollen 90 Minuten zeigen."

Eine auf die Mentalitätsprüfung abzielende Aufstellung wird es aber nicht geben. Wenzel: "Ich habe von dieser Sorte nicht ausreichend Spieler. Aber ich habe Spieler, die das eine gut, das andere weniger gut können. Es wird also eher eine Aufstellung, in der möglichst viele Tugenden ausgeglichen zum Tragen kommen. Vor allem Kampf und Spielintelligenz."

Alle Spieler sind einsatzbereit. Allerdings will Zehn-Tore-Mann Adam Jabiri nach dem Abschlusstraining erst signalisieren, ob's bei ihm. Wenn nicht, würde Stefan Maderer einspringen als Sturmspitze, gleichwohl ihn am Anfang der Woche ein grippaler Infekt zu einer Trainingspause zwang. Möglich sei aber auch eine Doppelspitze. Auf der Außenbahn könnte der zuletzt erkrankte Dominik Weiß zurückkehren.

Mit einem Erfolg könnten die Schweinfurter das bisher triste Bild der Rückrunden-Tabelle etwas richten. Drei Unentschieden und eine Niederlage bedeuten Platz 14 - gefolgt von der Aschaffenburger Viktoria, die als 15. noch einen Punkt weniger geholt hat. Beide Teams finden sich in der zweiten Halbserie jedoch in bester Gesellschaft: Der FC Bayern II ist gar nur 16. Der FC 05 wird am Samstag in Trauerflor spielen, um dem vor einer Woche verstorbenen früheren U-19-Betreuer Günter Kürschner zu gedenken.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren