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FC 05 Schweinfurt hat Nachfolger für Timo Wenzel gefunden

Die Sieglos-Serie der Schweinfurter und die dadurch immer mehr schwindende Aussicht auf das Saisonziel Staffelsieg hat Folgen für Trainer Timo Wenzel. Sein Nachfolger steht aber schon fest.
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Timo Wenzel ist nicht mehr Trainer des FC 05 Schweinfurt. Der Neue heißt Tobias Strobl. Foto: Jessica Oldenburger
Timo Wenzel ist nicht mehr Trainer des FC 05 Schweinfurt. Der Neue heißt Tobias Strobl. Foto: Jessica Oldenburger

Es hat wohl so kommen müssen nach der Erfolglos-Serie im Oktober, trotz flammender Appelle an den Charakter der Mannschaft: Die Verantwortlichen des FC 05 Schweinfurt haben Cheftrainer Timo Wenzel freigestellt und gleich seinen Nachfolger Tobias Strobl präsentiert. Dahinter steckt eine Idee, die das Saisonziel Staffelsieg retten soll.

Björn Schlicke, Sportlicher Leiter der Schnüdel, erklärt in einer Pressemitteilung des Vereins vom Dienstagvormittag die Beweggründe für die Trennung: "Ein wichtiger Grund war die Entwicklung in den letzten Wochen, speziell im vergangenen Monat. Die Leistungen haben uns gezeigt, dass wir uns nicht so entwickelt haben, wie wir es uns gewünscht haben. Deswegen waren wir uns einig, dass Handlungsbedarf besteht."

In der Tat hatte die Schweinfurter Leistungskurve speziell im Oktober eine seltsame Delle bekommen. Noch Ende September, nach einem 3:0-Sieg beim FV Illertissen am 13. Spieltag, stand der FC 05 mit 31 Punkten auf Tabellenplatz 1, drei Punkte vor dem ambitionierten Aufsteiger Türkgücü München.

Dann folgte ein desaströser Oktober mit einer 0:2-Heimpleite gegen Nürnberg II, einem 1:3 beim Überraschungsteam aus Bayreuth und einer knappen 2:3-Niederlage bei VfB in Eichstätt. Das 1:1 zwischendurch gegen Türkgücü im heimischen Willi-Sachs-Stadion klingt achtbar, half aber mehr dem damals schon neuen Tabellenführer, die Schnüdel auf Distanz zu halten.

Betrug der Abstand zu der Zeit drei Punkte, sind es inzwischen acht. Im Derby beim zweiten Regionalliga-Aufsteiger TSV Aubstadt kämpfte sich Timo Wenzels Team zwar nach einem 0:2 zurück; letztlich bedeutete der Endstand von 2:2 aber zwei verlorene Zähler mehr auf Türkgücü. Schweinfurt belegt nur noch Platz 3, hinter Bayreuth. "Mit dem Aufstieg möchte ich mich, Stand jetzt, nicht beschäftigen", sagte Timo Wenzel nach dem Aubstadt-Spiel.

Saisonziel noch nicht aufgegeben

Das sehen die Vereinsverantwortlichen wohl anders. "Wir wollen die Mannschaft mit der Veränderung auf der Trainerposition für den weiteren Verlauf der Saison sensibilisieren. Zudem ist es uns als Verein nach wie vor wichtig, trotz der Einschläge der letzten Wochen in der Regionalliga nicht aufzugeben."

Die Trainingseinheit am Dienstagvormittag übernahm Co-Trainer Jan Gernlein; am Nachmittag wurde der "Neue", Tobias Strobl, bekanntgegeben. Der 32-jährige leitete schon die Nachmittagseinheit. Der gebürtige Ingolstädter begann seine Trainerkarriere 2012 beim FC Pipinsried; in der Regionalliga Bayern sammelte er Erfahrungen als Coach beim TSV 1860 Rosenheim und Ingolstadt II.

Laut einer Pressemitteilung wollten die 05-Verantwortlichen einen Trainer, der die Regionalliga Bayern kennt. "Er hat zwei Mannschaften in der Liga trainiert und war als Spieler der Regionalliga Bayern bekannt. Er kennt auch einige Spieler in unserem Verein, die ein sehr positives Bild von ihm haben", teilt Björn Schlicke mit. "Strobl steht in meinen Augen für attraktiven, leidenschaftlichen und spielfreudigen Fußball." Zudem freue man sich, dass der 32-Jährige sofort einspringen könne. "Ich glaube, für die Liga haben wir damit einen Experten verpflichtet, der gut in unser Team passt. Er ist noch sehr jung, bringt aber viel Erfahrung mit".

Tobias Strobl freut sich auf die neue Herausforderung: "Ich sehe hier ein Riesenpotenzial in der Mannschaft und im Umfeld. Ich kenne den Verein aus der Liga schon sehr gut. Ich sehe viele Parallelen zwischen meiner Arbeit und dem Verein. Ich bin ein emotionaler Trainer. Ich glaube, das ist im Fußball enorm wichtig, dass man diese Emotionalität den Spielern vorlebt." Kurzfristig wolle er die Mannschaft in die Erfolgsspur zurückbringen, den Spielern Leidenschaft und Bereitschaft wieder mit auf den Weg geben.

Der FC 05 solle langfristig in der Spitzengruppe der Regionalliga mitspielen.

Unterschrieben hat Strobl für eineinhalb Jahre. Den Acht-Punkte-Rückstand auf Türkgücü aufzuholen, dürfte indes schwierig werden. Zumal die Münchner sich keine solche Ausrutscher leisten wie der FC 05, sondern stabil punkten."

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