Schweinfurt
Fußball Regionalliga

Der FC 05 will nachlegen

Für Trainer Timo Wenzel zählt zu Hause gegen Eichstätt nur ein Sieg.
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Wieder fit: Adam Jabiri (links), hier im Zweikampf mit dem Würzburger Dennis Mast, hat nach seinem Kurzeinsatz gegen Burghausen voll trainiert und ist beschwerdefrei.  foto2press/Frank Scheuring
Wieder fit: Adam Jabiri (links), hier im Zweikampf mit dem Würzburger Dennis Mast, hat nach seinem Kurzeinsatz gegen Burghausen voll trainiert und ist beschwerdefrei. foto2press/Frank Scheuring

FC 05 Schweinfurt - VfB Eichstätt (Samstag, 14 Uhr, Willy-Sachs-Stadion)

Nach dem Spitzenspiel ist vor dem Spitzenspiel - zumindest beim FC 05 Schweinfurt. Um den 2:0-Erfolg gegen Burghausen zu untermauern, wollen die Schweinfurter nachlegen und weiter vorne dran zu bleiben. Mancherorts ist in solchen Situationen der Druck schier spürbar, wenn das Heimteam wie in diesem Fall als Dritter auf den punktgleichen Vierten trifft. Und beim FC 05? Da sitzt der Trainer ganz entspannt im VIP-Zelt auf dem Stadion-Vorplatz. "Bei uns ist mittlerweile wieder Ruhe eingekehrt, was wirklich gut tut. In Burghausen haben wir 60 Minuten stark gespielt. Natürlich war eine Portion Glück dabei, aber in den letzten Wochen hatten wir auch genug Pech." Und Unruhe im Umfeld, die nach den Querelen rund um das Pokalderby gegen die Würzburger Kickers im Rücktritt von Sportleiter Gerd Klaus gipfelte.

"Das hat die Mannschaft beschäftigt. Da sind wir noch nicht Profi genug, dass sowas ins eine Ohr reingeht und zum anderen wieder raus", meint Wenzel, dessen Mannschaft unter der Woche konzentriert und fokussiert gearbeitet hat. Wichtig, da der VfB Eichstätt ja gemeinhin als richtig unbequemer Gegner bekannt ist. "Wir haben den VfB gegen Memmingen beobachtet. Die Mannschaft hatte zwei Chancen, macht zwei Tore und gewinnt letztendlich mit 2:0. Da müssen wir aufpassen. Das ist einfach auch ein Heimspiel gegen einen Mitkonkurrenten - wahrscheinlich das, was meine Truppe braucht. Trotzdem sollte man diese Anspannung in jedem Spiel haben, es geht ja auch immer um was."

In diesem Spiel geht's um drei Punkte, die deutlich mehr sind als ein bisschen Zierde für die Habenseite des Tableaus. Gewinnen die Schweinfurter, können sie das darauffolgende spielfreie Wochenende in vollen Zügen genießen, ehe es dann in den Endspurt Richtung Winterpause geht. "Die Jungs haben die Chance, weiter ungeschlagen zu bleiben. Wir sind nach 13 Spielen in der Liga noch immer unbesiegt, das ist etwas ganz Besonders. Etwas, das auch ich in meiner Karriere noch nicht erlebt habe", erzählt der frühere Stuttgarter, der im Trikot der Schwaben sogar ein Tor in der Champions League erzielte.

Wie der ehemalige Verteidiger seine Elf auf den Platz schicken wird, ist indes noch nicht klar. Ob gegen die Oberbayern zwei Stürmer auflaufen - oder es eine Spitze richten soll, ließ Wenzel offen. "Adam Jabiri ist wieder fit und schmerzfrei. Wie man am besten auftritt, müssen wir uns noch überlegen. Der VfB macht im 5-4-1-System oft das Zentrum zu, da müssen wir die Lücken zwischen Mittelfeld und der Viererkette finden."

Zudem soll's über Außen gehen - aber nicht zu sehr an die Substanz. "Vier oder fünf Vorstöße pro Halbzeit reichen aus, wenn sie denn richtig gut sind. Die müssen dann einfach sitzen", so Wenzel, der im Vergleich zum Burghausen-Spiel "ein bis zwei Änderungen" vornehmen will. "In jeder Hinsicht wird es wichtig sein, dass wir das erste Kopfballduell und den ersten Zweikampf gewinnen und die erste Chance haben, denn dann sind wir richtig drin." Dominik Großpietsch

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