Schweinfurt
Regionalliga Bayern

Der FC 05 strahlt Ruhe und Zuversicht aus

Trotz der Niederlage in Buchbach ist der FC 05 Schweinfurt Spitzenreiter der Regionalliga Bayern geblieben. Was das mit dem neuen Gefühl im Verein zu tun hat.
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Auch vor dem gegnerischen Tor gefährlich: Aaron Frimpong Manu (grünes Trikot), der hier im Toto-Pokalspiel die Lohrer Fabian Lurz (links) und Julian Genheimer (rechts) in die Bredouille bringt.  Foto: Yvonne Vogeltanz
Auch vor dem gegnerischen Tor gefährlich: Aaron Frimpong Manu (grünes Trikot), der hier im Toto-Pokalspiel die Lohrer Fabian Lurz (links) und Julian Genheimer (rechts) in die Bredouille bringt. Foto: Yvonne Vogeltanz

FC Schweinfurt 05 - FC Augsburg II (Samstag, 14 Uhr) War da was? Wirkliche Spuren hat das ärgerliche 2:3 gegen Favoriten-Schreck Buchbach beim Tabellenführer aus Schweinfurt nicht hinterlassen - nicht auf den ersten Blick. Denn: Trainer Timo Wenzel hat die Fehler vor dem Heimspiel am Samstag gegen den FC Augsburg II mit der Mannschaft aufgearbeitet.

Aufgearbeitet? Wenzel geht noch einen Schritt weiter, als er bei der Pressekonferenz auf der Tribüne des Willy-Sachs-Stadions sitzt. "Wir haben die Gegentore zerpflückt und die Mannschaft gefragt, wie man in solchen Situationen besser verteidigen kann. Die Ansätze der Jungs waren gut, wir sind jetzt einen Schritt weiter."

Dennoch: Die Art und Weise, wie zwei der drei Gegentreffer in Oberbayern fielen, wurmt den früheren Verteidiger noch Tage danach. "Manchmal ist es nur die Kommunikation, die nicht passt. Wenn ich meinem Mitspieler ein klares Kommando gebe, kann der Gegner in vielen Situationen keine Flanke schlagen, den Ball nicht vor das Tor spielen. Wichtig war, zu sehen, wo die Fehler entstanden sind."

Der Regionalliga-Primus hat sich auch überregional ins Rampenlicht gespielt. So keimte unter der Woche das Gerücht auf, der frühere Kaiserslauterer Wenzel könne beim traditionsreichen Drittligisten Nachfolger von Trainer Sascha Hildmann werden, von dem sich der Klub am Montag getrennt hatte. "Es ehrt mich, dass mein Name gefallen ist. Aber die Frage eines Wechsels stellt sich nicht. Ich bin in Schweinfurt - und glücklich. Wir arbeiten sehr gut zusammen. Ich möchte meinen Vertrag erfüllen", erklärte der 41-Jährige dieser Redaktion, noch bevor der frühere Nürnberger Boris Schommers als neuer Lautern-Coach präsentiert wurde.

So kam gar keine Unruhe auf, die die Vorbereitung auf das Augsburg-Spiel hätte stören können.

Mit dem kommenden Gegner haben sich Wenzel und Co. intensiv beschäftigt. "Wir wissen, dass diese Mannschaft vor allem von drei, vier Spielern lebt, die wir in den Griff bekommen müssen. Ob es Unterstützung aus dem Bundesliga-Kader gibt, wissen wir noch nicht, weil die Erste auch am Samstag spielt", erklärt der Trainer, der besonders vor dem aus Israel gekommenen Josef Ganda und dem Deutsch-Amerikaner Maurice Malone warnt, der zum Bundesliga-Auftakt gegen Dortmund (1:5) im Augsburger Erstliga-Aufgebot stand. Weil die zweite Garde der Schwaben aber nicht fürs Mauern bekannt ist, gibt sich Wenzel zuversichtlich, "dass wir das packen können".

Zuversicht strahlt auch Aaron Frimpong Manu aus. Der 19-Jährige, vom 1. FC Nürnberg II gekommen, überzeugte in Liga und Pokal zumeist als Torschütze, obwohl er Innenverteidiger ist. Die Flexibilität des 1,94-Meter-Hünen macht ihn für die Nullfünfer so wichtig.

"Egal, ob als Verteidiger, zentraler Mittelfeldmann oder Zehner - Aaron kann das alles spielen. Zudem hat er einen guten Torriecher, das zeichnet ihn aus", erklärt sein Coach, der noch viel Potenzial bei Frimpong Manu sieht. "Er absolviert Extraschichten und will sich verbessern, das gefällt mir gut."

Wie Frimpong Manu am Samstagnachmittag dem Team, das ohne Lamar Yarbrough (Syndesmosebandriss), Ronny Philp (Schulter), Lukas Ramser (Knieverletzung) und Emir Bas (im Aufbautraining) auskommen muss, helfen soll, ließ Wenzel offen. "Das ist schwer. Wir haben auf seinen Positionen viele gute Spieler", so Wenzel. Ein Umstand, mit dem sich der frühere Nürnberger angefreundet hat. "Ich kann den Trainer ja offensiv - wie in Buchbach - als Torschütze und defensiv als Tor-Verhinderer überzeugen", erklärt der Vielseitige mit einem Lächeln. "Meist ist aber das Defensive wichtiger. Wenn man kein Gegentor bekommt, kann man schon mal nicht verlieren."

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