Bad Neustadt an der Saale

Der HSC empfängt angeschlagenen ESV Lok Pirna

Der HSC Bad Neustadt darf sich gegen die Ostsachsen kein Mitleid erlauben. Die Unterfranken sind weiter auf der Suche nach mehr Konstanz.
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Unbefriedigend verläuft die Saison bisher für den HSC Bad Neustadt (9./8:6). Noch unbefriedigender ist sie allerdings für eines der Urgesteine der Liga, dem ESV Lok Pirna (15./2:14). Während die Kurstädter immerhin ein positives Punkteverhältnis aufweisen und vier ihrer bislang sieben Begegnungen gewonnen haben, reichte es bei den Spielern aus der Sächsischen Schweiz nur zu zwei kümmerlichen Unentschieden. Und die Lage könnte aus Sicht der Ostsachsen noch prekärer werden, ist der Samstags-Auftritt (Anwurf: 19.30 Uhr) auf dem Schulberg doch eines von vier anstehenden Gastspielen in Serie.

Mitleid gegenüber dem alten Konkurrenten, mit dem man sich schon so viele spannende Duelle geliefert hat, ist bei den HSClern nicht angesagt.
"Wir müssen uns weiter nach oben kämpfen", so die Aussage von Coach Margots Valkovskis, "außerdem gilt es sich für die Niederlage in Dessau zu rehabilitieren". Die Videoanalyse während der Woche rief noch einmal schreckliche Erkenntnisse hervor. "Ich kann mich nicht erinnern, dass wir uns schon einmal so viele Fehlwürfe, die nur selten unter Bedrängnis abgefeuert wurden, in sechzig Minuten geleistet haben."

Derartige Versäumnisse darf man sich gegen Pirna nicht leisten, denn deren Spieler wissen, was die Stunde geschlagen hat. "Das Spiel gegen Pirna wird nicht leichter als das gegen Dessau", ist sich Valkovskis sicher, "der Gegner verfügt über starke Individualisten, hat aber noch nicht zu einer Mannschaft zusammengefunden, die den Ball zügig und kontrolliert Richtung gegnerisches Tor bringt". Das hat aus Sicht der Lok-Verantwortlichen um Manager Uwe Heller im Rückblick auf den Saisonverlauf mehrere Gründe: Es fehlen ständig irgendwelche Leistungsträger wegen Verletzung, aktuell fällt der in der Bürgermeister-Goebels-Halle bestens bekannte Dusan Milicevic wegen eines Muskelfaserrisses aus. Lange verletzt war auch Abwehrchef Torsten "Toto" Schneider, der zwar die letzten beiden Begegnungen bestritten hat, aber immer noch nicht in Hochform ist. Gleiches gilt für den routinierten Spielmacher Jiri Boucek, der noch den gewohnten Tritt sucht. "Aber das kann sich jederzeit ändern", befürchtet Valkovskis, "mit Vladen Kovanovic und dem Ex-Dessau-Roßlauer Martin Danowski besitzt der Gegner torgefährliche Schützen".

Immerhin haben sich beim HSC die personellen Sorgen weitgehend erledigt, "lediglich Michal Panfil hat noch Trainingsrückstand, wird aber einsatzfähig sein", lautet die Mitteilung des Trainers.

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