Werneck
Suizid

Selbstmord nach Polizeikontrolle auf A70: Mysteriöser Fall gibt Kripo Rätsel auf

Bei einer Polizeikontrolle auf der A70 nahe Schweinfurt hat sich ein Mann erschossen. Polizei und Notarzt konnten nichts mehr für den 43-Jährigen tun. Zwei Tage danach rätseln die Ermittler noch immer über die Hintergründe.
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Bei einer Polizeikontrolle auf der A70 hat sich am Mittwochabend eine Autofahrer erschossen, bevor die Polizeibeamten eingreifen konnten. Symbolbild: Jörn Pollex / dpa
Bei einer Polizeikontrolle auf der A70 hat sich am Mittwochabend eine Autofahrer erschossen, bevor die Polizeibeamten eingreifen konnten. Symbolbild: Jörn Pollex / dpa

Autofahrer erschießt sich bei Polizeikontrolle auf A70 bei Werneck. Ermittler tappen nach wie vor im Dunkeln: Zwei Tage, nachdem sich ein Autofahrer bei einer Polizeikontrolle auf der A70 bei Werneck (Kreis Schweinfurt) erschossen hat, rätseln die Ermittler laut Deutscher Presse-Agentur weiterhin über die Hintergründe.

A70: Autofahrer erschießt sich bei Polizeikontrolle - Kripo rätselt weiter

"Wir ermitteln in dem Fall mit Hochdruck, es gibt aber noch keinen Zusammenhang mit einer konkreten zurückliegenden oder geplanten Tat", sagte ein Polizeisprecher am Freitag (29. November 2019).

Der 43-Jährige hatte sich bei einer Kontrolle der Polizei auf der Autobahn 70 nahe Schweinfurt erschossen. Auf das Stoppsignal der Beamten hin hatte er den Wagen angehalten. Als die Polizisten an das Fahrzeug traten, fanden sie den Mann leblos auf dem Fahrersitz - mit einer geladenen Pistole in der Hand.

Eine Fahndungsstreife der Verkehrspolizei Schweinfurt-Werneck hat am späten Mittwochabend (27. November 2019) auf der A70 bei Werneck (Kreis Schweinfurt) ein Auto aus dem Verkehr gezogen, das wegen Unterschlagung gesucht worden war.

Unmittelbar nach dem Anhalten fügte sich der Mann am Steuer eine Schussverletzung zu, wie die Polizei Unterfranken mitteilt. Der sofort alarmierte Notarzt habe nur noch den Tod des Mannes feststellen, heißt es im Polizeibericht.

Bei Polizeikontrolle an der A70: 43-Jähriger richtet Waffe gegen sich selbst

Gegen 22.30 Uhr geriet der Wagen ins Visier der Streifenbesatzung. Die Beamten signalisierten dem Fahrer, anzuhalten woraufhin er das Auto noch ohne Auffälligkeiten zum Stehen brachte. Als die Polizisten an das Fahrzeug herantraten, saß der 43-jährige Fahrer bereits regungslos am Steuer des verschlossenen Autos.

Er hielt eine Schusswaffe in seiner Hand, mit der er sich offenbar kurz zuvor die tödliche Schussverletzung zugefügt hatte. Die Streifenbesatzung schlug eine Seitenscheibe ein und sicherte die noch geladene Waffe. Der Fahrer zeigte hierbei keine Reaktion. Die Beamten forderten unverzüglich den Rettungsdienst und einen Notarzt an. Allerdings kam für den Mann jede Hilfe zu spät. Er war offenbar sofort tot.

Aufbruchswerkzeuge und Sturmhauben gefunden

Die Ermittlungen in Zusammenhang mit der Selbsttötung übernahm noch am Abend die Kriminalpolizei Schweinfurt. Was den Mann zu seinem Handeln bewegt hat, ist derzeit noch unklar. Die geladene Pistole, die der Verstorbene in seiner Hand hielt, wurde sichergestellt. Darüber hinaus entdeckten die Beamten in dem Auto verschiedene Aufbruchswerkzeuge und Sturmhauben, die ebenfalls sichergestellt wurden. An dem unterschlagenen Pkw waren zudem entwendete Kennzeichen angebracht.

Das Fahrzeug wurde abgeschleppt und zur Polizeidienststelle gebracht. Ob es einen Zusammenhang zu vorangegangenen Einbruchs- oder Eigentumsdelikten gibt, ist noch Gegenstand der andauernden Ermittlungen.

Hinweis der Redaktion: Wir berichten für gewöhnlich nicht über Selbstmorde. Eine Ausnahme bilden Fälle von großem öffentlichen Interesse. Bei der Telefonseelsorge erreichen Sie unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 Hilfe in schwierigen, möglicherweise ausweglos erscheinenden Situationen. Unter www.frnd.de ("Freunde fürs Leben") finden Sie zudem weitere Informationen und Hilfsangebote.

 

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