Schweinfurt
Prozess

Schweinfurt: Bordellbesitzerin gefesselt und mit dem Tod bedroht

Zwei Männer müssen sich seit Juni vor dem Schweinfurter Landgericht verantworten, weil sie eine Bordellbesitzerin gefesselt, mit dem Tod bedroht und um 59.000 Euro erpresst haben.
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Zwei Männer müssen sich wegen erpresserischen Menschenraubs vor dem Schweinfurter Landgericht verantworten. Ein Urteil wird am 6. August erwartet. Symbolbild: Barbara Herbst
Zwei Männer müssen sich wegen erpresserischen Menschenraubs vor dem Schweinfurter Landgericht verantworten. Ein Urteil wird am 6. August erwartet. Symbolbild: Barbara Herbst
Eine Bordellbesitzerin aus Franken ist von mehreren Männern in ihrer Wohnung gefesselt, mit dem Tod bedroht und um 59.000 Euro erpresst worden. Zwei der Männer müssen sich seit Juni vor dem Landgericht in Schweinfurt verantworten. Ihnen wird unter anderem erpresserischer Menschenraub vorgeworfen.


Tat im Sommer 2011 in Auftrag gegeben

Einer von ihnen soll die Tat im Sommer 2011 in Auftrag gegeben haben, der zweite soll der Handlanger des Wortführers gewesen sein, der bereits zu acht Jahren Haft verurteilt wurde.
Am Mittwoch nun kamen Verteidigung und Staatsanwaltschaft mit ihren Plädoyers zu Wort.


Anwälte plädieren auf Freispruch

Während die Staatsanwaltschaft für beide Männer neuneinhalb Jahre Haft forderte, plädierten die Anwälte der Männer auf Freispruch. Es gebe zu viele Konjunktive in dem Indizienprozess. Gegen die Männer spricht derzeit nur die Aussage des Opfers.

Die Täter sollen ihr eine Injektionsspritze an den Hals gehalten und sie mit dem Tod gedroht haben, weil die Russenmafia das in Auftrag gegeben habe. Mit 100.000 Euro könne sie sich aber freikaufen. Wegen eines Hausverkaufs hatte die damals 40 Jahre alte Bordellbesitzerin 56.000 Euro in der Wohnung, weitere 3000 Euro brachten ihr Prostituierte. Zudem war eine spätere Zahlung von 40.000 Euro vereinbart worden.


Urteil am Montag

Bei der fingierten Übergabe konnte damals der Wortführer der Bande festgenommen werden. Das Urteil gegen dessen Handlanger und den mutmaßlichen Auftraggeber soll am Montag kommender Woche (14.00 Uhr) verkündet werden.
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