Schweinfurt
Prozess

Franken: Versuchter Mord in Flüchtlingsunterkunft - schwerer Vorwurf gegen Bewohner

Die Staatsanwaltschaft in Schweinfurt wirft einem Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft versuchten Mord vor. Laut Anklage wollte der Mann einen Mitbewohner mit einem Messer umbringen. Auslöser des Streits soll eine Flasche Wodka gewesen sein.
Artikel drucken Artikel einbetten
Messer-Angriff in Schweinfurter Flüchtlingsunterkunft? In Schweinfurt beginnt am Donnerstag, 2. Mai 2019, ein Prozess wegen versuchten Mords. Symbolfoto: Daniel Bockwoldt/dpa
Messer-Angriff in Schweinfurter Flüchtlingsunterkunft? In Schweinfurt beginnt am Donnerstag, 2. Mai 2019, ein Prozess wegen versuchten Mords. Symbolfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

Er hat nichts vom Wodka eines Mitbewohners abbekommen und soll deshalb versucht haben, diesen mit einem Messer umzubringen: Vor dem Landgericht Schweinfurt muss sich seit Donnerstag ein 1990 geborener Mann verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor sowie Körperverletzung und räuberische Erpressung. Beim Prozessauftakt kamen zunächst Zeugen und der Angeklagte zu Wort.

Anklage: Täter lauerte vor Tür und attackierte Opfer mit Messer

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft hatten der Angeklagte und ein Bekannter im Oktober nahe einer Flüchtlingsunterkunft in Schweinfurt zunächst Bier getrunken. Ein dritter Mann sei mit Wodka hinzugekommen. Als ihm das Opfer nichts von dem Alkohol abgeben wollte, schlug der Angeklagte ihm den Vorwürfen zufolge ins Gesicht. Der Kontrahent soll sich mit der Faust gewehrt haben.

Um sich dafür zu rächen, suchte der Angeklagte den Angaben nach später mit einem Messer bewaffnet das Opfer in dessen Zimmer auf. Er lauerte demnach vor der Tür, bis diese geöffnet wurde - und stach in Richtung des Gesichts eines zweiten Opfers zu. Der Angegriffene konnte ausweichen und wurde nur an der Lippe verletzt.

 

Verwandte Artikel

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.