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Grafenrheinfeld
Kriminalität

Schreck für Bewohnerin in Unterfranken: Bewaffnete Männer schleichen um ihr Haus

Sie hatten Militärkleidung an und schlichen um ihr Haus: Weil einer Frau in Grafenrheinfeld (Landkreis Schweinfurt) einige Männer suspekt waren, die sich am Sonntagmorgen vor ihrer Tür aufhielten, rief sie die Polizei.
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Bewaffnete Männer in Militärkleidung schlichen sich am Sonntagmorgen um ein Haus in Grafenrheinfeld. Symbolfoto: Nicolas Armer/dpa
Bewaffnete Männer in Militärkleidung schlichen sich am Sonntagmorgen um ein Haus in Grafenrheinfeld. Symbolfoto: Nicolas Armer/dpa
Etwa gegen 7:40 Uhr am Sonntagmorgen wurde die Bewohnerin eines Einfamilienhauses im Röthleiner Weg in Grafenrheinfeld auf mehrere Personen in Militärkleidung aufmerksam, die um ihr Haus schlichen.

Als sie einen 33-Jährigen aus der Gruppe angesprochen hat, gab dieser nur zusammenhanglose Äußerungen von sich und machte einen psychisch belasteten Eindruck. In der Folge verständige die Frau die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken.


Mehrere Streifen im Einsatz

Die Personengruppe wurde von mehreren Streifen der Polizeiinspektion Schweinfurt unweit des Wohnhauses angetroffen. Bei einer Durchsuchung bei dem 33-Jährigen, der dem Eindruck nach deutlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, fanden die Beamten mehrere Waffen sowie gefährliche Gegenstände. Der Mann hatte neben einer Machete eine Schreckschusspistole, ein Taschenmesser und zwei Skalpelle dabei.


Randale in der Polizeiinspektion

Der 33-Jährige wurde daraufhin zunächst zur Dienststelle der Polizeiinspektion Schweinfurt gebracht. Dort ging er auf ein gekipptes Fenster zu und riss dieses aus dem Rahmen. Durch das herabfallende Fenster wurde er leicht am Bein verletzt. Auf Anordnung durch die Staatsanwaltschaft Schweinfurt kam es zur Durchsuchung der Wohnung des Mannes.

Dort wurden neben geringen Mengen Marihuana und Amphetamin auch mehrere Waffen und gefährliche Gegenstände gefunden. Wegen der psychischen Verfassung des 33-Jährigen erfolgte die Sicherstellung der zum Teil nicht erlaubnispflichtigen Waffen.


In Bezirkskrankenhaus eingewiesen

Nach Abschluss aller Maßnahmen wurde der offenbar psychisch Belastete in ein Bezirkskrankenhaus eingewiesen. Zudem erwartet ihn ein Ermittlungsverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz sowie dem Waffengesetz und Sachbeschädigung.

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