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Schweinfurt
Epidemie

Coronavirus in Schweinfurt: Video aus Teststation schlägt hohe Wellen - Stadt stellt Strafanzeige

Auch Schweinfurt bleibt vor dem Corona-Virus nicht verschont. Knapp 200 Menschen sind infiziert, das Landratsamt meldet den mittlerweile sechsten Todesfall. Nun sorgt ein Video aus einer Teststation für Aufsehen. Alle Entwicklungen im Überblick.
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So wie in ganz Deutschland steigt die Zahl der Infizierten mit der gefährlichen Lungeninfektion. Auch die Region in und um Schweinfurt ist betroffen. Den aktuellen Stand der COVID-19-Fälle erfahren Sie in unserer Karte - inklusive Stand der Aktualisierung.

Aufgrund der hohen Dynamik der Infektionszahlen kann es vorkommen, dass die Zahlen nicht immer aktuell sind. Regelmäßig überprüfen wir die Zahl der Infizierten im Landkreis und vermelden sie dann hier. Aufgrund der unterschiedlichen Zählweise der Landratsämter, Landesämter und des Robert-Koch-Instituts kann es unterschiedliche Fallzahlen geben. Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Coronavirus in Deutschland erfahren Sie in unserem Newsticker.

Update vom 03.04.2020, 15.20 Uhr: "Helden statt Hetzer" - Stellungnahme der Stadt zu Vorfall in Teststation

Unter der Überschrift "Wir brauchen Helden statt Hetzer" bezieht die Stadt Schweinfurt Stellung zu einem "medienwirksamen Vorfall" in der Teststelle am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium. Medien hätten darüber berichtet, dass es am Dienstagabend (01.04.2020) dazu kam, dass die Eingangstüre zur Teststelle nicht abgesperrt war, obwohl sie hätte geschlossen sein müssen. "Wohl war auch ein Computer geöffnet", so die Pressesprecherin der Stadt. 

Dies zeige laut Stadt Schweinfurt ein Video einer online-Ausgabe eines Boulevardblattes, dass der Stadt am Mittwoch (02.04. 2020) vorlag. "Wir stellten fest, dass:  

  • die Person, die das Video aufnimmt, Handschuhe und Mundschutz trägt, was nicht danach aussieht, als sei sie zufällig und spontan während eines Abendspaziergangs dort hineingegangen (so geschildert in der Reportage sowie in einem Anwaltsschreiben),
  • zusätzlich zur Eingangstür auch die Tür zum Arztzimmer geöffnet ist, die von außen nicht geöffnet werden kann und üblicherweise geschlossen ist, weil die Ärzte das Gebäude durch den Seiteneingang verlassen,
  • die Sicherheit und Geschwindigkeit, mit der die von Beginn an filmende Person das Gebäude durchschreitet, vermuten lässt, dass die Person das Gebäude bereits vor den Filmaufnahmen betreten hatte,
  • die Art und Weise der Sprache nicht für einen besorgten Bürger (für den sich die Person ausgibt) handelt, der zu den üblichen Zeiten niemanden antrifft,
  • man einen einzigen offenen Laptop (nicht wie geschildert mehrere offene Computer) sieht und man außer, dass eine Excel-Liste geöffnet ist, nichts weiter erkennt. 

So hinterlässt bereits die Art und Weise dieses Videos viele Fragezeichen. Zufällig kommt jemand an der Teststelle vorbei, dem dann zufällig einfällt, dass er ja auf einen Rückruf des Gesundheitsamts zur Terminvereinbarung wartet. Zufällig versucht diese Person, nachdem sie ihre Handykamera eingeschaltet hat und obwohl im Gebäudeinneren niemand zu sehen ist, die Tür zum Wartebereich zu öffnen. Zufällig ist auch die Arztzimmertür geöffnet, so dass die Person in den Arbeitsbereich der Teststelle gelangen konnte und dort zufällig ein offenes Notebook im Arztzimmer in Betrieb ist. Zufällig ist kurz darauf ein Kamerateam einer online-Ausgabe eines Boulevardblattes zur Stelle, um den Abendspaziergänger zu interviewen. Aus Sicht der Stadt Schweinfurt sind das einige Zufälle zu viel."   

Die Stadt Schweinfurt habe deshalb das Video der Polizeiinspektion Schweinfurt für die Ermittlungen zur Verfügung gestellt und gleichzeitig Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs gestellt. Die PI Schweinfurt ermittle auch wegen eines Verstoßes gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Freistaats Bayern. Nach aktuellem Stand verfestige sich nun auch die Tatsache, dass das Gebäude sehr wohl verschlossen hinterlassen wurde. Es müssedaher sogar davon ausgegangen werden, dass sich die Person, die das Video aufgenommen hat, selbst Zugang zum Gebäude verschafft haben könnte.

"Stadt und Landkreis Schweinfurt, Gesundheitsamt und Polizei arbeiten mit Hochdruck daran, den Vorfall aufzuklären, auch um eventuelle Sicherheitsmängel beheben zu können. Vorsorglich wurde seitens der Stadt Schweinfurt auch selbst Kontakt mit dem Landesbeauftragten für Datenschutz aufgenommen und der Vorfall entsprechend gemeldet. Sollten unsererseits Fehler passiert sein, werden wir dafür einstehen", so die Sprecherin der Stadt.

"Doch selbst wenn wir davon ausgehen, dass die Türe der Teststelle nicht verschlossen war, stellen wir die Fragen: Rechtfertigt eine solche Situation, dass ich als möglicherweise mit dem Coronavirus-Infizierter ohne Einladung und Termin des Gesundheitsamtes unangemeldet und nach den offiziellen Öffnungszeiten die Teststelle aufsuche? Dass ich die Situation ausnutze, ein fremdes Gebäude betrete und mit dem Handy Videoaufnahmen der gesamten Einrichtung mache? Dabei die in der Einrichtung notwendige Trennung von Rein- und Schmutzbereichen nicht beachte und möglicherweise Reinbereiche kontaminiere? Anschließend einen Anwalt einschalte, die Boulevardpresse informiere, um kurz darauf vor Ort eine Reportage zu ermöglichen und hierfür Interviews gebe?"

Unwahr – und zudem widersprüchlich zu der Aussage, einen Abendspaziergang gemacht zu haben – sei die Behauptung, die Person habe einen Termin vom Gesundheitsamt gehabt. Auch unwahr sei, dass auf dem Notebook Testergebnisse offen eingesehen werden konnten. Testergebnisse seien frühestens ein bis zwei Tage nach dem Test vorhanden und werden direkt dem Gesundheitsamt gemeldet. Vor Ort in der Teststelle kämen diese nicht an und würden dort auch nicht ins System eingepflegt.

Wo Menschen arbeiten, können Fehler passieren, findet die Sprecherin, die auch unterstreicht: "In der Teststelle des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums in Schweinfurt (...) braucht es Personal, das es eigentlich nicht gibt. Alles, was dort geleistet wird, leisten ehrenamtliche Kräfte von Rettungs- und Hilfsdiensten, aus der Ärzteschaft und anderen Organisationen und Verbänden. Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung geben ihr Bestes; in Arbeitsbereichen, die sie nicht kennen, in einer Situation, die für uns alle belastend ist. 
Erst vergangene Woche wurden die Kapazitäten erhöht, um noch mehr Tests pro Tag abnehmen zu können, was bedeutet: wir sind auf noch mehr Engagement der Ehrenamtlichen angewiesen."

 

Update vom 01.04.2020, 11 Uhr: Angst um Senioren im Pflegeheim - bereits vier Tote

Allein im Stadtgebiet verzeichnet Schweinfurt  und vier 56 InfizierteTote.  Alle Verstorbenen waren Bewohner des Domicil Seniorenpflegeheims in der Stadt Schweinfurt.

Wie das Virus in das Heim getragen wurde, bleibt unklar. In enger Absprache mit dem Gesundheitsamt Schweinfurt wurden allerdings sofort umfangreiche Maßnahmen eingesetzt. 

Frank Paul Hartje aus der Domicil-Unternehmensführung erklärt, dass bereits seit Beginn der Corona-Pandemie auch am Standort Schweinfurt umfangreiche Hygienemaßnahmen umgesetzt wurden und allen behördlichen Empfehlungen Rechnung getragen wurde. Dennoch sei man nun besonders hart von dem Virus getroffen, da bereits in kürzester Zeit der vierte Todesfall verzeichnet werden muss. 

Das Seniorenpflegeheim in Schweinfurt ist nun in zwei Einheiten getrennt worden. In einer werden die infizierten Bewohnerinnen und Bewohner betreut, in der anderen sind die nicht-infizierten Bewohnerinnen und Bewohner untergebracht.

„Wir bedauern die Entwicklungen in dem Seniorenpflegeheim Domicil zutiefst. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt, unserem Ordnungsamt und der Heimleitung versuchen wir weitere Schutzmaßnahmen für die Menschen in der Einrichtung umzusetzen, um die Ausbreitung des Virus dort einzudämmen. Wir hoffen, dass uns das gelingt und ich bedanke mich bereits jetzt bei dem Pflegepersonal vor Ort, das in dieser schwierigen Situation weiter die Stellung hält und für die Bewohner des Heims da ist“, so Oberbürgermeister Sebastian Remelé. 

Update vom 01.04.2020, 08.15 Uhr: Zahl der Todesopfer steigt auf sechs

Das Gesundheitsamt Schweinfurt muss drei neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 melden. Zudem stieg die Gesamtzahl der positiv auf Covid-19 getesteten Personen in Stadt und Landkreis Schweinfurt auf insgesamt 195.

Mit den drei neuen Todesfällen stieg die Gesamtzahl auf insgesamt sechs. Alle drei Personen waren über 80 Jahre alt und hatten, zum Teil mehrere, Vorerkrankungen und starben in Krankenhäusern der Stadt Schweinfurt.

Bei dem vierten und sechsten Todesfall handelte es sich jeweils um einen 85-Jährigen, einer von galt schon zuvor als Pflegefall. Das fünfte Todesopfer war eine 86-jährige Bewohnerin eines Seniorenpflegeheims der Stadt Schweinfurt. Die drei vorherigen Todesfälle waren in der selben Einrichtung untergebracht gewesen. Die Stadt Schweinfurt wird dazu morgen in Abstimmung mit der betroffenen Einrichtung weitere Informationen in einer Pressemitteilung bekannt geben.

Von den 195 positiv auf das Coronavirus getesteten Personen werden derzeit 22 stationär in Krankenhäusern behandelt. Zudem gelten 515 Menschen als Kontaktpersonen ersten Grades und sind derzeit in Quarantäne. 14 Personen gelten inzwischen als geheilt.

Update vom 30.03.2020, 18.25 Uhr: Gesundheitsamt meldet weiteren Todesfall

Das Gesundheitsamt Schweinfurt hat einen weiteren Todesfall gemeldet. „Es ist eine 92-Jährige verstorben, die bereits mehrere Vorerkrankungen hatte“, teilt Matthias Gehrig, kommissarischer Leiter des Gesundheitsamts Schweinfurt, mit. Auch diese Frau war Bewohnerin eines Seniorenpflegeheims in der Stadt Schweinfurt.

Es ist insgesamt nun der dritte Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus, den das Gesundheitsamt Schweinfurt (zuständig für Stadt und Landkreis Schweinfurt) vermelden muss.

Die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten Personen stieg unterdessen auf insgesamt 187, wie das Landratsamt Schweinfurt am Montagabend (30.03.2020) mitteilte. 21 von ihnen werden stationär in den Krankenhäusern behandelt. Zudem gelten 509 Menschen als Kontaktperson ersten Grades und sind derzeit in Quarantäne. Neun Personen gelten inzwischen als geheilt.

Update vom 30.03.2020, 13.50 Uhr: Zahl der Infizierten auf 164 gestiegen

Laut Landratsamt ist die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten Personen in Stadt und Landkreis Schweinfurt auf 164 gestiegen (Stand: 29.03.2020, 16.45 Uhr). 16 Personen werden nach wie vor in Krankenhäusern behandelt. 493 Personen gelten als Kontaktperson ersten Grades und befinden sich in Quarantäne.

Update vom 27.03.2020, 16.45 Uhr: Gesundheitsamt Schweinfurt meldet erstmalig zwei Todesfälle

Auch das Gesundheitsamt Schweinfurt muss nun erstmalig zwei Todesfälle vermelden. Dies geht ais einer Pressemitteilung des Landratsamts vom Freitagnachmittag (27.03.2020) hervor. Bei einer Person handelt es sich demnach um einen 78-jährigen Mann, die andere Person ist eine 82-jährige Frau. „Beide wurden in Krankenhäusern behandelt und beide Patienten hatten Vorerkrankungen“, teilt Matthias Gehrig, der kommissarische Leiter des Gesundheitsamts Schweinfurt mit.

Bevor die beiden Patienten in die Krankenhäuser kamen, lebten sie in einem Seniorenpflegeheim in der Stadt Schweinfurt. Die Stadt Schweinfurt, die Heimleitung sowie das Gesundheitsamt Schweinfurt stehen in engem Kontakt und Austausch, um die Lage dort genau im Blick zu behalten. „Diese zwei Todesfälle zeigen allerdings erneut, wie gefährdet vor allem ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen sind. Für uns alle sollte dies erneut eine Warnung sein, sich an die derzeit geltenden Ausgangsbeschränkungen zu halten“, sagt Gehrig.

Weiterhin teilt das Gesundheitsamt mit, dass die aktuelle Zahl der positiv Getesteten für Stadt und Landkreis bei insgesamt 98 Fällen liegt. 16 davon werden derzeit stationär in Krankenhäusern behandelt. Alle anderen befinden sich in Quarantäne. Des Weiteren in Quarantäne befinden sich insgesamt rund 500 Personen, die als Kontaktperson ersten Grades gelten. Diese werden regelmäßig durch das Gesundheitsamt Schweinfurt kontaktiert und nach ihrem Gesundheitszustand befragt.

Nach den Vorgaben des Robert-Koch-Institutes kann nach einer Wartefrist von 14 Tagen und Symptomfreiheit die Quarantäne aufgehoben werden, da beim Coronavirus eine Inkubationszeit, das heißt die Frist bis zum Auftauchen erster Anzeichen einer Erkrankung, maximal zwei Wochen dauert.

Sieben Personen können mittlerweile als geheilt eingestuft werden.

Der Informationsbedarf der Bevölkerung ist nach wie vor verständlicherweise groß. Daher ist das Bürgertelefon das Gesundheitsamts Schweinfurt sieben Tage in der Woche besetzt. Es ist nach wie vor Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 16 Uhr unter Telefon 09721/55-745 erreichbar. Allerdings dient dieses Bürgertelefon in aller erster Linie für gesundheitliche und hygienische Anfragen.

Bei Fragen etwa zu zulässigen Tätigkeiten während der Ausgangsbeschränkung, Wirtschaftshilfen und sozialen Themen wird dringend gebeten sich vorher zuerst auf der Internetseite des Landratsamtes oder der Stadt Schweinfurt beziehungsweise des Freistaats Bayern kundig zu machen. Viele Fragen können auf diesen Seiten geklärt und damit die Leitungen des Bürgertelefons freigehalten werden.

Alle aktuellen Informationen gibt es zudem weiterhin im Coronavirus-Ticker unter www.landkreis-schweinfurt.de/coronavirus.

Update vom 25.03.2020, 17.30 Uhr: So verfahren wir mit Aktualisierungen

Aufgrund der hohen Dynamik der Infektionszahlen aktualisieren wir die Fallzahlen nicht mehr mehrmals am Tag. Daher kann es vorkommen, dass die letzten Zahlen von Angaben an anderer Stelle abweichen. Regelmäßig überprüfen wir die Zahl der Infizierten im Landkreis und vermelden sie dann hier in unserer Frankenkarte.

Im Kreis Schweinfurt sind laut Landratsamt bisher 73 Menschen an Covid-19 erkrankt.

Sollte es besondere Entwicklungen geben wie etwa Maßnahmen, die speziell den Landkreis betreffen oder andere Informationen, die über das Vermelden von Fallzahlen hinausgehen, aktualisieren wir den Artikel. 

Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Coronavirus in Deutschland erfahren Sie in unserem Newsticker.

Update vom 25.03.2020, 17.25 Uhr: Derzeit 73 Infizierte - aktueller Stand und die wichtigsten Infos für den Landkreis

Wie das Gesundheitsamt Schweinfurt mitteilt, liegt am Mittwoch (25. 03.2020) die aktuelle Zahl der mit dem Coronavirus positive getesteten Personen in Stadt und Landkreis Schweinfurt bei insgesamt 73. Zehn Personen werden demnach gegenwärtig in Krankenhäusern behandelt. Zudem befinden sich aus Stadt und Landkreis Schweinfurt derzeit über 600 Personen in Quarantäne. 

„Wir haben zwar auch immer wieder Personen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, aber in einem lebensbedrohlichen Zustand ist derzeit niemand. Mit Blick in andere Regionen ist klar, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist, sondern ein Stück weit auch einfach großes Glück. Wir können nur hoffen, dass dies so bleibt“, sagt Matthias Gehrig, der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamts Schweinfurt.

Während in Sachen Corona-Krise die Arbeit auf Hochtouren läuft, hat das Landratsamt wie viele andere Behörden auch den Dienstbetrieb teilweise massiv eingeschränkt. Damit wird in aller erster Linie den Vorgaben und eindringlichen Empfehlungen Folge geleistet: nämlich soziale Kontakte auf das nur absolut Notwendigste zu beschränken. Viele Mitarbeiter des Landratsamts arbeiten daher von zu Hause. 

„Wir erhalten unseren Dienstbetrieb selbstverständlich aufrecht, aber auch wir sind zum Schutz aller gezwungen, einige Arbeiten auf ein Minimum zu reduzieren und ganz klar Prioritäten zu setzen. Ich kann die Bürgerinnen und Bürger hier nur eindringlich um Verständnis bitten und versichern, dass auch wir unser Haus wieder öffnen und in den Normalbetrieb gehen, sobald dies möglich ist“, sagt Landrat Töpper.

Gleichzeitig dankt der Landrat allen Bürgerinnen und Bürgern, die der besonderen Situation im Landratsamt nicht nur Verständnis entgegenbringen, sondern auch aktive Hilfe angeboten haben. Bürger, die ehrenamtlich helfen wollen, können sich an die Freiwilligenagentur GemeinSinn des Landkreises Schweinfurt wenden. Diese hat zur Koordination der Unterstützungsangebote und der Hilfegesuche eine eigene Plattform unter www.freiwilligenagentur-gemeinsinn.de/corona-hilfe eingerichtet.

Update vom 20.03.2020, 16.40 Uhr: Teststelle in Betrieb

Wie das Landratsamt mitteilt, hat die gemeinsame Teststelle von Stadt und Landkreis Schweinfurt in der Sporthalle des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums am Freitag (20.03.2020) ihren Betrieb aufgenommen. Hier werden ab sofort werktäglich (Montag bis Samstag) zu bestimmten Uhrzeiten (insgesamt vier Stunden täglich) Abstriche genommen, um in einem Labor Testungen auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus durchzuführen.

Die Teststelle ist ausschließlich für Personen geöffnet, die vom Gesundheitsamt an die Teststelle verwiesen wurden. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bis auf Weiteres keine Personen getestet werden, die auf eigene Diagnose vorstellig werden. 

Update vom 18.03.2020, 14.30 Uhr: Coronavirus in Schweinfurt

Alle Informationen zum Coronavirus im Überblick gibt es im Ticker von inFranken.de.

Die inFranken.de-Redaktion aktualisiert diesen Artikel nicht täglich. Sobald es Neuigkeiten zum Coronavirus gibt, erfahren Sie es hier oder im News-Ticker.

Update vom 17.03.2020, 17.05 Uhr: Zehn neue Corona-Fälle in Schweinfurt

Das Gesundheitsamt Schweinfurt bestätigte am Dienstag (17.03.2020) zehn weitere Coronavirus-Fälle. Damit hat sich die Zahl der Infizierten für Stadt und Landkreis Schweinfurt auf insgesamt 24 erhöht, wie das Landratsamt Schweinfurt mitteilte.

"Angesichts der allgemeinen Lage, war auch bei uns eine Steigerung der Fallzahlen zu erwarten, da die Zahlen nach wie vor überall weiter steigen", sagte Matthias Gehrig, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamts Schweinfurt. "Bei allen positiv Getesteten ist der Gesundheitszustand nicht besorgniserregend."

Insgesamt befinden sich derzeit drei Personen im Krankenhaus. Alle drei Personen sind jeweils über 80 Jahre alt. Auch wenn deren Zustand ebenfalls nicht kritisch ist, schloss sich auch Gehrig der grundsätzlichen Meinung vieler Mediziner an: "Ältere Menschen sind die absolute Risikogruppe. Es ist absolut wichtig, diese Personengruppe bestmöglich zu schützen."

Zu positiv Getesteten hat das Gesundheitsamt Schweinfurt aktuell auch 258 Kontaktperson ersten Grades ermittelt. Unter Kontaktpersonen ersten Grades versteht man Personen, die mehr als 15 Minuten direkten Kontakt zu einem Erkrankten hatten.

Diese 258 Personen hängen aber nicht alle automatisch mit 24 bestätigten Infektionen in Stadt und Landkreis zusammen, sondern auch mit Fällen in anderen Landkreisen, so das Landratsamt Schweinfurt. Alle 258 Kontaktpersonen sind zu Hause in Quarantäne und werden regelmäßig durch das Gesundheitsamt Schweinfurt kontaktiert und nach ihrem Gesundheitszustand befragt.

Weil der Informationsbedarf der Bevölkerung laut Landratsamt nach wie vor groß ist, wurde die Besetzung des Bürgertelefons des Gesundheitsamts Schweinfurt inzwischen auf acht Mitarbeiter aufgestockt. Es ist nach wie vor Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr und am Wochenende von 10 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 09721/55-745 erreichbar. Allerdings dient dieses Bürgertelefon in aller erster Linie für gesundheitliche und hygienische Anfragen.

Alle aktuellen Informationen gibt es zudem weiterhin im Coronavirus-Ticker des Landkreises.

Update vom 15.03.2020, 18.30 Uhr: Vier weitere Fälle in Schweinfurt

Das Gesundheitsamt Schweinfurt bestätigt, dass über das Wochenende vier weitere positiv getestete Corona-Fälle hinzu gekommen sind. Alle vier Personen stammen aus dem Landkreis Schweinfurt. Damit hat sich die Zahl der Infizierten auf insgesamt neun erhöht.

 

Alle Fälle hängen nicht miteinander zusammen. Der Gesundheitszustand bei allen neun Fällen sei nicht besorgniserregend, teilt das Landratsamt Schweinfurt mit.

Das Gesundheitsamt Schweinfurt hat in acht Fällen alle Kontaktpersonen ermittelt und informiert. In einem Fall, der erst vor Kurzem bekannt wurde, dauern die Ermittlungen aktuell noch an.

Update vom 13.03.2020, 18 Uhr: Zwei neue Fälle in Schweinfurt

Das Gesundheitsamt Schweinfurt bestätigt am Freitag, 13. März 2020, zwei weitere Corona-Fälle. Damit hat sich die Zahl der Infizierten für Stadt und Landkreis Schweinfurt auf insgesamt fünf erhöht.

 

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Zu den neuen Fällen informiert das Gesundheitsamt Schweinfurt wie folgt: Der eine Fall ist eine 40-Jährige, die keine Symptome hat und zu Hause in Quarantäne ist. Die Kontaktpersonen sind ermittelt und informiert. Zwei Personen aus dem direkten Umfeld befinden sich vorsorglich in Quarantäne.

Der zweite neue Fall ist ein 41-Jähriger, der zwar Symptome hat, diese aber zu Hause behandelt werden können. Seine unmittelbaren Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. Auch hier hat das Gesundheitsamt Schweinfurt alle weiteren Kontaktpersonen ermittelt und informiert.

Über den Gesundheitszustand der drei bisherigen Fälle ist nichts Neues zu berichten.

Update vom 13.03.2020, 06.00 Uhr: Dritte Coronavirus-Infektion im Kreis Schweinfurt

Im Kreis Schweinfurt gibt es eine dritte bestätigte Infektion mit dem Coronavirus: Laut Angaben des Schweinfurter Landratsamtes ist ein 83-Jähriger betroffen.

Der Mann liegt aktuell auf der Intensivstation eines örtlichen Klinikums. Er hatte sie im Ausland aufgehalten und dort möglicherweise angesteckt.

 

Erstmeldung vom 11.03.2020, 18.00 Uhr: Zwei Coronavirus-Fälle in Schweinfurt

Im unterfränkischen Schweinfurt gibt es zwei Coronavirus-Infizierte. Das gab das zuständige Landratsamt am Mittwochnachmittag (11. März 2020) offiziell bekannt. Die Betroffenen stammen aus dem Landkreis.

Eine Frau, die sich zuletzt in Südtirol aufgehalten hat ist infiziert. Sie hat sich sicherheitshalber selbst eine Quarantäne auferlegt und seitdem nur sporadisch mit einer Nachbarin Kontakt gehabt. "Die Frau bleib in der 14-tägigen Quarantäne", sagte Matthias Gehrig, stellvertretender Leiter des Schweinfurter Gesundheitsamtes.

Coronavirus in Schweinfurt: Infizierte waren in Südtirol

Die zweite Infektion mit dem Coronavirus aus dem Raum Schweinfurt betrifft einen Schüler. Er war in den Faschingsferien mit seiner Familie ebenfalls in Südtirol unterwegs. Nachdem bei ihm bereits am 4. März Symptome des Coronavirus auftraten, ist er seitdem zu Hause. "Dem Schüler geht es den Umständen entsprechend gut und er befindet sich zu Hause in Quarantäne", teilt das Landratsamt mit.

Der Infizierte besucht normalerweise die "Staatliche Realschule Schonungen". Diese bleibt bis zum 20. März geschlossen. Das Gesundheitsamt nimmt nun Kontakt zu allen direkten Mitschülern und Lehrern des Betroffenen auf. Da ein Schüler des "Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums (AvH)" Kontakt mit dem Realschüler hatte, wird auch das Gymnasium bis zum 16. März geschlossen. Die Kontaktperson war allerdings in dieser Woche noch nicht in der Schule: "Es handelt sich hierbei um eine reine Vorsichtsmaßnahme", erklärt Gehrig. In ganz Franken werden immer mehr Schulen wegen des Coronavirus geschlossen: Welche das sind, erfahren Sie hier.

"Wir müssen so deutliche Schritte umsetzen, um eine weitere Ausbreitung der Infektion möglichst zu verzögern" - Oberbürgermeister Sebastian Remelé

 

 

Die "Staatliche Realschule Schonungen" wird trotz der Schulschließung anlässlich der Kommunalwahl am Sonntag (15. März 2020) als Wahllokal genutzt. Bürger können sich mit Fragen rund um das Coronavirus in Schweinfurt telefonisch unter 09721/55745 an das örtliche Gesundheitsamt wenden. Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus erfahren Sie im Live-Ticker von inFranken.de.

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