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Raubüberfall

Bewaffneter Raubüberfall am Ellertshäuser See: Täter setzt sich nach Mexiko ab - und wird vier Jahre später gefasst

Bewaffnet mit einer Pistole überfiel ein damals 27-Jähriger ein Ehepaar im Kreis Schweinfurt. Kurz vor seinem Prozess setzte sich nach Mexiko ab - dort wurde er nun gefasst.
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Vier Jahre nach einem bewaffneten Raubüberfall am Ellertshäuser See wurde nun der Tatverdächtige in Mexiko gefasst. Symbolbild: pixabay/Alexas_Fotos
Vier Jahre nach einem bewaffneten Raubüberfall am Ellertshäuser See wurde nun der Tatverdächtige in Mexiko gefasst. Symbolbild: pixabay/Alexas_Fotos

Die eigentliche Tat liegt bereits vier Jahre zurück: Damals soll ein 31-Jähriger im Landkreis Schweinfurt ein Ehepaar mit einer Pistole bedroht und 100 Euro erbeutet haben. Wohl aus Angst vor einer Verurteilung, setzte sich der Beschuldigte dann kurz vor seinem Gerichtstermin ins Ausland ab. Er wurde in Mexiko lokalisiert, durch die dortigen Behörden festgenommen und vergangene Woche nach Deutschland ausgeliefert.

Rückblick: Am Nachmittag des 10. Juli 2015 war ein Ehepaar am Ellertshäuser See mit einer Pistole bedroht und ausgeraubt worden. Der zunächst unbekannte Täter war mit rund 100 Euro Beute getürmt. Im Zuge der folgenden Ermittlungen kristallisierte sich ein damals 27-Jähriger als Tatverdächtiger heraus. Nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Ermittlungen, die wegen des Verdachts der schweren räuberischen Erpressung geführt wurden, erhob die Staatsanwaltschaft Schweinfurt Anklage gegen den Mann mit Wohnsitz in Nürnberg.

Einen Tag vor Prozessbeginn: Angeklagter spurlos verschwunden

Anstatt am 19. Dezember 2016 zur angesetzten Hauptverhandlung zu erscheinen, setzte sich der Tatverdächtige einen Tag zuvor kurzerhand ins Ausland ab. Anlass für die Flucht war vermutlich, dass dem Angeklagten im Falle einer Verurteilung aufgrund des bewaffneten Raubüberfalls eine mehrjährige Haftstrafe drohte. Nach dem Erlass eines Haftbefehls wurde international nach dem flüchtigen Tatverdächtigen gefahndet. Dem Bayerischen Landeskriminalamt gelang es zusammen mit der Staatsanwaltschaft und der Kripo Schweinfurt, den Angeklagten in Mexiko zu lokalisieren, wo er Anfang August 2018 auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schweinfurt durch die dortigen Behörden festgenommen wurde.

Ab dem Tag der Festnahme saß der mittlerweile 31-Jährige in Mexiko in Auslieferungshaft, bevor er am vergangenen Donnerstag durch das Bayerische Landeskriminalamt zum Flughafen München überstellt und dort den Kripobeamten aus Schweinfurt übergeben wurde. Nach der Eröffnung des Haftbefehls durch das Landgericht Schweinfurt wurde der Tatverdächtige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Hauptverhandlung vor dem Landgericht beginnt bereits am 20. Mai 2019.

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