Schweinfurt
Strukturprobleme

Bei SKF in Schweinfurt fallen 500 Stellen weg

Nach FAG muss auch der zweite große unterfränkische Lagerhersteller, SKF in Schweinfurt, den Rotstift ansetzen. 500 Stellen fallen weg, aber das wird wohl ohne Entlassungen abgehen.
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Ab September erhält das SKF-Hochhaus am Main eine neue Hochglanzfassade mit LED-Beleuchtung. Die kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es neben Licht beim großen

Schweinfurter Wälzlagerhersteller auch Schatten gibt. "Strukturprobleme" nennen das Vorstand und Betriebsrat unisono. Deswegen müssen jetzt 500 Leute gehen.

Die

Ankündigungen aus Göteborg, dem Stammsitz des SKF-Konzerns mit weltweit knapp 45 000 Mitarbeitern, davon gut 4000 in Schweinfurt, sorgen schon seit Monaten für Unruhe in der

Belegschaft, weil lange Zeit nicht klar war, ob die schwedischen Bosse mit dem eisernen Besen durch die Werkshallen fegen oder sich doch auf Kompromisse einlassen würden.


Hartes Ringen

Hinter den Kulissen wurde hart gerungen, was Manfred E. Neubert, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung bei SKF in

Deutschland, und dem Betriebsratsvorsitzenden Norbert Völkl beim Pressetermin am Dienstag anzusehen war. Sie waren um Harmonie bemüht, demonstrierten große Einigkeit, was zumindest

bei Völkl aber eher so klang: Es hätte ja noch schlimmer kommen können.

"Es gibt einige Abteilungen in unserem Haus, die sind effektiv nicht ausgelastet", begründete

Neubert den Sparzwang trotz tadelloser Halbjahresbilanz. "Es geht um die langfristige Sicherung des Standorts." Die soll gelingen, weil bis zu 500 Mitarbeiter die neue Leuchtschrift aus dem

Vorruhestand bewundern sollen. Gegenleistung des Konzerns sind Lichtblicke: eine Beschäftigungssicherung bis 2018 und eine Ausbildungsoffensive.

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