Laden...
Grafenrheinfeld
Segelflieger

In zwei Wochen 4000 Kilometer geflogen

20 Niederländer schlugen ihr Segelfliegerlager auf dem Flugplatz Grafenrheinfeld auf.
Artikel drucken Artikel einbetten
Udo Delwig macht den morgendlichen Flugzeugcheck zusammen mit der Flugschülerin Joyce Mulder. Foto: Aero-Club
Udo Delwig macht den morgendlichen Flugzeugcheck zusammen mit der Flugschülerin Joyce Mulder. Foto: Aero-Club
20 Niederländer betreiben seit fast zwei Wochen am Flugplatz des Aero-Clubs Schweinfurt in Grafenrheinfeld ihr Hobby, das Segelfliegen.
Über eine Anzeige hatten die Organisatoren des Fliegerlagers, Tom Catsburg und Udo Delwig, den Aero-Club Schweinfurt kennengelernt. Einige Mitglieder des Zweefuliegclub Den Helder, dem Segelflugclub der gleichnamigen Stadt am Ijsselmeer, waren mehrfach zu Gast an den Flugplätzen Aaalen-Elchingen und Saal an der Saale. Daher kannten sie den Weg nach Franken und die guten Möglichkeiten, mit dem Segelflieger in der Thermik weite Strecken über Land zurückzulegen.

Wenngleich die Wetterbedingungen nicht jeden Tag optimal waren, sind die Teilnehmer im Alter von 17 bis 70 Jahren in den zwei Wochen doch über 4000 Kilometer geflogen. Es habe sich gelohnt, die elf Flugzeuge fast 700 Kilometer von Den Helder mit dem Auto nach Franken zu ziehen, sind sich alle einig.

Gute Möglichkeiten in Franken

Im Vergleich zu ihrem Vereinsflugplatz Slootdorp, haben die Niederländer hier nahezu paradiesische Möglichkeiten, denn hier kann man in alle Himmelsrichtungen fliegen. Zu Hause haben die Niederländer fast nur die Möglichkeit, nach Süden zu fliegen, weil in alle anderen Himmelsrichtungen Wasser ist. Auch die Aufwinde sind dort sehr begrenzt, und die Aufstiegshöhe liegt kaum über 1000 Meter, während hierzulande das Doppelte möglich ist.

Ein guter Grund dafür, dass der Verein fast jedes Jahr drei Fliegerlager in Deutschland organisiert. Mit Wohnwagen, Wohnmobil, Zelt und Segelflugzeugen geht es zu den Gastflugplätzen. Für die Schulung sind beim diesjährigen Jugendlager gleich drei Fluglehrer mit nach Schweinfurt gekommen.

Einer der Teilnehmer, Remco Tieken, wird seinen Aufenthalt in Franken sicher nicht vergessen, hat er hier doch die theoretische und praktische Prüfung für seinen Segelflugschein bestanden. Andere Flugschüler absolvierten im Doppelsitzer ihren 50-Kilometer-Überlandflug, eine der Bedingungen vor der Prüfung zur Segelfluglizenz.
Fast alle Streckenflüge wurden auch wieder in Grafenrheinfeld beendet. Nur ein Pilot musste wegen schlechten Wetters auf einem Feld bei Kitzingen landen. Ein anderer landete auf dem Flugplatz der Wasserkuppe und einer auf dem Flugplatz Altfeld. wg

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren