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Großunterkünfte für Asylbewerber in Schweinfurt offenbar vom Tisch

Der Bund plant in Stadt und Landkreis Schweinfurt nun offenbar doch keine Großunterkunft für über 5.000 Flüchtlinge.
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Kurzzeitheimat für Verfolgte: Blick in die Erstaufnahme.  Foto: A. Anders
Kurzzeitheimat für Verfolgte: Blick in die Erstaufnahme. Foto: A. Anders
Stadt und Landkreis teilten am Dienstagabend gemeinsam mit, dass die Pläne für eine solche Großunterkunft in der früheren US-Kaserne Conn Barracks im Landkreis Schweinfurt sowie
der ehemaligen US-Liegenschaft Askren Manor im Stadtgebiet nicht weiter verfolgt würden. Dies habe der Präsident des Technisches Hilfswerkes (THW), Albrecht Broemme, Landrat Florian Töpper (SPD) und Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU) im Auftrag von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) mitgeteilt.

Die beiden Schweinfurter Standorte befänden sich nicht mehr auf der Liste der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) für geeignete Standorte von Bundesunterkünften für Flüchtlinge. Auch werde seitens des Bundes für die Flüchtlingsunterbringung mit keiner Liegenschaft mehr ohne die Zustimmung der kommunalen Ebene geplant, teilten Stadt und Landkreis weiter mit. "Diese Entscheidung ist eine gute Nachricht für uns", sagten Töpper und Remelé. Eine Zuweisung von 5.000 oder sogar 10.000 Flüchtlingen wäre "schlichtweg nicht schulterbar gewesen" für die Region. Man dürfe die einzelnen Regionen nicht überlasten.

Töpper und Remelé sind überzeugt, dass ihr gemeinsamer Brief, den sie in der vergangenen Woche an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesinnenminister Thomas de Maizière geschrieben haben, für die neue Situation ausschlaggebend war. In dem Brief hatten die beiden gegen mögliche Großunterkünfte interveniert. In Schweinfurt gibt es eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge des Freistaats Bayern. Dort leben derzeit über 1.000 Menschen, ausgelegt ist sie momentan eigentlich nur für knapp 560 Personen. Außerdem gibt es in Stadt- und Landkreis weitere Not- und reguläre Unterkünfte für Flüchtlinge. epd

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