Schweinfurt

Fahrt im steuervergünstigten Wagen: Sachschaden plus Strafverfahren

Was sich am Mittwoch zunächst als "normaler Vorfahrt-Unfall" darstellte, wird für den Unfallverursacher jetzt noch strafrechtliche Konsequenzen haben.
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Unfallwagen - Symbolfoto: Christopher Schulz
Unfallwagen - Symbolfoto: Christopher Schulz
Der Sachschaden ist das eine, die Fahrt in dem Wagen das größere Problem: Denn zur Unfallzeit war ein 23-Jähriger mit dem auf seinen Vater zugelassenen Mercedes E 200 unterwegs.
Das ist weiter nicht unnormal. Ein größeres Problem liegt in der Zulassung des Fahrzeugs. Der Mercedes hat auf Grund einer Erkrankung des Halters eine Steuervergünstigung erhalten.

Fahrten mit steuervergünstigten Fahrzeugen sind aber nur durch, für oder mit der erkrankten Person zulässig, wie die Polizei in ihrer Meldung erklärt. Zur Unfallzeit war der Sohn aber alleine in Richtung Fitness-Studio unterwegs.

Deshalb wurde neben einem Ordnungswidrigkeitenverfahren jetzt auch ein Strafverfahren wegen des Verstoßes nach der Abgabenordnung eingeleitet.


Vorfahrt missachtet

Gegen 22.10 Uhr fuhr der 23-Jährige aus dem Bereich Kolitzheim von der Bundesstraße 286 in Richtung Hafen ab. An der ausgeschalteten Lichtzeichenanlage der Kreuzung Hans-Böckler-/zur Robert-Bosch-Straße missachtete er die Vorfahrt eines 37-jährigen Ford Focus Lenkers, der in Richtung zur Stadt unterwegs war. Es krachte.

Nach ersten Schätzungen an der Unfallstelle sind rund 10 000 Euro Blechschaden entstanden. Der Ford Focus des Schweinfurters war nach dem Zusammenstoß derart demoliert, dass er abgeschleppt werden musste.

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