Schweinfurt
SKF

Demo gegen Personalabbau

— Metaller-Streiks hat die Stadt schon viele gesehen, aber keinen mit so vielen Verwaltungsangestellten. Diese - so 200 bis 300, schätzt der SKF-Betriebsratsvorsitzende Norbert Völkl - kamen aus dem SKF-Hochhaus.
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Gute Streikbeteiligung: Von der SKF waren aus aktuellem Anlass neben gewerblichen auch viele Verwaltungsmitarbeiter aus dem Hochhaus beim Warnstreik, wo Dutzende Stellen wegfallen sollen. Foto: Josef Lamber
Gute Streikbeteiligung: Von der SKF waren aus aktuellem Anlass neben gewerblichen auch viele Verwaltungsmitarbeiter aus dem Hochhaus beim Warnstreik, wo Dutzende Stellen wegfallen sollen. Foto: Josef Lamber
Es soll, wie die 2. IG-Metallbevollmächtigte Barbara Resch sagte, am Dienstagmorgen recht "leer" gewesen sein. Den Grund nannte Völkl ohne Umschweife. Es ist der Plan der Geschäftsleitung, die Verwaltung in Schweinfurt mit rund 550 Beschäftigten massiv zu reduzieren. Bei den Mitte Januar genannten 122 Stellen solle es nicht bleiben. In einem fünfstündigen Gespräch mit der Geschäftsleitung am Montag seien 66 weitere Namen und Stellen genannt worden, die wegfallen sollten, so Völkl. Damit drohe einem Drittel der Beschäftigten im Hochhaus der Arbeitsplatzverlust.
"Diesen massiven Personalabbau werden wir niemals akzeptieren", rief Völkl, der nicht zu den Heißspornen gehört, unter dem Pfeifkonzert der Warnstreikenden. "Heute kriegen sie die rote Karte." Die Neuorganisation kritisiere er nicht, aber den Kahlschlag. Wie SKF ihren "Wachstumsplan" umsetzen wolle, wenn gleichzeitig 150 oder 160 Leute nur im Angestelltenbereich von Bord gehen sollten, sei ihm schleierhaft: "Die Kolleginnen und Kollegen im Hochhaus haben zu tun. Da sitzt keiner und dreht Däumchen."
Völkl erinnerte an die Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung, die bis Mitte 2018 gelte. Er fordert statt des Stellenabbaus eine Wachstumsstrategie. Wenn Stellen im Verwaltungsbereich überflüssig seien, müssten die Mitarbeiter in wachsenden Bereichen eingesetzt und Marktanteile geholt werden. Völkl will sich an die Öffentlichkeit wenden, hiesige Politiker und OB Sebastian Remelé mit den SKF-Plänen konfrontieren. Stefan Sauer

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