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Schweinfurt
Kirche

Breitenbach freut sich für Bischof Gaillot

Dass Papst Franziskus in Rom Anfang des Monats den vielen Schweinfurtern gut bekannten Bischof Jacques Gaillot empfangen hat, hat St. Michael-Pfarrer Roland Breitenbach zu einer freudigen Reaktion veranlasst.
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Begegnung: Pfarrer Roland Breitenbach (links) und Bischof Jacques Gaillot trafen sich vielfach, wie hier 2009 in Liechtenstein. Foto: Bedacht
Begegnung: Pfarrer Roland Breitenbach (links) und Bischof Jacques Gaillot trafen sich vielfach, wie hier 2009 in Liechtenstein. Foto: Bedacht
Er habe in seinem Buch "Die kleine weiße Feder" schon vor Jahren gefordert: mehr Jesus, weniger Papst. "Das hat sich nun erfüllt", sagt Breitenbach.
Sein an die Redaktion übermitteltes Fazit: "Widerstand lohnt sich, vor allem, wenn er zur Versöhnung und zum Ausgleich führt".
Bischof Gaillot, ein Freund Breitenbachs, war 1995 von Papst Johannes Paul II. als Diözesanbischof wegen seiner Kirchenlehren ohne jeden Prozess abgesetzt worden. Mit zur Versöhnung "dieser beiden ungleichen Kirchenführer" habe möglicherweise sein Buch "Jacques Gaillot: die Wahrheit wird euch frei machen" beigetragen, das Breitenbach dem Papst geschickt hat. In diesem mutigen Werk fordert er den Papst zur Versöhnung auf. Postwendend sei aus dem Vatikan eine positive Antwort gekommen. Und "jetzt ist es so weit", der Papst habe über eine Stunde mit Jacques Gaillot im Gästehaus Santa Maria über "heiße Eisen gesprochen".
Breitenbach meint, dass er in seinen Büchern geradezu hellsichtig von einem Papst gesprochen habe, der das "Ghetto des Vatikans sprengte". Gaillot sei ein Zeichen für dieses Ghetto gewesen, in dem der Mensch nichts, die veraltete Kirchenlehre alles war. Jetzt habe der Papst mit Blick auf die von Gaillot geförderten Homosexuellen und wieder verheirateten Geschiedenen geäußert, er werde "diesen Personen die Türen öffnen, der Segen Gottes ist für alle da".
Franziskus, so Breitenbach gegenüber der Redaktion, habe damit ein großes Zeichen der Versöhnung gesetzt. Eine entsprechende Einschätzung zeige auch Marco Politi, ebenfalls ein Freund Breitenbachs und vielen Schweinfurtern durch Vorträge bekannt: "In der römischen Kurie unterstützen 20 Prozent den Papst, 70 Prozent warten einfach ab." Hannes Helferich

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