Schweinfurt
Ausstellungen

Ausstellungen: Das ganz große Format

Die Kunsthalle plant für 2017 ihr Programm.
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"Das große Format" lautet der Titel der Ausstellung des Künstlers Peter Casagrande ab 28. April in der Kunsthalle. Foto: Kunsthalle SW/Casagrande
"Das große Format" lautet der Titel der Ausstellung des Künstlers Peter Casagrande ab 28. April in der Kunsthalle. Foto: Kunsthalle SW/Casagrande
Nach der Vernissage ist vor der nächsten Ausstellungseröffnung. Ein Motto, das sich die Mitarbeiter der Kunsthalle um Leiterin Andrea Brandl zu eigen gemacht haben. Zwar laufen im Moment noch die Ausstellungen von Bettina van Haaren "Waldwasen durchlöchert" (bis 12. März) in der Großen Halle und Heiko Herrmann "Verzurrte Welt" bis 23. April im Parterre. Doch natürlich laufen die Vorbereitungen für die nächsten Projekte, bis Ende 2019, dem Jubiläumsjahr mit zehntem Geburtstag der Kunsthalle, sind die Ausstellungsprojekte schon eingetütet.

In diesem Jahr erwarten die Besucher noch einige Überraschungen, die für Aufsehen sorgen werden. Zum Beispiel die Ausstellung von Peter Casagrande ab 28. April bis Anfang September in der Großen Halle. Denn der 70 Jahre alte Künstler, der in Süddeutschland und Italien lebt, macht das Motto seiner Ausstellung "Das große Format" wahr: Er wird ab Mitte März mehrere Wochen lang in der Großen Halle an der Rückseite des ehemaligen Schwimmbeckens ein neun mal 20 Meter großes Bild erstellen. "Schon der Entstehungsprozess wird Teil des Kunstwerks", ist Andrea Brandl voller Vorfreude. Regelmäßig kann man im März und April Casagrande besuchen und ihm beim Entstehen seines Bildes zuschauen.


Künstler der Sammlung Hierling

Im Parterre erfüllt Brandl vom 19. Mai bis 22. Oktober einen der Aufträge der Kunsthalle: Künstler aus der Sammlung Joseph Hierling zu zeigen. Zu sehen ist eine Gegenüberstellung der Künstlerfreunde Franz Gebhardt-Westerbuchberg und Leo von Welden. In Zusammenarbeit mit der Sparkassengalerie zeigt man in der Galerie2 ab 27. Juni bis 15. September Werke des aus Schweinfurt stammenden und in München lebenden Künstlers Robert Weissenbacher unter dem Motto "Der König ist tot. Lang lebe der König...". Verfremdung und Maskierung sind die großen Themen des 34-Jährigen, ein junger Künstler auf dem aufsteigenden Ast.

Bereits am 1. Juni wird die Ausstellung "Made in Schweinfurt" eröffnet, die den 100. Geburtstag des Schweinfurter Bauvereins für eine große Ausstellung nutzt - im Bunker an der blauen Leite und einem Haus in der Gartenstadt. Natürlich ist die Kunsthalle auch wieder beim Projekt "Kunst geht fremd" vom 26. Juli bis 6. November mit dabei.

Neue Wege will Andrea Brandl im Spätsommer in der Großen Halle gehen. Zum ersten Mal seit Jahren wird es eine längere Pause zwischen den Ausstellungen geben. Dem Casagrande-Projekt, das am 3. September endet, folgt erst ab 10. November bis 21. Januar 2018 die Ausstellung von Peter Wörfel. In der Zwischenzeit ist die Große Halle leer. Man wolle sie bewusst für andere Veranstaltungen vermieten, für Geburtstage, Konzerte, möglicherweise auch den Schweinfurter Nachsommer, erklärt Brandl.


Blick auch auf 2018

Vom 5. Oktober bis 7. Januar 2018 ist in der Galerie2 eine Ausstellung von Pascal Heilers Cartoons geplant, am 7. Dezember folgt die Eröffnung der Ausstellung der Künstlerfreunde Florian Köhler und Lothar Fischer im Parterre, die bis 8. April 2018 zu sehen sein wird. Für 2018 sind die Planungen ebenfalls schon fast abgeschlossen. Zum einen findet die Triennale IV vom 28. Juni bis 30. September statt, zum anderen wird das Jahr 2018 mit der Ausstellung von Christian Orendt und Matthias Böhler in der Großen Halle begonnen. Die beiden werden dringend erwartet, sind sie doch die Jurypreisgewinner der Triennale III.


Vielfältiges MuSe-Programm

Ein wichtiger Baustein für den Erfolg der Kunsthalle ist der Museumsservice, der 2017 ebenfalls ein vielfältiges Programm anbietet. Besonders freut sich MuSe-Leiterin Friederike Kotouc auf die Tagung "Kosmos Kunst" der Bayerischen Museumsakademie am 22. Februar.

Neu im MuSe-Programm 2017 ist unter anderem das Oster-Ferienprogramm für Kinder. Natürlich wieder im Angebot ist das Offene Atelier unter den Arkaden, wo Erwachsene und Kinder am 5. Februar, 5. März, 9. April und 21. Mai von 14 bis 17 Uhr ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Ab April wird eine Gruppe Studierender der Universität Würzburg ein Projekt zur "Inklusion in der Vermittlung in Museen" in der Kunsthalle umsetzen.

Im Juli ist die Präsentation der 5. Station des MuSe-Weges "Der Bildhauerblock" geplant, der im Rahmen des Förderpreises 2015 "Vermittlung im Museum" entwickelt wurde. Oliver Schikora
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