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Grafenrheinfeld
Atomkraft

26-Jähriger dringt in Kernkraftwerk ein und fordert Abschaltung

Ein 26-Jähriger drang am Freitagabend in den Außenbereich des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld ein. Er wurde dann von Mitarbeitern des Objektsicherungsdienstes überwältigt, festgehalten und von den schnell eintreffenden Polizeikräften festgenommen.
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Archivbild: David Ebener, dpa/lby
Archivbild: David Ebener, dpa/lby
Am Freitagabend ist ein 26-Jähriger in den Außenbereich des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld eingedrungen. Der Mann war dabei auch über einen mit Stacheldraht gesicherten Zaun geklettert, wobei er sich verletzte. Er wurde dann von Mitarbeitern des Objektsicherungsdienstes überwältigt, festgehalten und von den schnell eintreffenden Polizeikräften festgenommen. Durch die massive Gegenwehr des Mannes erlitten zwei weitere Personen Verletzungen. Der Beschuldigte wurde noch in der Nacht in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert.

Gegen 19 Uhr war der aus dem Landkreis Schweinfurt stammende Mann offenbar über den so genannten Demonstrationszaun geklettert und kurz danach an der Wache des Kernkraftwerks aufgetaucht. Dort forderte er das Kernkraftwerk unverzüglich abzuschalten. Als dann sofort Wachleute auftauchten, ergriff der 26-Jährige auf dem Werksgelände die Flucht. Dabei überstieg er noch einen mit Stacheldraht gesicherten Zaun und fiel dabei auf der anderen Seite über zwei Meter in die Tiefe. Dem Mann gelang es jedoch nicht, in den besonders geschützten Sicherheitsbereich einzudringen.

Als ihn die Bediensteten des Wach- und Sicherheitsdienstes festhalten wollten, setzte sich der Mann massiv zur Wehr und musste von mehreren Personen überwältigt werden. Aufgrund der heftigen Gegenwehr zogen sich die zwei Mitarbeiter Verletzungen im Gesichtsbereich zu. Der 26-Jährige wurde von den ersten eintreffenden Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Schweinfurt festgenommen, gefesselt und durchsucht. Bei der Durchsuchung des Mannes entdeckten die Beamten noch ein mitgeführtes Messer.

Wie das Polizeirpäsidium Unterfranke mitteilte, hatte die Kriminalpolizei Schweinfurt die weiteren Ermittlungen noch am Abendübernommen. Der Mann, der polizeilich bislang noch nicht in Erscheinung getreten ist, machte einen verwirrten Eindruck. Deswegen erfolgte noch in der Nacht seine Einlieferung in ein Bezirkskrankenhaus.

Zuvor war der 26-Jährige wegen seiner Verletzungen in einer Klinik behandelt worden. Auch die beiden verletzten Mitarbeiter wurden in ein Krankenhaus gebracht, das sie nach ambulanter Behandlung wieder verlassen konnten.

Die Ermittlungen, in die auch die Staatsanwaltschaft Schweinfurt eingebunden wurde, laufen jetzt unter anderem wegen Hausfriedensbruchs und Körperverletzung.

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