Schwabach
Problem mit Gaffer

Anstatt zu helfen: Gaffer fotografiert schwer verletzte Fußgängerin nach Autounfall

Eine Fußgängerin wird bei einem Unfall in Schwabach schwer verletzt. Ein 30-jähriger Gaffer fotografierte die Frau anstatt ihr zu helfen.
Artikel drucken Artikel einbetten
In Schwabach wurde eine Fußgängerin bei einem Unfall schwer verletzt. Ein 30-Jähriger fotografierte das Geschehen und sah darin keinen Fehlverhalten.. Foto: Symbolbild: Michael Gründel
In Schwabach wurde eine Fußgängerin bei einem Unfall schwer verletzt. Ein 30-Jähriger fotografierte das Geschehen und sah darin keinen Fehlverhalten.. Foto: Symbolbild: Michael Gründel
Mehrere Notrufe bei den Einsatzzentralen der Polizei und dem Rettungsdienst am Dienstagabend: In der Rittersbacher Straße in Schwabach wurde eine Fußgängerin von einem Auto erfasst und schwer verletzt.

Ein 47-jähriger Autofahrer aus dem Rother Landkreis bog von der Schützenstraße in die Rittersbacher Straße ab. Dabei übersah er eine 52-jährige Schwabacherin, welche in der Dunkelheit an der Fußgängerampel die Rittersbacher Straße überquerte. Die Fußgängerin blieb daraufhin schwer verletzt auf der Fahrbahn liegen.


Gaffer fotografiert anstatt zu helfen

Ersthelfer kümmerten sich um die Dame bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Während die Rettungskräfte die Erstversorgung vor Ort übernahmen, fotografierte ein 30-jähriger Schwabacher aus ungefähr fünf Metern Entfernung die am Boden liegenden Dame. Nachdem die Beamten den Herrn auf sein Handeln ansprachen, reagierte dieser sofort verbal aggressiv und war völlig uneinsichtig.
Ihm wurde sofort ein Platzverweis erteilt. Das Anfertigen von derartigen Bildaufnahmen ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern stellt auch einen Straftatbestand dar. Der 30-Jährige muss nun deshalb mit einem Strafverfahren wegen der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen rechnen.


Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.