Schwabach
Gewalt

Mittelfranken: Mann verprügelt seine Partnerin (24) vor den Augen des gemeinsamen Kindes

Ein 28 Jahre alter Mann soll in Schwabach seine Lebensgefährtin brutal verprügelt - vor den Augen des gemeinsamen Kleinkindes.
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In Schwabach ist ein 28-Jähriger brutal auf seine Lebensgefährtin losgegangen. Symbolfoto: Maurizio Gambarini/dpa
In Schwabach ist ein 28-Jähriger brutal auf seine Lebensgefährtin losgegangen. Symbolfoto: Maurizio Gambarini/dpa
Wie die mittelfränkische Polizei erst jetzt berichtet, ereignete sich der Vorfall in Schwabach bereits am frühen Sonntag, 4. Februar. Die Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses im Schwabacher Süden war auf die Hilferufe ihrer 24-jährigen Nachbarin aufmerksam geworden und hatte den Notruf gewählt.

Vor Ort hatte die junge Frau schon auf Hilfe gehofft und es war ihr gelungen, den Polizisten die Türe zu öffnen, bevor ihr gewalttätiger Partner sie zurückhalten konnte. Die Situation am Tatort konnte laut Polizei soweit befriedet werden. Der Mann erhielt ein mehrwöchiges Kontaktverbot.

Aber was war geschehen in jener Nacht? Nach ersten Ermittlungen steht der Lebensgefährte des Opfers, ein 28-Jähriger, im Verdacht, seine Partnerin zunächst mitten in der Nacht mit lautem Geschrei geweckt und sie sogleich mit Schmutzwäsche, sowie Kartoffelchips und einem Mischgetränk beworfen beziehungsweise übergossen zu haben.


Häusliche Gewalt in Mittelfranken

Danach habe er sie an den Haaren gepackt und aus dem Bett gezerrt. Das 13 Monate alte Kind der beiden lag zu dieser Zeit neben der Frau und blieb in deren Bett zurück, als sie der Mann ins Wohnzimmer zerrte.

Dort habe er sie mehrfach geohrfeigt und ihr, als sie aus Sorge um das Kind zu diesem zurück eilen wollte, mehrere Tritte mit dem Fuß verpasst.


Junge Frau mit dem Fuß getreten

Mit dem Kleinkind auf dem Arm sei das Opfer anschließend im Wohnzimmer auf dem Boden gekauert und von ihrem Peiniger mit dem Mobiltelefon auf den Kopf geschlagen worden.

Als sie bereits die Einsatzkräfte im Treppenhaus wahrgenommen habe, sei die junge Frau in einem günstigen Moment zur Wohnungstüre gerannt und habe diese geöffnet. Dabei war sie von ihrem Partner verfolgt worden.



Die junge Mutter lebt aktuell nicht in der gemeinsamen Wohnung und hat andernorts Schutz gesucht.
Gegen ihren Lebensgefährten wurde ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eröffnet.
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