Hilpoltstein
Überfall

Hilpoltstein: Polizist bei Einsatz von Auto mitgeschleift - nicht mehr dienstfähig

Am Mittwochmorgen kam es zu einem Polizeieinsatz in Hilpoltstein. Ein Polizist wurde von einem Auto mitgeschleift. Er und seine Kollegin sind nun nicht mehr dienstfähig.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein Polizeibeamter wurde bei einem Einsatz von einem Wagen mitgeschleift. Er ist bis auf weiteres nicht mehr dienstfähig. Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa
Ein Polizeibeamter wurde bei einem Einsatz von einem Wagen mitgeschleift. Er ist bis auf weiteres nicht mehr dienstfähig. Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa

Am Mittwochmorgen (18. September) kam es zu einem Polizeieinsatz in Hilpoltstein (Landkreis Roth).

Gegen 4.40 Uhr teilte eine Anwohnerin der Hilpoltsteiner Sankt-Jakob-Straße mit, dass ein unbekannter Mann vor dem Haus stehe, ständig an der Tür klingele und durch das Fenster sehe. Wie die Polizei mitteilte, traf die Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Hilpoltstein vor dem Anwesen einen 37-jährigen Mann an.

Dieser befand sich offenbar in einem psychischen Ausnahmestand. Jeder Versuch mit dem Mann zu kommunizieren, schlug fehl. Ein Notarzt und der Rettungsdienst wurden deshalb hinzugerufen.

Polzeibeamter mitgeschleift: Er wollte den Schlüssel durch die Beifahrertür abziehen

Als der 37-Jährige, der möglicherweise auch unter dem Einfluss berauschender Mittel stand, in ein Auto stieg, versuchte ein Polizeibeamter über die geöffnete Beifahrertür den Fahrzeugschlüssel abzuziehen. In diesem Moment startete der 37-Jährige das Auto, fuhr los und schleifte den Beamten mehrere Meter mit sich. Dem Beamten gelang es während der Fahrt den Schlüssel abzuziehen. Durch das Stoppen des Motors wurde der Beamte auf die Straße geschleudert.

Der 37-Jährige musste daraufhin unter erheblicher Gegenwehr aus dem Fahrzeug und zu Boden gebracht und gefesselt werden.Der 37-Jährige wurde wegen Fremd- und Eigengefährdung in eine Fachklinik übergeben.

Bei Einsatz von Auto mitgeschleift: Beamter nicht mehr dienstfähig

Der Polizeibeamte erlitt durch das Mitschleifen und den Sturz mehrere Verletzungen, die in einem Krankenhaus versorgt werden mussten. Seine Kollegin erlitt einen Schock. Beide Beamte sind bis auf weiteres nicht mehr dienstfähig.

Der 37-Jährige muss sich nun unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und der Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten. Da der Mann auch nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.

Die Hintergründe des Verhaltens des Mannes sind noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Der 37-Jährige selbst blieb unverletzt.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.