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Schwabach: Brand in Asylunterkunft - kein fremdenfeindliches Motiv

In einer Asylunterkunft in Schwabach hat es gebrannt. 19 Menschen wurden evakuiert. 31 Bewohner sind nun in mittelfränkischen Unterkünften untergebracht.
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Ein Mobiliar hatte in einer Asylunterkunft Feuer gefangen. Symbolbild, Foto: Ingo Wagner/dpa
Ein Mobiliar hatte in einer Asylunterkunft Feuer gefangen. Symbolbild, Foto: Ingo Wagner/dpa
Nach der Brandstiftung in einer Asylbewerberunterkunft in Schwabach geht die Polizei nicht von einem fremdenfeindlichen Motiv aus. Der Täter sei wohl eher unter den Bewohnern zu suchen, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Die Vernehmungen liefen aber noch - konkrete Erkenntnisse gebe es bislang noch nicht.

Am Mittwoch hatte es in dem Flüchtlingsheim ein Feuer gegeben - zwei Flurschränke im Erdgeschoss standen in Flammen. Zwei Menschen erlitten eine Rauchvergiftung. Ermittelt wird wegen schwerer Brandstiftung. Die etwa 30 Bewohner wurden auf andere Unterkünfte in Mittelfranken verteilt.

Nach einem Brand in einer Asylunterkunft in Schwabach erlitten am Mittwoch, 13. Juni, zwei Personen eine Rauchvergiftung. Die Kriminalpolizei Schwabach ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung.

Um kurz nach 12 Uhr alarmierte ein Elektriker, der in der Unterkunft in der Hansastraße tätig war, die Feuerwehr. Brennendes Mobiliar in der Diele des Erdgeschosses hatte starke Rauchentwicklung verursacht. Die Feuerwehr, die innerhalb kurzer Zeit vor Ort war, konnte die 19 anwesenden Personen aus dem Gebäude evakuieren. Zudem konnten die Einsatzkräfte der Feuerwehr ein weiteres Übergreifen der Flammen verhindern und das brennende Mobiliar zügig ablöschen.


Der 43-jährige Elektriker, der den Brand gemeldet hatte, musste aufgrund einer Rauchgasvergiftung im Krankenhaus behandelt werden. In diesem Zusammenhang behandelten die Rettungskräfte eine weitere Person aus der Unterkunft, die jedoch vor Ort ambulant versorgt werden konnte. Die Höhe des entstandenen Sachschadens wird auf etwa 20 000 Euro beziffert. Die Asylunterkunft ist derzeit nicht bewohnbar, weshalb die insgesamt 30 Bewohner zunächst in anderen mittelfränkischen Unterkünften untergebracht wurden.


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