Großbardorf
Musik

Wie Willi Schüler zum Alphornbläser der "Schwarze Berge" wird

Die Alphornbläser "Schwarze Berge" sind eine bunt zusammengewürfelte Truppe. Es war reiner Zufall, dass Willi Schüler aus Großbardorf zu ihnen Alphornbläsern stieß. Zum Üben geht Willi Schüler in seinen Wintergarten am Haus oder auf seine "Ranch" am Rand von Großbardorf.
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Bei einem Konzert für die Bergmesse der Bergwacht Rhön war auch der Großbardorfer Willi Schüler mit seinem fast vier Meter langen Alphorn mit von der Partie. Foto: Hanns Friedrich
Bei einem Konzert für die Bergmesse der Bergwacht Rhön war auch der Großbardorfer Willi Schüler mit seinem fast vier Meter langen Alphorn mit von der Partie. Foto: Hanns Friedrich
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Es war reiner Zufall, dass Willi Schüler aus Großbardorf zu den Alphornbläsern "Schwarze Berge" stieß. In einer Volksmusiksendung des Bayeri schen Rundfunks hatte er vor zwei Jahren mitbekommen, dass es an der Bayerischen Musikakademie Hammelburg einen Kurs "Alphornbläser" gibt.

Sein Pech war damals: Der Kurs war ausgebucht. Einige Zeit später allerdings gab es ein ähnliches Angebot in Stuttgart, und dort meldete sich der Großbardorfer an. Einzige Voraussetzung war, dass das eigene Alphorn mitgebracht werden musste. Das war kein Problem, denn Willi Schüler war von der Idee des Alphornspielens so fasziniert, dass er sich ein Instrument zulegte und den Kurs besuchte.
"Es hat viel Spaß gemacht, und das tut es noch heute", sagt der gelernte Rettungsassistent beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Bad Königshofen.
Willi Schüler ist "musikalisch vorbelastet". 1969 trat er in das damals neu gegründete Jugendblasorchester Großbardorf ein. Tenorhorn, Bariton, Posaune und Euphonium waren die Musikinstrumente, die er heute beherrscht. Warum also nicht etwas Neues wagen und Alphornspielen erlernen, dachte er.


Ohne Klappen und Ventile

Wo liegen eigentlich die Unterschiede zu anderen Blasinstrumenten? Willi Schüler nennt die Anblastechnik und die Lippenspannung, mit der die Töne erzeugt werden. "Es gibt keine Klappen oder Ventile wie bei Blechblasinstrumenten."

Bei den Alphornbläsern "Schwarze Berge" ist Schüler seit seiner Zugehörigkeit ein beliebter Mitspieler. "Willi ist immer da, wenn es mit seinen Diensten zu vereinbaren ist, und er hat einen wunderbaren, samtweichen Ansatz", sagt Priska Kolbeck. Und sie fügt hinzu: "Wenn ich Willi spielen höre, gerate ich ins Schwärmen."

Das spricht für das musikalische Können des Großbardorfers. Doch ohne Fleiß kein Preis. Mindestens einmal in der Woche wird wenigstens eine Stunde lang geübt. Hinzu kommen die gemeinsamen Proben vor Konzerten in der Gruppe im Turnus von acht bis 14 Tagen. Die Alphörner der Alphornbläser "Schwarze Berge" sind übrigens alle auf F gestimmt. Da der Ton eines Alphorns etwas lauter ist als etwa der einer Trompete, geht Willi Schüler zum Üben entweder in seinen Wintergarten am Haus oder auf seine "Ranch" am Rand von Großbardorf. Dort hat er einen CD-Player stehen und kann sich damit anhand etlicher vorhandener Liedstücke einspielen.


Aus dem Landkreis Bad Kissingen

Die Alphornbläser "Schwarze Berge" sind eine bunt zusammengewürfelte Truppe. Die Mitglieder sind neben Willi Schüler Gerhard Vieres, Martin Koch, Otto Tischer, Priska Kolbeck, Günter Schaub, Harald Breitenfeldt, Thomas Schmitt und Roland Hahn und kommen aus Unsleben, Modlos, Meiningen, Westheim und Bad Kissin gen. "Viele von uns haben mit der Blockflöte begonnen", erzählt Martin Koch. Andere spielten Trompete oder andere Blechblasinstrumente. Fragt man die Alphornbläser, was sie an ihrem großen Instrument so fasziniert, bekommt man spontan die Antwort: Es sind die tiefen Töne, die man dem Instrument entlocken kann. Willi Schüler unterstreicht das. Er spielt die zweite Stimme bei den Konzerten der Alphornbläser, deren Repertoire von der traditionellen Volksmusik bis hin zur modernen Musik für Alphorn reicht. Davon konnte man sich bei der Bergmesse am Kreuzberg in der Rhön überzeugen, wo die Alphornbläser "Schwarze Berge" viel Beifall erhielten.
Mehr über die Alphornbläser "Schwarze Berge" erfährt man im Internet unter www.alphornblaeser-schwarze-berge.de.

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