Schönau an der Brend
Blaulicht

Unfall in Unterfranken: Gefahrgut-Anhänger mit gefährlichen Chemikalien stürzt um

Bei einem Unfall auf der B279 in Unterfranken ist ein Anhänger eines Gefahrgutlasters umgekippt. Der Lastzug hatte gefährliche Chemikalien geladen. Feuerwehr und Rettungskräfte rückten zu einem Großeinsatz aus.
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Unfall mit Gefahrgutlaster auf B 279 bei Schönau an der Brend: Geschützt durch spezielle Anzüge untersuchen diese beiden Einsatzkräfte den umgekippten Anhänger. Foto: Hanns Friedrich
Unfall mit Gefahrgutlaster auf B 279 bei Schönau an der Brend: Geschützt durch spezielle Anzüge untersuchen diese beiden Einsatzkräfte den umgekippten Anhänger. Foto: Hanns Friedrich
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Ein Gefahrgutlaster verunglückte in der Nacht auf Mittwoch (16. Juni 2019) kurz vor 3.30 Uhr auf der B279 bei Schönau an der Brend. Der Lkw eines Pflanzenölvertriebs war aus bislang ungeklärter Ursache aus Richtung Wegfurt kommend auf gerader Strecke nach rechts aufs Bankett geraten. Dort stürzte der Anhänger um. Das Fahrzeug war unter anderem mit Gefahrgut beladen. Die Integrierte Leitstelle Schweinfurt alarmierte die Einsatzkräfte. Es folgte ein Großeinsatz.

Etwa 100 Feuerwehrleute im Einsatz

An die 100 Feuerwehrleute aus Rhön-Grabfeld waren mit ihren Fahrzeugen dann vor Ort, ebenso der Rettungsdienst des BRK Rhön-Grabfeld mit zwei Rettungswagen (RTW), dem Einsatzleiter Rettungsdienst, der UG SAN EL (Einsatzleitung des BRK), sowie die SEG IUK (Information und Kommunikation). Neben den Fahrzeugen der Wehren aus Heufurt, Schönau, Wegfurt, Bad Neustadt, Mellrichstadt, Lebenhan, Wildflecken, Salz sowie Fachberater des Technischen Hilfswerks aus Mellrichstadt war die UG ÖEL (Örtliche Einsatzleitung) der Feuerwehr Rhön-Grabfeld am Unfallort. Dieser selbst war weiträumig abgesperrt, die B 279 zwischen Schönau und Wegfurt für den gesamten Verkehr gesperrt.

Dekontaminationsplatz für Einsatzkräfte eingerichtet

Aus Haßfurt war die CBRN (E) Einheit gekommen, die bei Unfällen mit chemischen, biologischen, radioaktiven und explosiven Substanzen angefordert wird. Aus Rhön-Grabfeld war der Gefahrgutzug der Feuerwehr Bad Neustadt an der Einsatzstelle.

Mit speziellen Chemikalienschutzanzügen nahmen Feuerwehrleute zunächst den Lkw in Augenschein, um zu erkunden, ob Gefahrstoffe austreten. Aufgebaut war deshalb auch ein Dekontaminationsplatz mit der Dekontaminationsdusche. Hier wurden diejenigen, die mit CSA (Chemikalienschutzanzug) im Einsatz waren, wieder von außen gereinigt. Dann können sie sich ausziehen, ohne dass sie mit dem Gefahrstoff in Berührung kommen, der außen am CSA ist.

Keine gefährlichen Stoffe ausgetreten

Im Laufe des Einsatzes wurde festgestellt, dass keine gefährlichen Stoffe ausgetreten waren. Allerdings musste der Lkw vor der Bergung wegen des Gefahrguts erst vorsichtig entladen werden. Die Straße ist seit Mittag wieder befahrbar.

Die Einsatzleitung lag bei Kreisbrandrat Stefan Schmöger, unterstützt durch Kreisbrandinspektoren und Kreisbrandmeister. Im Einsatz waren zahlreichen Feuerwehrleute mit Atemschutz. Die Unfallermittlungen vor Ort haben Beamte der Polizeiinspektion Bad Neustadt aufgenommen. Bislang ist der Sachschaden noch nicht bekannt.

Ein anderer Fahrer eines Gefahrguttransporter rettete erst vor wenigen Tagen einen Bus voller Kinder.

 

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