Großbardorf
Fußball Bayernliga

Saisonstart nach Maß für den TSV Großbardorf

Die Grabfeld-Gallier gewinnen das Unterfranken-Derby beim 1. FC Sand.
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Der Sander Torschütze Thorsten Schlereth (rechts) entwischt in dieser Szene dem Großbardorfer Lukas Illig. Foto: Ralf Naumann
Der Sander Torschütze Thorsten Schlereth (rechts) entwischt in dieser Szene dem Großbardorfer Lukas Illig. Foto: Ralf Naumann

1. FC Sand - TSV Großbardorf 1:3 (1:1). Tore: 0:1 Simon Snaschel (20.), 1:1 Thorsten Schlereth (25.), 1:2 Björn Schönwiesner (71.), 1:3 Lukas Dinkel (90.+3). Knapp vorbei ist auch daneben. Ein Spruch, den man beim 1. FC Sand nach dem 1:3 (1:1) im Bayernliga-Auftakt-Unterfrankenderby gegen den TSV Großbardorf wohl erst einmal nicht mehr hören will. Die Elf von Trainer Dieter Schlereth spielte stark, doch am Ende war ihr kein "Dreier" vergönnt.

Entsprechend enttäuscht zeigte sich der Sander Coach nach dem Schlusspfiff. "So brutal kann Fußball sein. Es ist total ärgerlich, dass wir verloren haben. Meiner Mannschaft kann ich nach diesem guten Spiel allerdings gar keinen Vorwurf machen." Die Großbardorfer schlugen eiskalt zu, als der FC besser im Spiel war. Zunächst netzte Torjäger Simon Snaschel nach einem Freistoß von André Rieß gekonnt ein (20.) - es war die erste Chance der Grabfelder.

Die FCler steckten nicht auf und belohnten sich - zunächst. Routinier Thorsten Schlereth durfte am Sechzehner ohne richtige Gegenwehr den Ball annehmen und draufhalten, TSV-Schlussmann Julian Schneider hatte keine Chance.

Obwohl die Gäste Thorsten Schlereth nie richtig in den Griff bekamen, fiel die Sander Führung einfach nicht. Der 36-jährige Ex-Augsfelder scheiterte erst freistehend an Keeper Schneider (40.), um den Ball dann in die dritte Etage zu jagen (43.). Die Mannen von Gäste-Trainer André Betz waren zwar nicht unterlegen, aber - im Gegensatz zur Anfangsphase - nicht mehr kaltschnäuzig. Der auffällige Snaschel prüfte Stefan Klemm per Kopf (35.), Björn Schönwiesner zielte nach einem Flankenball des früheren Sanders Adrian Reith kurz vor dem Halbzeitpfiff nicht genau genug. Eine Korbmacher-Führung wäre da schon nicht unverdient gewesen. Auch nach dem Seitenwechsel war es wieder Trainer-Sohn Thorsten Schlereth, der 20 Minuten vor dem Ende die wohl beste Einschussmöglichkeit hatte, aber nach einer Hereingabe seines Bruders Danny Schlereth - diesmal aus fünf Metern - verzog.

Und dann kam es, wie es kommen musste. Der etatmäßige TSV-Linksaußen Schönwiesner, diesmal als linker Verteidiger aufgeboten, brachte den Ball im Netz unter (71.). Der Schock für die bis dato starken Gastgeber, die so nah dran waren, Zählbares für die Habenseite ihres Kontos zu verbuchen. Nun versuchten sie alles und wurden klassisch ausgekontert, so dass der eingewechselte Lukas Dinkel gar keine Mühe mehr hatte, mit dem 1:3 in der 3. Minute der Nachspielzeit endgültig den Deckel drauf zu machen.

Glück gehört einfach dazu

"So ein Glück gehört einfach auch mal zum Fußball dazu", sagte sein Coach Betz erleichtert, der auch zugab, dass "heute nicht das Schönspielen, sondern nur die Punkte gezählt haben." Ob der TSV-Verteidiger Ronny Mangold in den kommenden Wochen spielen kann, ist derweil mehr als fraglich. Bei einem Kopfballduell in der Schlussphase verletzte sich der 21-Jährige am Jochbein.

Großbardorf: Schneider - Illig (56. Müller), Mangold (88. Reitstetter), Hölderle, Schönwiesner - Rützel, Piecha - Zehe (77. Dinkel), Rieß, Reith - Snaschel.

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