Herschfeld
Laufsport

Herschfelds Feuerwehr kühlt die Läufer ab

343 Teilnehmer trotzen beim Herschfeldlauf den sommerlichen Temperaturen. Der Gesamtsieg geht an einen zweifachen Rennsteiglauf-Marathongewinner.
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Insgesamt 343 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gingen beim elften Herschfeldlauf an den Start. Gunther Fink
Insgesamt 343 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gingen beim elften Herschfeldlauf an den Start. Gunther Fink
Krönender Auftakt des Festwochenendes zum 60-jährigen Bestehen des SV Herschfeld war die elfte Auflage des Herschfeldlaufs. Dabei gingen 343 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Start, womit Hauptorganisator Albrecht Wilm hernach hochzufrieden war. "Schön ist auch gewesen, dass es abends ein bisschen abgekühlt und alles reibungslos geklappt hat", so Wilm, dessen besonderer Dank dem bewährten Helferteam galt.

Wie im Vorjahr überquerte im 129-köpfigen Hauptlauf-Feld der zweifache Rennsteiglauf-Marathon-Gewinner Marcel Krieghoff (GuthsMuths-Rennsteiglaufverein/32:14 Minuten) als Erster die Ziellinie. Dabei blieb der Titelverteidiger jedoch deutlich über jenen 30:04 Minuten, in denen er die Strecke 2017 absolviert hatte. "Aber diesmal bin ich auch lange mit der Gruppe gelaufen", berichtet der 34-jährige Verkäufer aus Thüringen, der die Veranstaltung gewissermaßen als Warm Up für den Schlickeralmlauf im österreichischen Telfes nutzte. Dort wollte sich Krieghoff ("ich bin ganz gut drauf") zwei Tage später für die Berglauf-Weltmeisterschaft in Andorra qualifizieren. Während René Amtmann (TSV Thüngersheim/32:28) und Markus Veth (TSV Rannungen/32:40) das Siegerpodest bei den Männern komplettierten, setzte sich bei den Frauen Susanne Haßmüller (SC Ostheim/38:57) vor Sonja Reiher (SV Herschfeld/39:34) und Tanja Dietrich (TSV Hollstadt/39:51) durch. Eher gemächlich ließ es der Herschfelder Lokalmatador Lukas Härder angehen, der sich entspannt mit zwei eskortierenden Fahrradfahrern unterhielt, welche sich selbst spontan als "beste Begleitung" auserkoren.

Selbige hatte jedoch vielleicht auch die Bischofsheimerin Franziska Schatz an ihrer Seite, die den Walking-/Wanderkurs über 5400 Meter gemeinsam mit ihrem Mischlingshund Drago absolvierte und am letzten Anstieg zurück zum Sportgelände offen einräumte: "Die Strapazen für den Hund sind geringer, um ehrlich zu sein." Schließlich galt es beim Herschfeldlauf nicht nur anspruchsvollen Strecken in einem abwechslungsreichen Gelände, sondern auch hochsommerlichen Temperaturen zu trotzen, die nicht jeder als so angenehm empfand wie der per Fahrrad aus der Rhön angeradelte Thomas Schrenk (WSV Oberweißenbrunn), der den 4000 Meter langen Hobbylauf mit seiner besseren Hälfte Mercedes Jimenez absolvierte.


Großer Applaus

Mit den größten Applaus erntete beim Zieleinlauf der an Morbus Sandhoff erkrankte achtjährige Dario Quack sowie der nach einem Schlaganfall im vergangenen Jahr wieder aktive Thomas Henkel, für den seine Herschfelder Vereinskameraden Spalier standen. Aufmerksam moderiert wurden von Albrecht Wilm ("er wird gezogen - super") freilich auch die letzten Meter für seinen eigenen Enkel Paul in der Bambini-Konkurrenz, wo hernach ein Eis als Belohnung wartete. Für willkommene Abkühlung auf der Strecke sorgte die örtliche Feuerwehr, die mit Schlauch und Löschspritze eine Beregnung durchführte.


9000 m (Hauptlauf)

W20: 1. Luise Krieghoff (GutsMuths-Rennsteiglauverein) 44:40; 2. Ricarda Eckert (SV Frankenheim) 47:09; 3. Hanna Hoffmann (SV Herschfeld) 48:34.
W30: 1. Ramona Schneider (TSV Münnerstadt) 44:21; 2. Katharina Altrichter (TSV Brendlorenzen) 50:18; 2. Lisa Möller (ohne Verein) 50:18.
W35: 1. Susanne Haßmüller (SC Ostheim) 38:57; 2. Sonja Reiher (SV Herschfeld) 39:34; 3. Manuela Schroll (RSV Wollbach) 41:47.
W40: 1. Nicole Bähr (TSV Hollstadt) 42:11; 2. Eileen Linser 49:28, 3. Mandy Ortloff (beide RSV Wollbach) 50:55.
W45: 1. Tanja Dietrich 39:51; 2. Manuela Greier (beide TSV Hollstadt) 43:16; 3. Alexandra Katzenberger (TSV Münnerstadt) 46:20.
W50: 1. Susanne Hölderle (SV Herschfeld) 43:16; 2. Petra Mesarosch (TSV Münnerstadt) 53:30; 3. Ulrike Simon (TSV Hollstadt) 54:59.
W55: 1. Ingeborg Joa (TV DJK Hammelburg) 49:08; 2. Irene Geiger (TSV Brendlorenzen) 52:49; 3. Angela Bleichner (SV Herschfeld) 55:16.
W65: 1. Inge Drescher (DJK Leutershausen) 59:35.
M20: 1. René Amtmann (TSV Thüngersheim) 32:28; 2. Markus Veth (TSV Rannungen) 32:40; 3. Ridwan Mahamud (SV Herschfeld) 34:36.
M30: 1. Marcel Krieghoff (GutsMuths-Rennsteiglaufverein) 32:14; 2. Volker Krines (DJK Eußenhausen) 37:37; 3. Clemens Schmitt (SV Herschfeld) 39:38.
M35: 1. Tino Haßmüller (SC Ostheim) 33:51; 2. Martin Grau 35:56, 3. Marcel Gruber (beide SV Herschfeld) 36:49.
M40: 1. Andreas Grau 36:41, 2. Mario Beckert 38:13, 3. Alexander Kamerzel (alle SV Herschfeld) 38:27.
M45: 1. Roland Schroll (RSV Wollbach) 35:20; 2. Jochen Zehfuß (TSV Bischofsheim) 35:56; 3. Klaus Mauer (TSV Hausen/Rhön) 40:50.
M50: 1. Arno Albert (TSV Hollstadt) 37:00; 2. Holger Veth (TSV Rannungen) 38:20; 3. Christian Mahr (ohne Verein) 39:34.
M55: 1. Winfried Endres (SV Herschfeld) 38:34; 2. Dietmar Werner (TSV Hollstadt) 40:17; 3. Kurt Weinmann (TSV Rannungen) 41:25.
M60: 1. Walter Steigmeier (TSV Rannungen) 39:07; 2. Dieter Büttner (TSV Bischofsheim) 40:36; 3. Hans Wagner (TV Bad Brückenau) 43:20.
M65: 1. Reinhard Vogler (TV Bad Brückenau) 39:55; 2. Helmut Bott (SV Herschfeld) 44:48; 3. Erwin Kiesel (TSV Rannungen) 47:09.
M70: 1. Heinrich Gans (TSV Hollstadt) 54:59; 2. Willi Drescher (DJK Leutershausen) 57:28.
M75: 1. Horst Weese (TSV Münnerstadt) 53:52; 2. Siegfried Keß (TSV Rannungen) 59:29.
M80: 1. Franz Stockheimer (TSV Brendlorenzen) 1:04.41 Stunden.


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