Großbardorf
Fussball Bayernliga Nord

Großbardorf kann die Viktoria nicht aufhalten

Die Grabfeld-Gallier müssen die Klasse des Tabellenführers um Björn Schnitzer anerkennen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Viktoria Aschaffenburg - TSV Großbardorf 4:0 (2:0). Tore: 1:0, 2:0 Björn Schnitzer (28., 40.), 3:0 Clay Verkaj (63.), 4:0 Christian Breunig (74.).

Auch der TSV Großbardorf konnte Viktoria Aschaffenburg auf ihrem Weg zur Meisterschaft nicht aufhalten. Die Mannschaft von Trainer André Betz musste mit einer klaren 0:4-Niederlage die Heimfahrt ins Grabfeld antreten.

Dass die Partie so eindeutig zugunsten des Tabellenführers enden würde, danach sah es zunächst gar nicht aus. Die Gäste mischten in den ersten 25 Minuten gut mit, agierten mutig, setzten Nadelstiche und hatten zweimal die Chance zum 1:0. "Da hätten wir in Führung gehen können, vielleicht sogar müssen", trauerte Betz den vergebenen Möglichkeiten von Björn Schönwiesner und Dominik Zehe nach. Ersterer setzte das Leder, nachdem er drei Gegenspieler ausgetanzt hatte, aus bester Schussposition knapp neben das Gehäuse. Und Zehe stand zwar frei im Strafraum, hatte zweimal die Chance zum Abschluss, vollendete aber nicht. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Gastgeber keine einzige klare Möglichkeit erspielt.

Dann kam die Szene, die das Match vorentschied. Nach einem Foul an Björn Schnitzer pfiff der Schiedsrichter einen Freistoß. Der Gefoulte selbst schritt zur Ausführung und schlenzte den Ball ins rechte obere Tordreieck. "Der Freistoß war perfekt geschossen. Schnitzer besitzt halt außergewöhnliche Fähigkeiten. Wohl dem, der einen solchen Spieler in seinen Reihen hat", erkannte Betz die geniale Schusstechnik von Schnitzer an. Danach bestimmte der Gastgeber das Geschehen und kam noch vor dem Wechsel zum 2:0. Wieder hieß der Torschütze Björn Schnitzer, der das Leder zu seinem 29 Saisontreffer ins lange Eck zirkelte. "Das war sein zweiter Traumschuss an diesem Tag. Kurz danach sitzt du dann in der Kabine und weißt nicht, weshalb du zur Pause 0:2 hinten liegst," so Betz.

Betz freute sich, dass seine Mannschaft nach Wiederbeginn nicht aufgab, sondern versuchte, den Anschluss zu schaffen. So flog ein Freistoß von André Rieß knapp am Tor vorbei (51.). Das dritte Traumtor der Hausherren beendete alle Hoffnungen der Grabfelder. Und wieder war Schnitzer maßgeblich beteiligt. Sein millimetergenaues Zuspiel verwertete Clay Verkaj aus 20 Metern ins linke lange Eck.

In der restlichen Spielzeit dominierten die Hausherren. "Meine Mannschaft hat bis zum Schluss niemals aufgegeben. Überhaupt hat das Team eine ganz andere Einstellung als gegen Forchheim an den Tag gelegt", lobte der Coach der Grabfeld-Gallier seine Akteure, die eine gute Möglichkeit zum verdienten Ehrentreffer besaßen. Aber Björn Schönwiesner vergab. Im Gegenteil zu Christian Breunig, der das Leder mit der Pike zum 4:0-Endstand ins Netz beförderte.

Großbardorf: Dietz - Seufert, Zang, Hölderle, Poznic - Illig, Piecha - Rieß (67. Mosandl), Zehe (64. Rugovaj), Schönwiesner - Leicht (80. Dinkel).


Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren