Bad Neustadt an der Saale

Für den HSC ist Weihnachten jetzt doch etwas schön

Der HSC Bad Neustadt bricht im 17. Anlauf den Bann - Warum Trainer Frank Ihl eher nicht damit gerechnet hatte.
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Vilim Leskovec (am Ball) bewies beim ersten Saisonsieg des HSC mit acht Treffern große Durchschlagskraft. Foto: Anand Anders
Vilim Leskovec (am Ball) bewies beim ersten Saisonsieg des HSC mit acht Treffern große Durchschlagskraft. Foto: Anand Anders

HSC Bad Neustadt - GSV Eintracht Baunatal 30:21 (15:11).

Was lange währt, wird doch noch gut. Nach langer Erfolglosigkeit und viel Frust hat der HSC durch ein unerwartet deutliches 30:21 (15:11) gegen Baunatal den ersten Saisonsieg errungen. "Damit hatte ich vor dem Anpfiff eher nicht gerechnet", sagte Coach Frank Ihl. "Mir ist heute wie vielen anderen ein Stein vom Herzen gefallen. Ich bin glücklich, Weihnachten ist jetzt noch schöner."

Die Partie startete ausgeglichen. Die Gäste gingen durch Kevin Trogisch in Führung. Der hochgelobte Linkshänder war aber eine Enttäuschung, saß früh auf der Bank und nach einem Frustfoul - Griff ins Gesicht von Gary Hines wurde - dort wegen Roter Karte dauerhaft. Die Gastgeber glichen bis zum 4:4 jeweils aus. Vor allem Maximilian Drude und Vilim Leskovec sprühten vor Wurflaune.

In Führung ging der HSC erstmals durch einen von Gary Hines verwandelten Siebenmeter zum 5:4. Der US-Nationalspieler präsentierte sich stark verbessert. Baunatal hielt das Spiel offen, geriet aber nach dem 10:10 ins Hintertreffen.

Entscheidend davon gezogen

"Danach folgte ein Einbruch in allen Mannschaftsteilen", so Gästetrainer Dennis Weinrich in der Pressekonferenz. "Die Abwehr fand keinen Zugriff mehr. Wir haben in der Offensive unser Tempospiel vernachlässigt und mit hoher Fehlerquote agiert." Zudem hatten alle drei eingesetzten Torhüter einen rabenschwarzen Tag. Den Anfang vom Ende für den Gast läutete Benjamin Trautvetter, durchgehend am gegnerischen Kreis eingesetzt, mit dem 11:10 ein. Torhüter Felix Schmidl war - wie später auch Nick Weber - ein starker Rückhalt der Rot-Weißen. Mit einem Doppelpack sorgte kurz vor der Pause Leskovec für die erstmalige Vier-Tore-Führung. Danach schraubten die Hausherren, ungeachtet einer Zeitstrafe für Fistonic, die Führung binnen acht Minuten vorentscheidend auf 22:12 aus. GSV-Routiniers wie Marvin Gabriel und Phil Räbiger fanden nicht ins Spiel. Aufgrund der schlechten Torhüterleistung und der geringen Fehlerquote der HSCler blieben auch die Tempogegenstöße der Gäste stumpf.

Der Vorsprung der Gastgeber schwankte ab der 40. Minute zwischen acht bis zehn Toren. Die komfortable Führung erlaubte Ihl kräfteschonende Wechsel. So brachte er Max Bauer auf Rechtsaußen und Nachwuchskraft Christopher Früh auf Linksaußen. Beide erzielten die letzten beiden HSC-Treffer. Bauer netzte zum 29:19 ein, Früh mit einem technisch anspruchsvollen Wurf aus spitzem Winkel zum 30:20.

Da feierten ihre Mannschaftskameraden schon auf der Bank. "Der Sieg geht total in Ordnung, da kann ich nur gratulieren", so der bediente Gästetrainer. Frank Ihl führte den Erfolg auf eine geschlossene Mannschaftsleistung zurück, auf die man aufbauen könne. "Wenn wir diszipliniert in der Offensive spielen, stellt sich auch der Erfolg ein. Wir werden uns auf die restlichen Partien konzentriert vorbereiten." Dazu dient auch ein Trainingslager ab 3. Januar. Tore für den HSC: Gary Hines (8/3), Vilim Leskovec (8), Maximilian Drude (5), Benedikt Kleinhenz (2), Benjamin Trautvetter (2), Jure Fistonic (2), Maximilian Kalliske (1), Max Bauer (1), Christopher Früh (1).

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